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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Sommerzeit ab 1980 (G-SIG: 00002449)

Gespräche mit der DDR zur Übernahme der Sommerzeit ab 1980, Einführung der Sommerzeit in Österreich und der Schweiz bei positiver Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland, Energieeinsparung bei Einführung der Sommerzeit, Benachteiligungen bei Nichteinführung

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

25.10.1979

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/318519.09.79

Sommerzeit ab 1980

der Abgeordneten Dr. Stercken, Dr. Müller-Hermann, Dr. Köhler (Duisburg), Müller (Remscheid), Dr. Hammans, von der Heydt Freiherr von Massenbach, Prangenberg, Dr. Mikat, Hasinger, Dr. van Aerssen, Dr. Arnold, Krey, Braun, Frau Dr. Wilms, Dr. Waffenschmidt, Dr. Hüsch, Dr. Möller, Broll, Schwarz, Niegel, Frau Dr. Wex, Regenspurger, Hartmann, Dr. Czaja und Genossen

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Ist die Bundesregierung bereit, im Jahr 1980 in Anpassung an die westlichen Nachbarn der Bundesrepublik Deutschland auch in der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage des Zeitgesetzes die Sommerzeit einzuführen?

2

Ist die Bundesregierung bereit, unverzüglich mit der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik Gespräche mit dem Ziel aufzunehmen, auch die Deutsche Demokratische Republik zu einer Übernahme der Sommerzeit ab 1980 zu bewegen?

3

Ist der Bundesregierung bekannt, daß sich auch die Regierungen Österreichs und der Schweiz bereitfinden würden, die Sommerzeit einzuführen, sofern die Bundesrepublik Deutschland sich auch in diesem Sinne entscheiden würde?

4

Sind der Bundesregierung die Erkenntnisse und Verlautbarungen der west- und südeuropäischen Regierungen bekannt, die sich auf Erfahrungen beim Energieverbrauch beziehen und aus denen hervorgeht, daß teilweise eine erhebliche Einsparung an Energie erreicht werden konnte?

5

Wie bewertet die Bundesregierung die Möglichkeit, durch eine Einführung der Sommerzeit im Jahr 1980 auch ihrerseits Energie in der Bundesrepublik Deutschland einsparen zu können?

6

Liegen hierzu schon Erkenntnisse und Prognosen vor, welche Energieeinsparung in der Bundesrepublik Deutschland erzielt werden könnte?

7

Hat die Bundesregierung bereits mit Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder mit der EG die Frage erörtert, welche Benachteiligungen sich durch die Nichteinführung der Sommerzeit in den vergangenen Jahren ergeben haben?

8

Hat die Bundesregierung nach einer möglichen Übereinkunft mit der DDR noch weitere Gründe dafür, das einzige Land der Europäischen Gemeinschaft zu bleiben, in dem die Sommerzeit nicht eingeführt wird?

9

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß eine Einführung der Sommerzeit durch die DDR als ein Beitrag zu mehr Gemeinsamkeiten im Sinne der KSZE-Schlußakte gewertet werden kann?

Bonn, den 19. September 1979

Dr. Stercken Dr. Müller-Hermann Dr. Köhler (Duisburg) Müller (Remscheid) Dr. Hammans von der Heydt Freiherr von Massenbach Prangenberg Dr. Mikat Hasinger Dr. van Aerssen Dr. Arnold Krey Braun Frau Dr. Wilms Dr. Waffenschmidt Dr. Hüsch Dr. Möller Broll Schwarz Niegel Frau Dr. Wex Regenspurger Hartmann Dr. Czaja Hauser (Bonn-Bad Godesberg) Kunz (Berlin) Dr. Narjes Dr. Schröder (Düsseldorf) Schröder (Lüneburg) Dr. Sprung

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