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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Fahrradmitnahme im Fernverkehr der DB AG (G-SIG: 16010845)

Züge und Linien mit Fahrradmitnahmemöglichkeit, Anzahl der transportierten Fahrräder, Auswirkungen auf den Fremdenverkehr, Mitnahme im ICE im grenzüberschreitenden Personenverkehr <p> </p>

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Datum

01.08.2006

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/212730. 06. 2006

Fahrradmitnahme im Fernverkehr der Deutsche Bahn AG

der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Peter Hettlich, Cornelia Behm, Hans-Josef Fell, Ulrike Höfken, Bärbel Höhn, Sylvia Kotting-Uhl, Undine Kurth (Quedlinburg), Dr. Reinhard Loske und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Durch die Abschaffung des InterRegio und die zunehmende Umstellung von EC/IC-Linien auf ICE-Verkehre werden die Fahrradmitnahmemöglichkeiten im Fernverkehr der Deutsche Bahn AG immer weiter eingeschränkt. Angebote im Regionalverkehr sind kein hinreichender Ersatz, da diese häufig mit mehrmalem Umsteigen verbunden und damit insbesondere für Fahrradtouristen unattraktiv sind.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen15

1

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Züge und Wagenkilometer für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr seit der Bahnreform 1994 verändert?

2

Auf welchen Linien bzw. Strecken gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung im Fernverkehr keine oder nur noch vereinzelte Fahrradmitnahmemöglichkeiten?

3

Wie hat sich die Anzahl der transportierten Fahrräder im Fernverkehr seit der Bahnreform 1994 entwickelt?

4

Trifft es zu, dass die Deutsche Bahn AG (DB AG) in Verhandlungen signalisiert habe, dass sie bereit wäre, die ICEs mit Fahrradplätzen auszustatten, wenn der Bund der DB AG dafür 20 Mio. Euro bezahlt?

Wenn ja, wie begründet sich diese Forderung, und wie steht die Bundesregierung dazu?

Wenn nein, welche Forderungen hat die DB AG gestellt?

5

Welche Auswirkungen auf die Erreichbarkeit radtouristisch interessanter Ziele – insbesondere in Ostdeutschland – hat die Verringerung der Fahrradmitnahmemöglichkeiten im Fernverkehr der DB AG?

6

Welche Auswirkungen auf das Fremdenverkehrsgewerbe in radtouristisch interessanten Zielregionen hat die Verringerung der Fahrradmitnahmemöglichkeiten im Fernverkehr der DB AG?

7

Wie sieht das Zielnetz der DB AG im Hinblick auf Umwandlungen von EC/IC-Linien auf ICE-Linien in den nächsten Jahren aus?

8

Wie steht die Bundesregierung zu der Entscheidung der DB AG, beim Umbau des ICE 1 kein Mehrzweckabteil mit Fahrradstellplätzen zu berücksichtigen?

9

Wie bewertet die Bundesregierung den Umstand, dass Fahrradmitnahme im TGV bei der SNCF problemlos möglich ist und der Umbauaufwand pro Triebwagen für acht Fahrradplätze mit rund 6 000 Euro kalkuliert wurde?

10

Ist der Bundesregierung bekannt, wann die DB AG ein Nachfolgeprodukt für den EC/IC einführen wird, und ob dieses mit Fahrradmitnahmemöglichkeiten ausgestattet sein wird?

11

Welche Haltung wird die Bundesregierung zur Fahrradmitnahme im grenzüberschreitenden Personenverkehr im Rahmen der Verhandlungen des europäischen Verkehrsministerrats mit dem Europäischen Parlament zum Dritten Eisenbahnpaket einnehmen?

12

Welche Auswirkungen hätte ein europäischer Beschluss auf die Fahrradmitnahmeausstattung von ICE, z. B. der ICE-Linie Amsterdam–Frankfurt (Main)?

13

Welche Fahrradmitnahmemöglichkeiten sind für die ab 2007 in Betrieb gehende Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris–Ostfrankreich–Südwestdeutschland vorgesehen?

14

Sind Fahradmitnahmemöglichkeiten auf dieser Strecke sowohl im ICE als auch im TGV möglich?

15

Erwägt die Bundesregierung, die Fahrradmitnahme in allen Fernverkehrszügen gesetzlich festzuschreiben?

Wenn ja, wann?

Wenn nein, warum nicht?

Berlin, den 29. Juni 2006

Renate Künast, Fritz Kuhn und Fraktion

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