Aktuelle Daten und Entwicklungen in der Alten- und Krankenpflege
der Abgeordneten René Springer, Martin Sichert, Jörg Schneider und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Im März 2018 waren in der Altenpflege fast 15 000 Fachkraft- und 8 500 Hilfskraftstellen unbesetzt. Hinzu kamen in der Krankenpflege fast 11 000 offene Fachkraft- und knapp 1 500 Hilfskraftstellen. Insgesamt waren damit knapp 36 000 Stellen nicht besetzt. Die meisten offenen Stellen gab es mit 7 800 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (5 000), Baden-Württemberg und Niedersachsen (circa 4 000). Wie schwer es Kliniken und Heime haben, Personal zu finden, zeigt sich im Verhältnis von unbesetzten Stellen und arbeitslosen Pflegern. Hier sind die ländlichen Regionen besonders dramatisch betroffen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht: Die Zahl der Auszubildenden geht in der Krankenpflege sogar in einigen Bundesländern wie Niedersachsen oder Thüringen zurück. Die insgesamt leicht steigende Zahl der Pflege-Azubis wird dem wachsenden Bedarf aber nicht gerecht (vgl. https://bit.ly/2DulaAe).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen12
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen sowie die Anzahl der Arbeitslosen und Arbeitssuchenden in der Altenpflege hinsichtlich des Anforderungsniveaus a) Helfer, b) Fachkraft, c) Spezialist sowie d) Experte in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten, nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit Deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in der Altenpflege hinsichtlich des Qualifikationsniveaus a) Helfer, b) Fachkraft, c) Spezialist sowie d) Experte in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten, nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit Deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Arbeitskräftebedarf in der Altenpflege in den Jahren 2020, 2025, 2030, 2035, 2040 und 2050 ein, und auf welche Studien oder Analysen beruft sich die Bundesregierung dabei?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Verhältnis von arbeitslosen und arbeitssuchenden Helfern, Fachkräften, Spezialisten und Experten in der Altenpflege zu den gemeldeten offenen Stellen in der Altenpflege in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten ausweisen)?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Arbeitslosenquote in der Altenpflege (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten ausweisen)?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der gemeldeten Stellen sowie die Anzahl der Arbeitslosen und Arbeitssuchenden in der Krankenpflege hinsichtlich des Qualifikationsniveaus a) Helfer, b) Fachkraft, c) Spezialist sowie d) Experte in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten, nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit Deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in der Krankenpflege hinsichtlich des Qualifikationsniveaus a) Helfer, b) Fachkraft, c) Spezialist sowie d) Experte in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten, nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit Deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Bedarf in der Krankenpflege in den Jahren 2020, 2025, 2030, 2035, 2040 und 2050 ein, und auf welche Studien oder Analysen beruft sich die Bundesregierung dabei?
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Verhältnis von arbeitslosen und arbeitssuchenden Helfern, Fachkräften, Spezialisten und Experten in der Krankenpflege zu den gemeldeten offenen Stellen in der Krankenpflege in den Jahren 2010 bis 2018 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten ausweisen)?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Arbeitslosenquote in der Krankenpflege (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern, nach Ländern, nach Kreisen und nach kreisfreien Städten ausweisen)?
Für welche Regionen liegen nach Kenntnis der Bundesregierung regionale Studien bzw. Analysen von anderen Organisationen (z. B. von Krankenkassen) hinsichtlich des Fachkräftebedarfs in der Alten- und Krankenpflege vor (bitte die Studien bzw. Analysen benennen und einzeln ausweisen)?
Welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung in Bezug auf eine systematische, alle Regionen abdeckende Analyse des Fachkräftebedarfs in der Alten- und Krankenpflege, und wer ist ihrer Ansicht nach dafür ggf. zuständig?