Erdgassuche im Ostrachtal/Lkr. Oberallgäu
der Abgeordneten Frau Dr. Bard und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
Welche energiepolitischen Aspekte mißt die Bundesregierung der Erdgassuche im Allgäu zu?
Mit welcher Summe wurden die Voruntersuchungen bzw. die Bohrung vom Bund unterstützt?
Ist die Feststellung, daß die PREUSSAG nur im Falle des Fündigwerdens zur Rückzahlung verpflichtet ist, richtig?
Wie sieht die Bundesregierung die Tatsache, daß bereits dreimal erfolglos im Allgäu nach Erdöl bzw. Erdgas gebohrt wurde und die Aussicht Erdgas zu finden laut PREUSSAG-Managern zehn zu eins ist, im Zusammenhang mit der Bezuschussung durch den Bund?
Welches Erdgasvorkommen wird von der Bundesregierung im Allgäu erwartet, und inwieweit ist eine Verbesserung der Versorgungssicherheit realistisch?
Welche Untersuchungen zu Auswirkungen der Probebohrungen auf Umweltschutz und Fremdenverkehr liegen vor?
Ist sich die Bundesregierung über die Tatsache im klaren, daß das Ostrachtal zu 80 % vom Fremdenverkehr lebt und die Probebohrungen für die Bevölkerung eine erhebliche Belastung bedeuten?
Welche Auflagen bzw. welche Maßnahmen wurden für den Schallschutz getroffen, und wird der Lärmpegel regelmäßig gemessen? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
Welche Maßnahmen werden zum Schutz des Grundwassers getroffen?
Ist es richtig, daß die Bohreinrichtung mit einem dieselelektrischen Antrieb mit einer Gesamtleistung von 4 100 PS ausgestattet ist und bis zu 10 000 Liter Treibstoff pro Tag verbraucht werden?
Wie sieht die Bundesregierung den Umstand, daß die Abgase der Bohrvorrichtung ungefiltert in die Luft geblasen werden?
Ist die Befürchtung der Gemeinde Hindelang, angesichts der enormen Zunahme der Luftverschmutzung, das Prädikat „Luftkurort" zu verlieren, begründet?
Welche Auswirkungen auf das Waldsterben sind durch die Luftverschmutzung im Raum Hindelang zu erwarten?
Welche weiteren Überlegungen in bezug auf die Erdgassuche im Raum Allgäu bzw. in Bayern sind der Bundesregierung bekannt?