Situation des Schul- und Hochschulsports in der Bundesrepublik Deutschland
der Abgeordneten Amling, Büchner (Speyer), Klein (Dieburg), Dr. Müller-Emmert, Schirmer, Frau Steinhauer, Frau Renger, Hauck, Lambinus, Brandt (Grolsheim), Pensky, Dr. Nöbel, Wrede, Würtz, Dr. Osswald, Vogelsang, Weisskirchen (Wiesloch), Frau Weyel, Mischnick, Frau Fromm, Gattermann, Dr. Hirsch, Dr.-Ing. Laermann, Schmidt (Kempten), Bergerowski, Frau von Braun-Stützer, Eimer (Fürth), Engelhard, Funke, Hölscher, Neuhausen, Rösch, Dr. Wendig und der Fraktionen der SPD und FDP
Vorbemerkung
Die Bundesregierung hat 1970 durch den Bundesminister für Bildung und Wissenschaft erstmals ein Programm „Der Sport in Schule und Hochschule" vorgelegt, das eine wesentliche Grundlage für das 1972 in der Trägerschaft des Bundes, der Bundesländer, der Kommunalen Spitzenverbände und des Deutschen Sportbundes verabschiedete erste bundeseinheitliche „Aktionsprogramm für den Schulsport" war.
Dieses Aktionsprogramm hat zu teilweise deutlichen Fortschritten im Schul- und Hochschulsport in der Bundesrepublik Deutschland beigetragen.
In den einzelnen Bundesländern und den Schulformen ist die Entwicklung jedoch unterschiedlich verlaufen.
Die Träger des „Aktionsprogramms Schulsport" und die Deutsche Sportkonferenz haben sich inzwischen für eine Bestandsaufnahme und Fortschreibung der Zielsetzungen aus dem Jahre 1972 — bei unveränderter Trägerschaft — ausgesprochen.
Wir fragen die Bundesregierung:
I. Trägerschaft und Ziele
1. Wie beurteilt die Bundesregierung die Entwicklung des Sports in den verschiedenen Bildungsbereichen und den Schulformen seit der Verabschiedung des „Aktionsprogramms Schulsport" im Jahre 1972 und welche Zielsetzungen strebt sie bei der Fortschreibung dieses Programms an?
2. In welchem Umfang konnten durch das „Aktionsprogramm Schulsport" die Mängel im Sportunterricht in den Grund-, Sonder-, Haupt- und besonders in den beruflichen Schulen verringert werden?
II. Sportlehrerausbildung
1. Wie schätzt die Bundesregierung die Kritik aus dem Sportlehrerbereich ein, die eine Zunahme von reglementierenden pädagogisch-didaktischen Vorschriften beanstandet, und was beabsichtigt sie dazu zu veranlassen?
2. Hält es die Bundesregierung für erforderlich, daß bei der Sportlehrerausbildung mehr als bisher eine spätere Tätigkeit in sozialen Bereichen des Sports berücksichtigt wird?
III. Schulsportwettbewerbe
1. Wie beurteilt die Bundesregierung die schul- und jugendpolitische Bedeutung der Bundesjugendspiele, und welche Ergebnisse haben die in den letzten Jahren vollzogenen inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen gebracht?
2. Wie beurteilt die Bundesregierung den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" und mit welchen Zielen, in welcher Organisations- und Finanzierungsform sollte diese Einrichtung weiter entwickelt werden?
3. Wie beurteilt die Bundesregierung die Forderung, die verschiedenen Schulsportwettbewerbe und ähnliche Veranstaltungen (z. B. Bundesjugendspiele, Jugend trainiert für Olympia, Landesschulsport-Wettbewerbe) organisatorisch, zeitlich und inhaltlich wirkungsvoller als bisher aufeinander abzustimmen?
IV. Sport in den Hochschulen und Fachhochschulen
1. Welche Auswirkungen hat die Festschreibung des Sports im Hochschulrahmengesetz des Bundes als „Aufgabe der Hochschulen", und inwieweit sind die Bundesländer in ihren Hochschulgesetzen dieser Rahmengesetzgebung des Bundes gefolgt?
2. Hält die Bundesregierung die gegenwärtige Organisationsform des Hochschulsports für geeignet, um die Durchführung des Sports für alle Hochschulangehörigen und Bediensteten als eine eigenständige Aufgabe sicherzustellen, und durch welche Maßnahmen könnte die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der Hochschulen intensiviert werden?
3. Wie beurteilt die Bundesregierung das verstärkte Interesse der Hochschulangehörigen am Sport, und wie ist nach ihrer Auffassung die Öffnung der Hochschulsporteinrichtungen auf für andere als universitäre und schulische Bevölkerungsgruppen (z. B. Sportvereine) zu erreichen?
4. Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung dem studentischen Wettkampf- und Leistungssport bei, und in welchem Umfang fördert die Bundesregierung internationale Sportbegegnungen im studentischen Bereich (z. B. Universiaden)?
V. Sportstättenbau in den Schulen, Hochschulen, Fachhochschulen
1. Welche Auswirkungen hat nach den Erkenntnissen der Bundesregierung die bisherige Förderung des Sportstättenbaues von Bund und Ländern gehabt, und in welchem finanziellen Umfang hat sich der Bund bisher daran beteiligt?
2. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß der bisher vorwiegend am Bedarf des Schulsports orientierte Sportstättenbau in Zukunft stärker an den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen — insbesondere der Sportvereine — auszurichten ist?
VI. Sport im Bildungsgesamtplan, in den Weiterbildungsgesetzen der Bundesländer und im Jugendhilfegesetz
1. Welche Auswirkungen hat nach den Erkenntnissen der Bundesregierung bisher die Einbeziehung des Sports in den Bildungsgesamtplan gebracht und setzt sich die Bundesregierung dafür ein, daß auch bei der Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Sport angemessen berücksichtigt wird?
2. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Folgerungen vor, die sich für den Sport durch die Einbeziehung in die Weiterbildungsgesetze in verschiedenen Bundesländern ergeben haben?
3. Wird die Bundesregierung dafür eintreten, daß in einem Jugendhilfegesetz die sportliche und sportpolitische Jugendarbeit gleichrangig wie andere wesentliche Bereiche anerkannt und gefördert wird?
Fragen16
Wie beurteilt die Bundesregierung die Entwicklung des Sports in den verschiedenen Bildungsbereichen und den Schulformen seit der Verabschiedung des „Aktionsprogramms Schulsport" im Jahre 1972 und welche Zielsetzungen strebt sie bei der Fortschreibung dieses Programms an?
In welchem Umfang konnten durch das „Aktionsprogramm Schulsport" die Mängel im Sportunterricht in den Grund-, Sonder-, Haupt- und besonders in den beruflichen Schulen verringert werden?
Wie schätzt die Bundesregierung die Kritik aus dem Sportlehrerbereich ein, die eine Zunahme von reglementierenden pädagogisch-didaktischen Vorschriften beanstandet, und was beabsichtigt sie dazu zu veranlassen?
Hält es die Bundesregierung für erforderlich, daß bei der Sportlehrerausbildung mehr als bisher eine spätere Tätigkeit in sozialen Bereichen des Sports berücksichtigt wird?
Wie beurteilt die Bundesregierung die schul- und jugendpolitische Bedeutung der Bundesjugendspiele, und welche Ergebnisse haben die in den letzten Jahren vollzogenen inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen gebracht?
Wie beurteilt die Bundesregierung den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" und mit welchen Zielen, in welcher Organisations- und Finanzierungsform sollte diese Einrichtung weiter entwickelt werden?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Forderung, die verschiedenen Schulsportwettbewerbe und ähnliche Veranstaltungen (z. B. Bundesjugendspiele, Jugend trainiert für Olympia, Landesschulsport-Wettbewerbe) organisatorisch, zeitlich und inhaltlich wirkungsvoller als bisher aufeinander abzustimmen?
Welche Auswirkungen hat die Festschreibung des Sports im Hochschulrahmengesetz des Bundes als „Aufgabe der Hochschulen", und inwieweit sind die Bundesländer in ihren Hochschulgesetzen dieser Rahmengesetzgebung des Bundes gefolgt?
Hält die Bundesregierung die gegenwärtige Organisationsform des Hochschulsports für geeignet, um die Durchführung des Sports für alle Hochschulangehörigen und Bediensteten als eine eigenständige Aufgabe sicherzustellen, und durch welche Maßnahmen könnte die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der Hochschulen intensiviert werden?
Wie beurteilt die Bundesregierung das verstärkte Interesse der Hochschulangehörigen am Sport, und wie ist nach ihrer Auffassung die Öffnung der Hochschulsporteinrichtungen auf für andere als universitäre und schulische Bevölkerungsgruppen (z. B. Sportvereine) zu erreichen?
Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung dem studentischen Wettkampf- und Leistungssport bei, und in welchem Umfang fördert die Bundesregierung internationale Sportbegegnungen im studentischen Bereich (z. B. Universiaden)?
Welche Auswirkungen hat nach den Erkenntnissen der Bundesregierung die bisherige Förderung des Sportstättenbaues von Bund und Ländern gehabt, und in welchem finanziellen Umfang hat sich der Bund bisher daran beteiligt?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß der bisher vorwiegend am Bedarf des Schulsports orientierte Sportstättenbau in Zukunft stärker an den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen — insbesondere der Sportvereine — auszurichten ist?
Welche Auswirkungen hat nach den Erkenntnissen der Bundesregierung bisher die Einbeziehung des Sports in den Bildungsgesamtplan gebracht und setzt sich die Bundesregierung dafür ein, daß auch bei der Fortschreibung des Bildungsgesamtplans der Sport angemessen berücksichtigt wird?
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Folgerungen vor, die sich für den Sport durch die Einbeziehung in die Weiterbildungsgesetze in verschiedenen Bundesländern ergeben haben?
Wird die Bundesregierung dafür eintreten, daß in einem Jugendhilfegesetz die sportliche und sportpolitische Jugendarbeit gleichrangig wie andere wesentliche Bereiche anerkannt und gefördert wird?