Auskünfte der Sowjetunion zur Raketenrüstung
der Abgeordneten Dr. Marx, Würzbach, Weiskirch (Olpe), Biehle, Löher, Ganz (St. Wendel), Frau Krone-Appuhn, Frau Geier, Dr.-Ing. Oldenstädt, Dallmeyer, Francke (Hamburg), Lowack, Wimmer (Neuss), Sauter (Epfendorf) und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Nach seinem jüngsten Aufenthalt in Moskau hat der Bundestagsabgeordnete Willy Brandt wiederholt öffentlich darauf hingewiesen, daß er im Zusammenhang mit Raketenrüstungsproblemen noch auf Spezialauskünfte warte, die er bei verschiedenen sowjetischen Dienststellen angefordert habe und die er der Bundesregierung unverzüglich zur Verfügung stellen wolle.
Das SPD-Präsidiumsmitglied, Erhard Eppler, hat mitgeteilt, er habe während seiner jüngsten Gespräche in Moskau den Eindruck gewonnen, die Sowjetunion wolle von sich aus verstärkt über ihre eurostrategischen Raketen informieren, und er selbst habe bereits einige bisher unbekannte Tatsachen aus diesem Bereich erfahren.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen3
Sind derartige Auskünfte eingegangen?
Wenn nicht, wann ist mit einer solchen sowjetischen Spezialunterrichtung der Bundesregierung zu rechnen?
Warum werden diese Sondererkenntnisse, die zur Beurteilung von Ausmaß und Bedeutung der sowjetischen Rüstung möglicherweise beitragen können, der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt?