Trichlorphenol
der Abgeordneten Dr. Ehmke (Ettlingen), Horacek und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat die Bundesregierung eine Übersicht darüber, welche Firmen im Zeitraum ab 1960 bis heute Trichlorphenol (TCP) hergestellt haben und nach welchem Verfahren?
Fragen7
Ist der Bundesregierung bekannt, ob damals bei diesen Firmen die Entstehung von Dioxinen bei der TCP-Herstellung untersucht wurde? Wenn ja, mit welchem Befund?
Ist nach dem heutigen Stand der Kenntnis bei diesen Verfahren mit der Bildung von Dioxinen zu rechnen?
Ist der Bundesregierung überhaupt ein großtechnisches Verfahren zur TCP-Herstellung bekannt, bei dem mit Sicherheit keine Dioxine anfallen?
Ist eine Aussage, daß bei der Herstellung von TCP keine Dioxine entstanden wären (vor allem bei den Produktionsverfahren in den 60er Jahren), nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Erkenntnis überhaupt zulässig?
Ist der Bundesregierung bekannt, wo die TCP-herstellenden Firmen ihre Abfälle aus der TCP-Produktion abgelagert bzw. vernichtet haben, und wenn ja, wo?
Hat die Bundesregierung bei ihren Recherchen zu ihrem Bericht „Sachstand Dioxine" Informationen darüber erhalten, wo speziell die HOECHST AG, in deren Werk Griesheim nach eigenen Aussagen bis 1973 TCP hergestellt worden ist, ihre Abfälle aus der TCP-Produktion beseitigt hat?
Wenn nein, wird sie sich bemühen, diese Informationen zu bekommen und den fragestellenden Abgeordneten mitteilen?