Ungenutztes Fachkräftepotential für die Herausforderungen der Digitalisierung
der Abgeordneten Uwe Witt, Martin Sichert, Jörg Schneider und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Einem Artikel des Finanzredakteurs Daniel Eckert der Tageszeitung „Die Welt“ vom 7. Mai 2018 zufolge fehlen uns in den kommenden Jahren fast 5 Millionen Fachkräfte. Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeit trage dazu dramatisch bei. Neben Absolventen von Gymnasien brauche es auch eine Vielzahl gut ausgebildeter Mitarbeiter ohne derartigen Bildungsabschluss. Da die Digitalisierung nicht mit einem in der Zukunft liegenden Termin beginnt, sondern vielmehr ein bereits laufender, sich dynamisch entwickelnder Prozess ist, ergeben sich bereits heute Fragen zur Umsetzung. Deutschland steht somit ebenso wie andere moderne Industriegesellschaften vor der Frage, wie eine Bevölkerung mit überwiegend „analoger“ Qualifikation fortgebildet werden kann, um einer wohl steigenden Nachfrage an Spezialisten gerecht werden zu können (www.gruenderszene.de/karriere/studie-fachkraefte?interstitial).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über langzeitarbeitslose Personen vor, die über IT-Kenntnisse verfügen (bitte nach Grundkenntnissen, Ausbildungskenntnissen und Berufserfahrung aufgliedern)?
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über Personen vor, die über eine klassische IT-Ausbildung (Lehre, schulische Aus- und Weiterbildung, Studium) verfügen, aber entweder berufsfremd tätig sind oder gar keiner Tätigkeit, z. B. wegen der Erziehung der Kinder, nachgehen?
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über Personaleinsparpotentiale durch die Digitalisierung in vom Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel betroffenen Berufsfeldern vor, und mit welchen Maßnahmen sollen diese Potentiale möglichst schnell genutzt werden?
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über Personaleinsparpotentiale durch Digitalisierung speziell im Bereich von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern vor?
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über die Maßnahmen mittelständischer Unternehmen zu Weiterbildungsmaßnahmen in Vorbereitung des eigenen Personals auf die Herausforderungen der Digitalisierung vor?