Weiterbildung an Hochschulen
der Abgeordneten Schemken, Daweke, Graf von Waldburg-Zeil, Nelle, Rossmanith, Frau Männle, Frau Pack, Frau Dr. Wisniewski, Frau Roitzsch (Quickborn), Clemens und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Neuhausen, Dr.-Ing. Laermann, Kohn und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Angesichts der Dynamik der technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung gewinnt die Weiterbildung einen zentralen Stellenwert in unserem Bildungssystem. Dieser Herausforderung muß sich auch unser Hochschulsystem stellen.
Qualifizierten Berufstätigen — Akademikern und Nichtakademikern — muß die Möglichkeit eröffnet werden, neueste fachwissenschaftliche Erkenntnisse zu erwerben und dadurch ihre Position im Beruf und auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Wissenschaft, Wissenschaftstransfer, Weiterbildung und technologische Umsetzung müssen in Zukunft als Einheit gesehen werden; Weiterbildung wird daher unser berufliches Leben künftig fortdauernd begleiten.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen7
Wie stellt sich die Situation des weiterbildenden Studiums zehn Jahre nach Verabschiedung des Hochschulrahmengesetzes dar, welche Angebotsformen gibt es, und wie werden sie genutzt?
Hält die Bundesregierung die Angebote inhaltlich und regional für ausreichend, welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten sieht sie nach Überwinden der Überlast?
Die Bundesregierung hat zur Weiterbildung an Hochschulen mehrere Modellversuche gefördert. Wie ist die Akzeptanz und der Erfolg bei den Teilnehmern, welche Rolle spielen die unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen?
In welcher Höhe hat die Bundesregierung bislang die Weiterbildung an Hochschulen finanziell gefördert, welche weiteren Maßnahmen zur Förderung des weiterbildenden Studiums hat sie ergriffen?
Inwieweit findet eine Abstimmung der Hochschulen mit anderen Trägern berufsbezogener wissenschaftlicher Weiterbildung bei der Angebotsgestaltung statt?
Läßt sich der Ausbau der Weiterbildung an Hochschulen im Rahmen der vorhandenen Hochschulstrukturen durchführen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die an vielen amerikanischen Universitäten befindliche Einrichtung der „University Extensions"? Sind sie auf die Bundesrepublik Deutschland übertragbar?