Förderung von Kunst und Kultur im Bildungswesen
der Abgeordneten Daweke, Graf von Waldburg-Zeil, Nelle, Rossmanith, Schemken, Frau Männle, Frau Pack, Frau Dr. Wisniewski, Dr. Hornhues, Jung (Lörrach), Milz, Niegel, Ruf und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Neuhausen, Dr.-Ing. Laermann, Kohn, Schäfer (Mainz), Baum, Frau Dr. Hamm-Brücher, Frau Seiler-Albring und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Bildungspolitik muß im gesamten Bereich des Bildungswesens dazu beitragen, daß musische und künstlerische Fähigkeiten, Phantasie und Kreativität gefördert werden.
In der Öffentlichkeit wird immer wieder kritisiert, daß die musisch-kulturelle Bildung in Schulen und Hochschulen nicht den notwendigen Stellenwert erhält. Noch immer werden die rein kognitiven Anforderungen an die Kinder und Jugendlichen zu stark in den Vordergrund gestellt.
Mit ihren Antworten auf die Großen Anfragen der Fraktionen der CDU/CSU und FDP zur „Kulturförderungspolitik der Bundesregierung" und der Fraktion der SPD zur „Kulurpolitik" hat die Bundesregierung Maßnahmen angekündigt, um diesem ofenkundigen Mangel entgegenzuwirken.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Inwieweit sind die im Ergänzungsplan „Musisch-kulturelle Bildung" der Bund-Länder-Kommission 1977 vorgesehenen Maßnahmen im Bildungswesen umgesetzt worden, und wie beurteilt die Bundesregierung diese Entwicklung in den vergangenen Jahren?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die musischkulturelle Bildung in Schule und Hochschule mehr Gewicht erhalten sollte, und welche Ansatzmöglichkeiten sieht die Bundesregierung hierfür?
Welche konkreten Beiträge kann die Bundesregierung angesichts der bestehenden Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern zur Stärkung der musisch-kulturellen Bildung in Schulen, Hochschulen und im Bereich der beruflichen Bildung selbst leisten?
Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit 1984 in die Wege geleitet, und was ist für die kommenden Jahre geplant, um das künstlerische Engagement von Kindern und Jugendlichen zu stärken? Welche finanziellen Beiträge hat die Bundesregierung hierfür vorgesehen?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß Bildung und Kultur wieder mehr als Einheit gesehen werden müssen und daß deshalb auch die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Künstlern und Kultureinrichtungen verstärkt werden sollten? Welche Initiativen hat die Bundesregierung hierzu ins Auge gefaßt?