Forschung und Entwicklung zur Humanisierung des Arbeitslebens im deutschen Steinkohlebergbau und in der metallverarbeitenden Industrie
der Abgeordneten Grunenberg, Daubertshäuser, Frau Erler, Scheffler, Dr. Steger, Stockleben, Ueberhorst, Wendt, Wolfram (Recklinghausen), Dr. Jens, Dr.-Ing. Laermann, Frau Schuchardt, Schäfer (Mainz), Zywietz, Dr. Haussmann, Angermeyer und der Fraktionen der SPD, FDP
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Begründung
Für die Fortführung des Programms zur Humanisierung des Arbeitslebens haben sich aus objektiven Entwicklungen eine Reihe besonderer Probleme ergeben. Die Zahl der Todesfälle und die Häufigkeit von berufsbedingten Krankheiten im deutschen Steinkohlebergbau sind höher als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Das F+E-Programm zur Humanisierung des Arbeitslebens muß dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen jetzt und unter künftigen, schwierigeren Umständen zu verbessern.
In den Tarifverhandlungen im Metallbereich Nord-Württemberg/Nord-Baden haben Vereinbarungen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Kündigungen bei Rationalisierungsmaßnahmen eine wichtige Rolle gespielt. Im Programm „Humanisierung des Arbeitslebens" werden mit einer Reihe von Gewerkschaften und Verbänden Projekte in verschiedenen Firmen der gleichen Branche zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit geplant und durchgeführt, z. R. im Bereich der Bekleidungsindustrie und im Bereich des holzverarbeitenden Handwerks. Damit leistet das Programm „Humanisierung des Arbeitslebens" einen Beitrag zur Verbesserung des Sozialklimas.
Fragen4
Wie beurteilt die Bundesregierung die künftige Entwicklung der Arbeitsbedingungen im deutschen Steinkohlebergbau?
Welche Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen hat die Bundesregierung zusammen mit den Bergbauländern und dem Bergbau selbst ergriffen, um die Arbeitsbedingungen im deutschen Steinkohlebergbau zu verbessern?
Wie beurteilt die Bundesregierung Möglichkeit und Notwendigkeit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der metallverarbeitenden Industrie durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens?
Welche Folgerungen zieht die Bundesregierung aus der Lage am Arbeitsmarkt, der geänderten wirtschaftlichen Situation und der Interessenlage der Tarifvertragsparteien für das Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens?