Ergebnis der Sitzung des UNESCO-Sportkomitees
der Abgeordneten Dr. Jentsch (Wiesbaden), Tillmann, Dr. Evers, Dr. Schäuble, Kittelmann, Dr. Hüsch, Dr. Müller, Schwarz, Spilker, Stücklen und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Das von der UNESCO-Sportkonferenz im April 1976 in Paris und der 19. Gesamtkonferenz im Herbst 1976 in Nairobi eingesetzte „vorläufige zwischenstaatliche Komitee für Leibeserziehung und Sport" tagte unter Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland Anfang Juli 1977 in Paris. Da seine Beschlüsse von weittragender Bedeutung für den internationalen Sportverkehr sind und Auswirkungen auf die Zukunft der Olympischen Spiele haben können, fragen wir die Bundesregierung:
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Welche Ergebnisse hat die Tagung des Komitees im einzelnen erbracht?
Wie beurteilt die Bundesregierung diese Ergebnisse im Hinblick auf die internationalen Sportbeziehungen und die Zukunft der Olympischen Spiele?
Sieht die Bundesregierung Tendenzen innerhalb der Länder der Dritten Welt und des Ostblocks, die internationalen Sportbeziehungen der Verantwortung der freien Sportverbände zu entziehen und in staatliche Hand zu überführen?
Ist die Bundesregierung in der Beurteilung der beiden vorgenannten Punkte mit den anderen europäischen Regierungen, insbesondere innerhalb der EG einig, oder gibt es hier und gegebenenfalls welche Meinungsverschiedenheiten?
Wird die Bundesregierung im Zusammenwirken mit DSB und NOK ihren Einfluß international geltend machen, um eine Verstaatlichung der internationalen Sportbeziehungen zu verhindern und darauf hinzuwirken, daß die Verantwortung der freien Verbände im bestehenden Umfang bleibt, und welche Chancen räumt sie solchen Bemühungen ein?