Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen im Untertagebergbau
des Abgeordneten Drabiniok und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
a) Welche Mengen an PCB-Ölen wurden jeweils in den Jahren 1975 bis 1983 im Untertagebergbau verwendet, und welche Mengen wurden ordnungsgemäß entsorgt?
b) Welche Verbrennungsanlagen sind für die Beseitigung dieser PCB-Öle geeignet? Welche Mengen an PCB-Ölen wurden in den letzten fünf Jahren in geeigneten Verbrennungsanlagen entsorgt?
a) Welche Mengen an sogenannten HFD-Ölen sind derzeit noch im Untertagebergbau im Einsatz?
b) Welche Hydrauliköle sind derzeit von den einzelnen Landesoberbergämtern zur Verwendung im Untertagebergbau zugelassen?
c) Sind derzeit noch PCB-Öle im Untertagebergbau zugelassen? Wenn ja, welche?
a) Welche Chlorkohlenwasserstoffe sind in folgenden Hydraulikölen enthalten:
1. Hydrocor HFD 25—A 3 der Firma Theunissen GmbH, Wuppertal,
2. HFD A 46 (neu),
3. BP Olex SF—D 0207 der Firma Deutsche BP AG?
b) Wo werden diese Verbindungen im einzelnen produziert?
a) Sind der Bundesregierung Auswirkungen der Substanz Polychlortolylphenylmethan in bezug auf
1. Allergien, Hautreizungen,
2. Kanzerogenität,
3. Mutagenität bekannt?
b) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß bei einer unsachgemäßen Verbrennung von Polychlortolylphenylmethan Dioxine und Furane entstehen?
c) Hält die Bundesregierung Polychlortolylphenylmethan-haltige Öle für eine Alternative zu den bisherigen PCB-haltigen Ölen? Wenn ja, warum?
a) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß im Untertagebergbau geförderte Kohle mit PCB's oder anderen Chlorkohlenwasserstoffen in Verbindung kommt?
b) Kann die Bundesregierung ausschließen, daß bei der Verbrennung PCB-kontaminierter Kohle in Kraftwerken Dioxine und Furane freigesetzt werden?
c) Gedenkt die Bundesregierung die Möglichkeit der Dioxinentstehung in Kohlekraftwerken wissenschaftlich erforschen zu lassen?
Wie gedenkt die Bundesregierung eine Substitution von PCB's und anderen Chlorkohlenwasserstoffen zu beschleunigen?