Streckensperrungen zwischen Landshut und München
der Abgeordneten Andreas Wagner, Dr. Gesine Lötzsch, Simone Barrientos, Lorenz Gösta Beutin, Heidrun Bluhm, Jörg Cezanne, Nicole Gohlke, Kerstin Kassner, Caren Lay, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Victor Perli, Ingrid Remmers, Eva-Maria Elisabeth Schreiber, Dr. Kirsten Tackmann, Harald Weinberg, Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Die beabsichtigten Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Landshut und dem Hauptbahnhof München im Sommer 2018 werden massive Auswirkungen auf die Pendlerverkehre aus der Oberpfalz und Niederbayern haben (vgl. Antwort des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr auf eine Schriftliche Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl vom 5. Oktober 2017).
In der Antwort der Bayerischen Landesregierung auf eine Schriftliche Anfrage des bayrischen Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl vom 8. Januar 2018 ist nach Auffassung der Fragesteller ersichtlich, dass die Planungen der DB Netz AG zum Schienenersatzverkehr und zur Fahrgastinformation bei weitem noch nicht ausgereift sind.
Viele Pendlerinnen und Pendler sind aber gezwungen, sich frühzeitig auf eine Streckenschließung vorzubereiten. Dazu sind Angaben über die einzuplanenden Fahrzeitverlängerungen, die angefahrenen Zwischenstationen des Schienenersatzverkehres etc. dringend notwendig.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen16
Verfügt die DB Netz AG inzwischen über ein ausgearbeitetes Ersatzkonzept für den Schienenersatzverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt zwischen München-Feldmoching – Freising?
Wenn nein, warum nicht?
Welche Fahrgastzahlen legt die DB Netz AG bei ihren Planungen des Ersatzverkehres zu den jeweiligen Tageszeiten zu Grunde?
In welcher Taktung und mit welcher Sitzkapazität wird der Schienenersatzverkehr München-Feldmoching – Freising und die Ersatz-S-Bahn Hauptbahnhof München – Flughafen München eingesetzt?
Welche Maßnahmen bei Taktung und Sitzkapazitäten wurden für hohe Verkehrsaufkommen z. B. Stoßzeiten des Pendlerverkehres eingeplant?
Sind in dem Ersatzkonzept Maßnahmen vorgesehen, um die geplanten zusätzlichen Fahrzeiten zwischen München-Feldmoching – Freising durch z. B. Eingriffe in die Verkehrsleitung oder Vorrangverkehr für den Schienenersatzverkehr einzugrenzen?
Mit welchen Ergebnissen sind die Planungen der Baumaßnahmen und des Ersatzkonzeptes auf den Abschnitten Neufahrn bei Freising, Landshut und bei Moosach abgeschlossen?
Mit welchen Behinderungen des Bahnverkehres ist nach jetzigen Kenntnissen auf den Abschnitten Neufahrn bei Freising – Landshut und bei Moosach zu rechnen?
Auf welche Anschlüsse in welchen Bahnhöfen sind die Ersatzpläne der betroffenen Strecken München-Feldmoching – Freising, Neufahrn bei Freising – Landshut und bei Moosach bezüglich der Ersatzverkehre abgestimmt?
Sind in der Ersatzplanung neben dem Schienenersatzverkehr, der jeden bisherigen Haltepunkt abfährt, auch direkte Schnellverbindungen z. B. von Freising zum Hauptbahnhof München geplant?
Wenn ja, in welcher Taktung?
Wann werden die Erzsatzfahrpläne veröffentlicht?
Auf welchen Wegen werden die Fahrgäste über die Bauarbeiten und die Ersatzfahrpläne informiert?
In welche elektronischen Fahrplanmedien der Deutschen Bahn AG werden die Zugausfälle und der Ersatzfahrplan auf welche Weise eingearbeitet?
Werden die Fahrpläne der Ersatzbusse bzw. der Ersatz-S-Bahn in die elektronischen Fahrplanauskünfte in Echtzeit eingespeist?
Plant die DB Netz AG den Einsatz von Reisendenlenker an den betroffenen Bahnhöfen?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung das Risiko einer Verlängerung der Bauarbeiten an den unterschiedlichen Baustellen aufgrund welcher Unwägbarkeiten ein?
Welche Entschädigung für welche Nutzergruppe plant die Deutsche Bahn AG bei Nichteinhaltung der Ersatzpläne?