Energie und Atmosphäre
der Abgeordneten Dürr, Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Spitzmüller und Genossen
Vorbemerkung
Nach Meinung bekannter Wissenschaftler soll die zunehmende Belastung der Atmosphäre durch Kohlendioxyd (CO 2) in etwa 70 Jahren zu einem durchschnittlichen Temperaturanstieg der unteren Atmosphäre um mehrere Grad Celsius führen.
Einerseits nimmt der CO 2-Anteil durch die Verwendung fossiler Brennstoffe und auch die Holzverbrennung ständig zu, andererseits wird das freiwerdende CO 2 auf Grund der Abnahme der Waldflächen in vielen Teilen der Welt und der zunehmenden Verschmutzung der Meere weniger absorbiert. Außerdem könnten Treib- und Spurengase einen weiteren Temperaturanstieg verursachen.
Die Folge wäre eine Verschiebung der Klimazonen mit Konsequenzen für die Welternährungslage und den Wasserhaushalt.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Welche Untersuchungen über die Belastung der Atmosphäre durch Kohlendioxyd (CO 2) wurden eingeleitet, und gibt es bereits Ergebnisse, die im politischen Entscheidungsprozeß berücksichtigt werden müssen?
Lassen Beratungen in internationalen Gremien berücksichtigungswerte Ergebnisse erwarten?
Wurden diese Überlegungen bereits bei der zweiten Fortschreibung des Energieprogramms berücksichtigt, oder wie werden sie bei künftigen Fortschreibungen berücksichtigt werden?
Können die Gefahren des Einsatzes verschiedener Energierohstoffe untereinander abgewogen und dem Bundestag entsprechende Ergebnisse zur Kenntnis gebracht werden?