BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Urananreicherungsanlage in Gronau (G-SIG: 10001154)

Fund von Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der im Bau befindlichen Urananreicherungsanlage in Gronau, Gefahren für die Anlage

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

16.04.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/1 22030.03.84

Urananreicherungsanlage in Gronau

der Abgeordneten Frau Schoppe und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Auf dem Gelände der im Bau befindlichen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) wurden Anfang März Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Warum wurde das Gelände nie systematisch durch den Kampfmittelräumdienst nach Bomben abgesucht?

2

Welche Vorschriften gibt es hierfür?

3

Gründlich abgesucht wurde vermutlich nur die Trasse der künftigen Autobahn. Warum hat die Autobahn hier Priorität vor einer Urananreicherungsanlage?

4

Welche Gefahren bestehen, wenn unter der im Bau befindlichen Anlage weitere Granaten oder Bomben liegen?

5

Was gedenkt die Bundesregierung angesichts solcher Fehlleistungen und -einschätzungen der Gefahren nun zu tun?

6

Wird es einen Baustopp bis zur endgültigen Klärung geben?

Bonn, den 30. März 1984

Schoppe Beck-Oberdorf, Schily, Kelly und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen