BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Einschränkung von CBD durch Novel Food Verordnung und Auswirkungen auf deutsche Unternehmen

(insgesamt 10 Einzelfragen)

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Datum

25.07.2019

Aktualisiert

26.07.2022

BT19/1151211.07.2019

Einschränkung von CBD durch Novel Food Verordnung und Auswirkungen auf deutsche Unternehmen

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Deutscher Bundestag Drucksache 19/11512 19. Wahlperiode 11.07.2019 Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Thomas Hacker, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Katja Hessel, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Thomas L. Kemmerich, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Dr. Martin Neumann, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Katja Suding, Stephan Thomae, Manfred Todtenhausen, Dr. Andrew Ullmann, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP Einschränkung von CBD durch Novel-Food-Verordnung und Auswirkungen auf deutsche Unternehmen Die Europäische Kommission hat im Januar 2019 entschieden, Lebensmittel und andere Produkte, die Cannabidiol (CBD) aus Hanf enthalten, unter die Novel- Food-Verordnung fallen zu lassen (www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/04_ AntragstellerUnternehmen/13_FAQs/FAQ_Cannabidiol/FAQ_Cannabidiol_node. html). Obwohl Produkte aus Hanf, die immer schon CBD enthielten, seit Jahrhunderten in Europa frei verkäuflich waren, entschied man, dass es sich bei dem Bestandteil CBD um ein „Novel Food“ (neuartiges Lebensmittel) handelt. Die Folgen sind Razzien von Betrieben, die CBD-haltige Produkte vertreiben (www.vice.com/de/article/kzmqav/40-polizisten-durchsuchen-einen-kiosk- cbdrazzien-in-bayern; www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/razzien-wegen- unerlaubter-abgabe-von-hanfprodukten-16136343.html; www.deutsche-apotheker- zeitung.de/news/artikel/2019/04/26/rossmann-und-dm-nehmen-cbd-oele-aus- demsortiment) und damit einhergehende wirtschaftliche Schäden für Unternehmen. Wir fragen die Bundesregierung: 1. Warum und in welchem Verfahren wurden die Einträge zu Cannabinoiden in der Novel-Food-Verordnung geändert? 2. Welche Position vertrat hierbei die Bundesregierung? 3. Aufgrund von welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgten die Veränderungen? 4. Inwieweit hat sich die Bundesregierung hierfür eingesetzt? 5. Welche Akteure haben von deutscher Seite mit welchen Interessen die Änderungen unterstützt bzw. nicht unterstützt? 6. Warum wurden keine Übergangsfristen für die mittelfristige Planung von Unternehmen vereinbart, um entsprechende wirtschaftliche Schäden zu vermeiden? 7. Inwieweit gelten ältere Stellungnahmen der Europäischen Kommission, in denen bestätigt wurde, dass es sich bei Lebensmitteln, die Teile der Hanfpflanze enthalten, nicht um neuartige Lebensmittel handelt (www.bvl.bund. de/DE/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/13_FAQs/FAQ_ Cannabidiol/FAQ_Cannabidiol_node.html;jsessionid=F6163B0815B4E 358656B8099377852CA.2_cid350#doc12220554bodyText4)? 8. Welche Maßnahmen werden aktuell unternommen, um die Rechtslage und die Bewertung der Bundesregierung innerhalb der Staatsanwaltschaften zu verbreiten? 9. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, ob weiteren Nahrungsmitteln, die bereits seit Langem in Verbreitung sind, eine Einstufung als Novel Food droht? 10. Plant die Bundesregierung ähnliche Maßnahmen wie Bulgarien (www.forbes. com/sites/javierhasse/2019/05/23/this-eu-country-has-apparently-become- thefirst-to-allow-free-sale-of-cbd/), um den Handel mit CBD in Deutschland zu schützen? Berlin, den 26. Juni 2019 Christian Lindner und Fraktion Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de ISSN 0722-8333]

Ähnliche Kleine Anfragen