Nordseeverschmutzung durch Hafensediment-Ausspülung
des Abgeordneten Sauermilch und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Um eine Verschlammung des Hamburger Hafens zu vermeiden und die Fahrrinne mit ausreichender Tiefe zu erhalten, hat eine niederländische Firma im Auftrag der Hamburger Regierung das Sediment in einem Teil des Hafens versuchsweise mit Eggen aufgewühlt, damit der Schlamm dann in den Elbestrom gelangt.
Hier unterliegt die Sedimentsbeseitigung der Bundesschiffahrtsverwaltung, die dann auch entsprechend aktiv werden müßte. Der Versuch der niederländischen Firma verlief positiv, die Planung für weitere derartige Aktionen ist noch offen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Ist die Bundesregierung über die hohen Gehalte an Schwermetallen und Organochlorverbindungen im Hamburger Hafensediment informiert?
Wie stellt sich die Bundesregierung zu der von Hamburg erprobten Sedimentverlagerung in den Zuständigkeitsbereich der Bundesschiffahrtsverwaltung unter politischen und ökologischen Aspekten?
Plant die Bundesschiffahrtsverwaltung, sich auf die gleiche Art und Weise des Sediments zu entledigen, d. h. aufzuwirbeln und den Abtransport in die Nordsee der Elbe zu überlassen?
Ist der Bundesregierung bekannt, ob und in welchem Maße durch das geschilderte Verfahren eine Beeinträchtigung des Lebensraums für Fische bis hin zum Absterben von Fischen stattfindet?