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Kleine AnfrageWahlperiode 9Beantwortet

Förderung der sozialen Aufgaben des Sports (G-SIG: 09000926)

Verbesserung der Rechtsgrundlagen zur Förderung des Behindertensports, Auswirkungen des Internationalen Jahres der Behinderten, Förderung leistungssportlicher Betätigung Behinderter, Förderung der Behindertensportverbände, Tätigkeit von Zivildienstleistenden in den sozialen Bereichen des Sports

Fraktion

FDP, SPD

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Datum

04.12.1981

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 9/105517.11.81

Förderung der Sozialen Aufgaben des Sports

der Abgeordneten Amling, Brandt (Grolsheim), Biermann, Büchner (Speyer), Egert, Glombig, Hauck, Jaunich, Klein (Dieburg), Lambinus, Dr. Müller-Emmert, Dr. Nöbel, Pensky, Rappe (Hildesheim), Frau Renger, Schirmer, Frau Steinhauer, Wrede, Würtz, Mischnick, Frau Fromm, Kleinert, Schmidt (Kempten), Frau Dr. Adam-Schwaetzer, Dr. Hirsch, Hölscher, Dr. Wendig, Wolfgramm (Göttingen) und der Fraktionen der SPD und FDP

Vorbemerkung

Der Sport hat besonders bei den gesellschaftlich benachteiligten Gruppen eine immer größere Bedeutung erhalten.

Sport kann als wirksamer Beitrag zur Lebenshilfe dienen. Vor allem für die behinderten Mitbürger ist eine „sportliche Partnerschaft" bedeutsam.

Bei der künftigen Sportförderung durch Bund, Länder und Gemeinden sowie bei der Arbeit der Sport-, Jugend- und Sozialorganisationen müssen die Bedürfnisse der „sozialen Aufgaben des Sports" noch stärker als bisher berücksichtigt werden.

Dabei sind die im Internationalen Jahr der Behinderten 1981 gewonnenen Erkenntnisse dauerhaft zu verwerten.

Dies betrifft auch den Einsatz der Förderungsmittel in Bund, Ländern und Gemeinden und in den gesellschaftlichen Organisationen der Bundesrepublik Deutschland.

Wir fragen die Bundesregierung:

I. Verbesserung der Rechtsgrundlagen zur Förderung

1. Welche Verbesserungen der Rechtsgrundlagen wurden in den letzten Jahren für die Förderung der sozialen Aufgaben des Sports — insbesondere des Behindertensports — auf Bundesebene erreicht?

2. Welche weiteren Verbesserungen der Förderungsbedingungen sind nach Ansicht der Bundesregierung erforderlich, damit alle Behinderten — Kriegsbeschädigte und Zivilbehinderte — im gleichen Maß und im notwendigen Umfang und ohne Altersbeschränkungen am Behindertensport teilnehmen können, und wird die Bundesregierung ggf. dafür Sorge tragen, daß sich der damit verbundene bürokratische Aufwand in vertretbaren Grenzen hält?

II. Auswirkungen des Internationalen Jahres der Behinderten

1. Welchen Empfehlungen der Nationalen Kommission für das Internationale Jahr der Behinderten kommt nach Auffassung der Bundesregierung für die Weiterentwicklung des Behindertensports besondere Bedeutung zu?

2. Welche Schritte sind nach Auffassung der Bundesregierung zur Umsetzung dieser Empfehlungen in Bund, Ländern, Gemeinden, bei Rehabilitationsträgern sowie in Sport-, Jugend- und sozialen Organisationen notwendig?

III. Förderung des Leistungssports

1. Auf welche Weise wird die leistungssportliche Betätigung Behinderter gegenwärtig gefördert, und welche Maßnahmen sind nach Auffassung der Bundesregierung in Zukunft erforderlich, um den Leistungssport Behinderter weiter zu verbessern?

2. In welcher Weise ist sichergestellt, daß auch die behinderten Leistungssportler an der Förderung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe beteiligt werden?

3. Wie beurteilt die Bundesregierung die Entwicklung des Behindertensports nach den Olympischen Spielen 1980 der Behinderten in Geilo (Norwegen) und Arnheim (Niederlande), den 14. Gehörlosen-Weltspielen 1981 in Köln und den 2. Europaspielen der Blinden 1981 in Fulda?

IV. Förderung der Behinderten-Sportverbände

1. Wie ist nach Einschätzung der Bundesregierung die personelle Situation z. B. speziell ausgebildete Verwaltungs-Fachkräfte, Gehörlosen-Dolmetscher — der Behindertensportverbände auf Bundes- und Landesebene, und welche Verbesserungen hält die Bundesregierung für notwendig und möglich?

2. Wie beurteilt die Bundesregierung die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten von Übungsleitern, Trainern, Sportlehrern sowie Ärzten für eine Tätigkeit im Bereich des Behindertensports? Besteht ein weiterer Bedarf an ausgebildetem Fachpersonal? Welche Maßnahmen hält die Bundesregierung zur Deckung dieses Bedarfs für erforderlich?

3. Welche Formen der „sportlichen Partnerschaft" von behinderten und nichtbehinderten Mitbürgern in Sportgruppen und Vereinen hält die Bundesregierung — auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen — für besonders wirkungsvoll? Welche Erfahrungen liegen insbesondere hinsichtlich der Integration von psychisch Behinderten im Vereinssport vor?

4. Ist der Bundesregierung bekannt, wie der Behindertensport in den einzelnen Bundesländern gefördert wird?

V. Tätigkeit von Zivildienstleistenden in den sozialen Bereichen des Sports

1. Wie beurteilt die Bundesregierung die bisherige Tätigkeit von Zivildienstleistenden in den sozialen Bereichen des Sports?

2. In welcher Weise beabsichtigt die Bundesregierung die Tätigkeit von Zivildienstleistenden in diesen speziellen Bereichen des Sports auch künftig sicherzustellen?

3. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß sportfachlich vorgebildete Zivildienstleistende vor allem im Kinder- und Jugendbereich, aber auch bei behinderten und älteren Mitbürgern gemeinnützige und sozial wichtige Arbeit verrichten können, und in welcher Zahl und mit welchen Aufgaben sollen nach den Vorstellungen der Bundesregierung in Zukunft Zivildienstleistende in den sozialen Bereich des Sports eingesetzt werden?

Fragen14

1

Welche Verbesserungen der Rechtsgrundlagen wurden in den letzten Jahren für die Förderung der sozialen Aufgaben des Sports — insbesondere des Behindertensports — auf Bundesebene erreicht?

2

Welche weiteren Verbesserungen der Förderungsbedingungen sind nach Ansicht der Bundesregierung erforderlich, damit alle Behinderten — Kriegsbeschädigte und Zivilbehinderte — im gleichen Maß und im notwendigen Umfang und ohne Altersbeschränkungen am Behindertensport teilnehmen können, und wird die Bundesregierung ggf. dafür Sorge tragen, daß sich der damit verbundene bürokratische Aufwand in vertretbaren Grenzen hält?

1

Welchen Empfehlungen der Nationalen Kommission für das Internationale Jahr der Behinderten kommt nach Auffassung der Bundesregierung für die Weiterentwicklung des Behindertensports besondere Bedeutung zu?

2

Welche Schritte sind nach Auffassung der Bundesregierung zur Umsetzung dieser Empfehlungen in Bund, Ländern, Gemeinden, bei Rehabilitationsträgern sowie in Sport-, Jugend- und sozialen Organisationen notwendig?

1

Auf welche Weise wird die leistungssportliche Betätigung Behinderter gegenwärtig gefördert, und welche Maßnahmen sind nach Auffassung der Bundesregierung in Zukunft erforderlich, um den Leistungssport Behinderter weiter zu verbessern?

2

In welcher Weise ist sichergestellt, daß auch die behinderten Leistungssportler an der Förderung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe beteiligt werden?

3

Wie beurteilt die Bundesregierung die Entwicklung des Behindertensports nach den Olympischen Spielen 1980 der Behinderten in Geilo (Norwegen) und Arnheim (Niederlande), den 14. Gehörlosen-Weltspielen 1981 in Köln und den 2. Europaspielen der Blinden 1981 in Fulda?

1

Wie ist nach Einschätzung der Bundesregierung die personelle Situation z. B. speziell ausgebildete Verwaltungs-Fachkräfte, Gehörlosen-Dolmetscher — der Behindertensportverbände auf Bundes- und Landesebene, und welche Verbesserungen hält die Bundesregierung für notwendig und möglich?

2

Wie beurteilt die Bundesregierung die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten von Übungsleitern, Trainern, Sportlehrern sowie Ärzten für eine Tätigkeit im Bereich des Behindertensports? Besteht ein weiterer Bedarf an ausgebildetem Fachpersonal? Welche Maßnahmen hält die Bundesregierung zur Deckung dieses Bedarfs für erforderlich?

3

Welche Formen der „sportlichen Partnerschaft" von behinderten und nichtbehinderten Mitbürgern in Sportgruppen und Vereinen hält die Bundesregierung — auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen — für besonders wirkungsvoll? Welche Erfahrungen liegen insbesondere hinsichtlich der Integration von psychisch Behinderten im Vereinssport vor?

4

Ist der Bundesregierung bekannt, wie der Behindertensport in den einzelnen Bundesländern gefördert wird?

1

Wie beurteilt die Bundesregierung die bisherige Tätigkeit von Zivildienstleistenden in den sozialen Bereichen des Sports?

2

In welcher Weise beabsichtigt die Bundesregierung die Tätigkeit von Zivildienstleistenden in diesen speziellen Bereichen des Sports auch künftig sicherzustellen?

3

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß sportfachlich vorgebildete Zivildienstleistende vor allem im Kinder- und Jugendbereich, aber auch bei behinderten und älteren Mitbürgern gemeinnützige und sozial wichtige Arbeit verrichten können, und in welcher Zahl und mit welchen Aufgaben sollen nach den Vorstellungen der Bundesregierung in Zukunft Zivildienstleistende in den sozialen Bereich des Sports eingesetzt werden?

Bonn, den 17. November 1981

Wehner und Fraktion Mischnick und Fraktion

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