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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) (G-SIG: 10003163)

Übertragbarkeit des HTLV-III-Virus durch Bluttransfusionen, Überprüfung des geltenden Rechts zur Bekämpfung von AIDS, Anträge für Forschungsprojekte, gesundheitliche Aufklärung, Sicherheit des Arbeitsplatzes AIDS-Kranker, ärztliche Schweigepflicht im Zusammenhang mit AIDS oder HTLV-III-positivem Befund

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Datum

13.11.1985

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/409025.10.85

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome)

des Abgeordneten Rusche und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Kann die Bundesregierung mittlerweile ausschließen, daß der HTLV-III-Virus durch Bluttransfusionen übertragen wird?

2

In der Antwort — Drucksache 10/2589 — auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Schoppe und der Fraktion DIE GRÜNEN — Drucksache 10/2473 — kündigte das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit an, daß es aufgrund erster epidemiologischer Daten aus den Risikogruppen prüft, ob zur Verhütung und Bekämpfung von AIDS bzw. einer HTLV-III-Infektion das geltende Recht ausreicht oder ob Gesetzesänderungen notwendig sind.

Ist diese Prüfung mittlerweile abgeschlossen, und zu welchem Ergebnis ist die Bundesregierung gekommen?

3

Welche Anträge für Forschungsprojekte zum Thema AIDS gingen bei der Bundesregierung im Jahre 1984 und 1985 ein, und wie wurden sie gefördert?

4

Welche Institute und Organisationen erhielten 1985 von der Bundesregierung Mittel zur gesundheitlichen Aufklärung im Zusammenhang mit AIDS?

5

Sind der Bundesregierung Fälle bekannt, in denen Personen mit AIDS und Menschen mit HTLV-III-antikörperpositivem Befund ihre Arbeitsstelle verloren haben, und wenn ja, was gedenkt die Bundesregierung dagegen zu tun?

6

Hält die Bundesregierung eine Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht im Zusammenhang mit AIDS oder HTLV-III-positivem Befund für möglich und angebracht?

Bonn, den 25. Oktober 1985

Rusche Hönes, Schmidt (Hamburg-Neustadt) und Fraktion

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