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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Verwendung von Bundesmitteln im Zusammenhang mit der Firma Sonnenschein GmbH seit 1. Januar 1985 (G-SIG: 10004066)

Beschaffungen von Bundesministerien bei der Firma Sonnenschein, Entwicklung elektronischer Batterieüberwachungsgeräte für das BMVg und BMWi, Standortsuche der Firma Sonnenschein für einen Werkneubau, Verwicklung von Bundesminister Schwarz-Schilling in Ordnungswidrigkeiten bzw. mögliche Gerichtsverfahren in Berlin und evtl. Konsequenzen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft

Datum

15.04.1986

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/526325.03.86

Verwendung von Bundesmitteln im Zusammenhang mit der Firma Sonnenschein GmbH seit 1. Januar 1985

des Abgeordneten Ströbele und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Aus Haushaltsmitteln welcher Bundesministerien wurden Beschaffungen in welcher Höhe bei der Firma Sonnenschein GmbH in Büdingen getätigt?

2

Für welche konkreten Projekte wurden die Bundesmittel bezahlt oder bewilligt?

3

Sind Forschungsaufträge an die Firma Sonnenschein GmbH aus dem Bundesverteidigungsministerium oder dem Bundeswirtschaftsministerium erteilt oder geplant, die sich auf die Entwicklung von elektronischen Batterieüberwachungsgeräten beziehen?

4

Falls Frage 3 bejaht wird, beziehen sich die Forschungsaufträge zur Entwicklung der Batterieüberwachungsgeräte darauf, bis zu zehn Jahre alte „eingemottete" Sonnenscheinbatterien in den Leopardpanzern der Bundeswehr zu überprüfen?

5

Treffen nach Kenntnis der Bundesregierung Berichte in der Presse zu, daß die Firma Sonnenschein für den Neubau eines Werkes in der Bundesrepublik Deutschland bisher vergeblich nach einem Standort gesucht hat, weil keine Gemeinde das Risiko auf sich nehmen will, umweltschutzgefährdende Produktionsmethoden der Firma Sonnenschein ihren Bürgern zuzumuten?

6

Wie beurteilt es die Bundesregierung, daß Bundespostminister Dr. Schwarz-Schilling in diverse Ordnungswidrigkeitsverfahren in Berlin (West) wegen Nichtbeachtung von Anordnungen des Senats von Berlin durch die Firma Sonnenschein wegen unbekümmertem Umgang mit Blei und anderen Umweltgefährdungen verwickelt ist?

7

Erwägt der Bundeskanzler, den Bundespostminister zu entlassen, falls in Berlin Anklage wegen illegalem Betrieb von Produktionsanlagen, die durch den Ausstoß von Blei in die Umgebung des Betriebes eine gefährliche Situation für die umliegenden Anwohner in Berlin-Neukölln hervorgerufen haben, erhoben werden sollte?

Bonn, den 25. März 1986

Ströbele Borgmann, Hönes, Volmer und Fraktion

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