Kohlekraftwerke im Bundesgebiet und in Berlin (West)
des Abgeordneten Dr. Ehmke (Ettlingen) und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage
des Abgeordneten Dr. Ehmke (Ettlingen) und der Fraktion DIE GRÜNEN
Kohlekraftwerke im Bundesgebiet und in Berlin (West)
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
a) Welche öffentlichen und industriellen, kohle- oder kohleölgefeuerten Kraft- und Heizwerke über 10 MW el. Leistung gibt es in den Bundesländern 1. Baden-Württemberg, 2. Bayern, 3. Bremen, 4. Hamburg, 5. Hessen, 6. Niedersachsen, 7. Nordrhein-Westfalen, 8. Rheinland-Pfalz, 9. Saarland, 10. Schleswig-Holstein und in 11. Berlin (West)?
b) Welche thermische und welche elektrische Leistung besitzen diese Kohlekraft- und Heizwerke (aufgeschlüsselt für jedes Kraft- und Heizwerk in jedem Bundesland)?
a) Welche Mengen der Schadstoffe — Schwefeldioxid, — Stickoxide, — Fluorverbindungen, — Chlorverbindungen, — Grob- und Feinstäube, — Kohlendioxid wurden in jedem einzelnen Kohlekraft- bzw. Heizwerk im Bundesgebiet und in Berlin (West) im Jahre 1982 emittiert?
b) Wie hoch war 1982 die Gesamtemission der verschiedenen Schadstoffe aus Kohlekraft- und Heizwerken im Bundesgebiet?
c) Wie hoch war 1982 in jedem einzelnen Kraft- und Heizwerk der durchschnittliche — Schwefeldioxidausstoß, — Stickoxidausstoß, — Ausstoß von Chlorverbindungen, — Ausstoß von Fluorverbindungen, — Ausstoß von Grob- und Feinstäuben, — Ausstoß von Schwermetallen, wie Blei, Zink usw., — Kohlendioxidausstoß in Milligram pro Kubikmeter Abluft?
Wie hoch waren die Schadstoffemissionen für jedes einzelne Kohlekraft- und Heizwerk im Bundesgebiet und in Berlin (West)?
a) Welche Kohlekraft- und Heizwerke arbeiten mit importierter Kohle?
b) Ist es zutreffend, daß Importkohle nicht nur in revierfernen Kraftwerken verfeuert wird, sondern auch in Kraft- und Heizwerken von Nordrhein-Westfalen und dem Saarland? Wenn ja, in welchen saarländischen und nordrhein-westfälischen Kraftwerken wird Importkohle verfeuert und hält die Bundesregierung dies angesichts der bedrohlichen Lage im Ruhr- und Saarbergbau für vertretbar?
Ist die Bundesregierung in der Lage, Auskunft darüber zu erteilen, in welchen Besitzverhältnissen sich derzeit die Kohlekraft- und Heizwerke im Bundesgebiet und Berlin (West) befinden, und wenn ja, wie lauten – für jedes Kraftwerk besonders aufgeschlüsselt – die entsprechenden Angaben?
Welche Kraft- und Heizwerke sind mit a) Kraft-Wärme-Kopplung, b) Rauchgasentschwefelungsanlagen, c) Elektrofilter, d) Gewebefilter, e) Wirbelschichtfeuerung ausgestattet?
Wann wurden die einzelnen Kraft- und Heizwerke im Bundesgebiet in Betrieb genommen?
Wie hoch war 1982 die Betriebsstundenzahl jedes einzelnen kohlegefeuerten Kraft- bzw. Heizwerks?
a) Beginnt nach Auffassung der Bundesregierung der Grundlastbereich in der Kohleverstromung bei 6 000 Jahresbetriebsstunden, wie es der Meinung des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenverbandes entspricht oder bereits bei 5 000 Jahresbetriebsstunden, wie es der Meinung der Elektrizitätswirtschaft entspricht, und wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung?
b) Welche Kohlekraftwerke arbeiten demnach vorwiegend im 1. Grundlast-, 2. Mittellast-, 3. Spitzenlastbereich?