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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Muttermilch als Bioindikator (G-SIG: 10004235)

Veröffentlichung der vom Umweltbundesamt geförderten Studie "Muttermilch als Bioindikator", Empfehlungen für die Dauer des Stillens, kostenlose Untersuchung von Muttermilch, Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, finanzielle Unterstützung von Stillgruppen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Datum

09.06.1986

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/553622.05.86

Muttermilch als Bioindikator

des Abgeordneten Schulte (Menden) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Liegt der Bundesregierung die vom Umweltbundesamt geförderte Studie „Muttermilch als Bioindikator" vor?

2

Beabsichtigt die Bundesregierung, diese Studie zu veröffentlichen, und wenn nein, warum nicht?

3

Welche Empfehlungen gibt die Bundesregierung stillenden Müttern im Hinblick auf die Dauer des Stillens?

4

Stimmt die Bundesregierung damit überein, daß die Untersuchung von Muttermilch und die daraus resultierenden Ergebnisse eine wichtige Entscheidungshilfe für Mütter ist in der Frage, ob, und wenn ja, wie lange gestillt werden soll?

5

Hält die Bundesregierung die Möglichkeiten für kostenlose Untersuchungen von Muttermilch, derzeit sind kostenlose Untersuchungen nur in Bremen und in Hessen uneingeschränkt möglich, für ausreichend?

6

Liegen der Bundesregierung seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Erkenntnisse über die Belastung von Muttermilch mit radioaktiven Isotopen vor, und wenn ja, welche?

7

Beabsichtigt die Bundesregierung, kurz-, mittel- und langfristige Untersuchungsprogramme in Auftrag zu geben, die Auskunft geben über die Belastung von Muttermilch mit radioaktiven Isotopen und deren zeitliche Entwicklung?

8

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, die Aufklärungsarbeit von Selbsthilfegruppen wie „Muttermilch — ein Menschenrecht" finanziell zu unterstützen?

9

Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um den Gehalt an Schadstoffen in der Muttermilch zu senken?

Bonn, den 22. Mai 1986

Schulte (Menden) Borgmann, Hönes, Volmer und Fraktion

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