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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen im Untertagebau (G-SIG: 10001813)

Menge der seit 1975 im Bergbau verbrauchten PCB-Öle, Zulassung anderer Hydrauliköle, Gesundheitsgefährdung durch Polychlortolylphenylmethan, Belastung der geförderten Kohle, Möglichkeit der Dioxinfreisetzung bei Verbrennung, Substitution von PCB und anderen Chlorkohlenwasserstoffen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft

Datum

23.11.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/215318.10.84

Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen im Untertagebergbau

des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen14

1

a) Welche Mengen an PCB-Ölen wurden jeweils in den Jahren 1975 bis 1983 im Untertagebergbau verwendet, und welche Mengen wurden ordnungsgemäß entsorgt?

1

b) Welche Verbrennungsanlagen sind für die Beseitigung dieser PCB-Öle geeignet? Welche Mengen an PCB-Ölen wurden in den letzten fünf Jahren in geeigneten Verbrennungsanlagen entsorgt?

2

a) Welche Mengen an sogenannten HFD-Ölen sind derzeit noch im Untertagebergbau im Einsatz?

2

b) Welche Hydrauliköle sind derzeit von den einzelnen Landesoberbergämtern zur Verwendung im Untertagebergbau zugelassen?

2

c) Sind derzeit noch PCB-Öle im Untertagebergbau zugelassen? Wenn ja, welche?

3

a) Welche Chlorkohlenwasserstoffe sind in folgenden Hydraulikölen enthalten:

1. Hydrocor HFD 25—A 3 der Firma Theunissen GmbH, Wuppertal,

2. HFD A 46 (neu),

3. BP Olex SF—D 0207 der Firma Deutsche BP AG?

3

b) Wo werden diese Verbindungen im einzelnen produziert?

4

a) Sind der Bundesregierung Auswirkungen der Substanz Polychlortolylphenylmethan in bezug auf

1. Allergien, Hautreizungen,

2. Kanzerogenität,

3. Mutagenität bekannt?

4

b) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß bei einer unsachgemäßen Verbrennung von Polychlortolylphenylmethan Dioxine und Furane entstehen?

4

c) Hält die Bundesregierung Polychlortolylphenylmethan-haltige Öle für eine Alternative zu den bisherigen PCB-haltigen Ölen? Wenn ja, warum?

5

a) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß im Untertagebergbau geförderte Kohle mit PCB's oder anderen Chlorkohlenwasserstoffen in Verbindung kommt?

5

b) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß bei der Verbrennung PCB-kontaminierter Kohle in Kraftwerken Dioxine und Furane freigesetzt werden?

5

c) Gedenkt die Bundesregierung die Möglichkeit der Dioxinentstehung in Kohlekraftwerken wissenschaftlich erforschen zu lassen?

6

Wie gedenkt die Bundesregierung eine Substitution von PCB's und anderen Chlorkohlenwasserstoffen zu beschleunigen?

Bonn, den 18. Oktober 1983

Drabiniok Schoppe, Dr. Vollmer und Fraktion

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