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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Nordseeverschmutzung durch Hafensediment-Ausspülung (G-SIG: 10000605)

Schwermetalle und Chlorverbindungen im Hamburger Hafensediment, Sedimentbeseitigung durch Aufwühlung im Hafenbereich, Reaktion der Bundesschiffahrtsverwaltung, Auswirkung auf den Fischbestand

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

21.10.1983

Aktualisiert

16.03.2023

Deutscher BundestagDrucksache 10/45006.10.83

Nordseeverschmutzung durch Hafensediment-Ausspülung

des Abgeordneten Sauermilch und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Um eine Verschlammung des Hamburger Hafens zu vermeiden und die Fahrrinne mit ausreichender Tiefe zu erhalten, hat eine niederländische Firma im Auftrag der Hamburger Regierung das Sediment in einem Teil des Hafens versuchsweise mit Eggen aufgewühlt, damit der Schlamm dann in den Elbestrom gelangt.

Hier unterliegt die Sedimentsbeseitigung der Bundesschiffahrtsverwaltung, die dann auch entsprechend aktiv werden müßte. Der Versuch der niederländischen Firma verlief positiv, die Planung für weitere derartige Aktionen ist noch offen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Ist die Bundesregierung über die hohen Gehalte an Schwermetallen und Organochlorverbindungen im Hamburger Hafensediment informiert?

2

Wie stellt sich die Bundesregierung zu der von Hamburg erprobten Sedimentverlagerung in den Zuständigkeitsbereich der Bundesschiffahrtsverwaltung unter politischen und ökologischen Aspekten?

3

Plant die Bundesschiffahrtsverwaltung, sich auf die gleiche Art und Weise des Sediments zu entledigen, d. h. aufzuwirbeln und den Abtransport in die Nordsee der Elbe zu überlassen?

4

Ist der Bundesregierung bekannt, ob und in welchem Maße durch das geschilderte Verfahren eine Beeinträchtigung des Lebensraums für Fische bis hin zum Absterben von Fischen stattfindet?

Bonn, den 6. Oktober 1983

Sauermilch Beck-Oberdorf, Schily, Kelly und Fraktion

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