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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Öffentliche Auftragsvergabe ins In- und Ausland
(insgesamt 24 Einzelfragen mit zahlreichen Unterfragen)
Fraktion
AfD
Ressort
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Datum
30.08.2019
Aktualisiert
26.07.2022
BT19/1175118.07.2019
Öffentliche Auftragsvergabe ins In- und Ausland
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/11751
19. Wahlperiode 18.07.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten René Springer, Enrico Komning, Tino Chrupalla,
Ulrike Schielke-Ziesing, Martin Sichert, Jürgen Pohl und der Fraktion der AfD
Öffentliche Auftragsvergabe ins In- und Ausland
„Jährlich vergibt die öffentliche Hand Aufträge in Höhe eines dreistelligen
Milliardenbetrages an private Unternehmen. Die öffentliche Auftragsvergabe ist
damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Das Bundeswirtschaftsministerium
betreut das Vergaberecht federführend und prägt die Grundsätze und den
Rechtsrahmen für das öffentliche Auftragswesen in Deutschland“ (https://bit. ly/
2Lfntww).
Seit dem 1. Januar 2018 betragen die EU-Schwellenwerte 5 548 000 Euro für
Bauleistungen, 443 000 Euro für Liefer- und Dienstleistungsaufträge im Bereich
Trinkwasser, Energie, Verkehr sowie Verteidigung und Sicherheit, 144 000 Euro
für Liefer- und Dienstleistungsaufträge bei obersten und oberen Bundesbehörden
und 221 000 Euro für sonstige Liefer- und Dienstleistungsaufträge. Nur bei
Ausschreibungen die diese EU-Schwellenwerte überschreiten (sogenannter
Oberschwellenbereich), kann ein unterlegener Bieter oder Bewerber die Verletzung
von Verfahrensvorschriften im Rahmen eines Nachprüfungsverfahrens vor den
Vergabekammern und gegebenenfalls vor den Oberlandesgerichten geltend
machen. Die Aufträge im Oberschwellenbereich müssen standardisiert und
europaweit bekannt gemacht werden (www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/
vergabe-uebersicht-und-rechtsgrundlagen.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viel Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung real sowie nominal in den Jahren 2010 bis 2018 für
öffentliche Aufträge aufgewendet (bitte auch den jeweiligen EU-Durchschnitt
ausweisen)?
2. Wie viel Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung in den Jahren 2010 bis 2018 real sowie nominal für
öffentliche
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
aufgewendet (bitte auch den jeweiligen EU-Durchschnitt ausweisen)?
3. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 der Anteil sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen Aufträge, die
unterhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen
a) an Unternehmen mit Sitz im Inland und
b) an Unternehmen mit Sitz im Ausland
vergeben wurde?
4. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 der Anteil sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen Aufträge, die
oberhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen
a) an Unternehmen mit Sitz im Inland und
b) an Unternehmen mit Sitz im Ausland
vergeben wurde?
5. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
der einzelnen Bundesministerien (inklusive deren zugeordnete obersten und
oberen Bundesbehörden) entwickelt, die unterhalb des jeweils maßgeblichen
Schwellenwertes für europaweite Ausschreibungen liegen und an
Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden?
6. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
der einzelnen Bundesministerien (inklusive deren zugeordnete obersten und
oberen Bundesbehörden) entwickelt, die unterhalb des jeweils maßgeblichen
Schwellenwertes für europaweite Ausschreibungen liegen und an
Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden?
7. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
der einzelnen Bundesministerien (inklusive deren zugeordnete obersten und
oberen Bundesbehörden) entwickelt, die oberhalb des jeweils maßgeblichen
Schwellenwertes für europaweite Ausschreibungen liegen und an
Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden?
8. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
der einzelnen Bundesministerien (inklusive deren zugeordnete obersten und
oberen Bundesbehörden) entwickelt, die oberhalb des jeweils maßgeblichen
Schwellenwertes für europaweite Ausschreibungen liegen und an
Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden?
9. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen des vom Bundesministerium
des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie dessen zu- bzw. nachgeordnete
Bundesbehörden ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
unterhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden (bitte
die Anzahl und das Auftragsvolumen getrennt nach einzelnen
Bundesländern ausweisen, in denen die Leistung bzw. Investition bzw. Dienstleistung
erbracht wurde)?
10. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen des vom Bundesministerium
des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie dessen zu- bzw. nachgeordnete
Bundesbehörden ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
unterhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden
(bitte die Anzahl und das Auftragsvolumen getrennt nach einzelnen
Bundesländern ausweisen, in denen die Leistung bzw. Investition bzw.
Dienstleistung erbracht wurde)?
11. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen des vom Bundesministerium
des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie dessen zu- bzw. nachgeordnete
Bundesbehörden ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
oberhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden (bitte
die Anzahl und das Auftragsvolumen getrennt nach einzelnen
Bundesländern ausweisen, in denen die Leistung bzw. Investition bzw. Dienstleistung
erbracht wurde)?
12. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 die Anzahl sowie das Auftragsvolumen des vom Bundesministerium
des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie dessen zu- bzw. nachgeordnete
Bundesbehörden ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
oberhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden
(bitte die Anzahl und das Auftragsvolumen getrennt nach einzelnen
Bundesländern ausweisen, in denen die Leistung bzw. Investition bzw.
Dienstleistung erbracht wurde)?
13. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung für den Flughafen
Berlin Brandenburg („Willy Brandt“) die gesamte Anzahl sowie das gesamte
Auftragsvolumen der ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
(bitte nach einzelnen Jahren getrennt ausweisen)?
14. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 für den Flughafen Berlin Brandenburg („Willy Brandt“) die Anzahl
sowie das Auftragsvolumen der ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
unterhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden?
15. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 für den Flughafen Berlin Brandenburg („Willy Brandt“) die Anzahl
sowie das Auftragsvolumen der ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
unterhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden?
16. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 für den Flughafen Berlin Brandenburg („Willy Brandt“) die Anzahl
sowie das Auftragsvolumen der ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
oberhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Inland vergeben wurden?
17. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 für den Flughafen Berlin Brandenburg („Willy Brandt“) die Anzahl
sowie das Auftragsvolumen der ausgeschriebenen
a) Lieferaufträge,
b) Bauaufträge und
c) Dienstleistungsaufträge
oberhalb des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes für europaweite
Ausschreibungen, die an Unternehmen mit Sitz im Ausland vergeben wurden?
18. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 der Anteil sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen Aufträge
unterhalb des maßgeblichen EU-Schwellenwertes, die im
a) offenem Verfahren,
b) nicht offenem Verfahren,
c) Verhandlungsverfahren bzw.
d) wettbewerblichen Dialog
vergeben wurden?
19. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 der Anteil sowie das Auftragsvolumen der öffentlichen Aufträge
oberhalb des maßgeblichen EU-Schwellenwertes, die im
a) offenem Verfahren,
b) nicht offenem Verfahren,
c) Verhandlungsverfahren bzw.
d) wettbewerblichen Dialog
vergeben wurden?
20. Wie hoch war nach Kenntnis bzw. Einschätzung der Bundesregierung in den
Jahren 2010 bis 2018 der Anteil der Angebote, die aufgrund von Formfehlern
vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wurden?
a) Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um etwaige
Verfahrensausschlüsse aufgrund Formfehler zu vermeiden bzw. zu
reduzieren?
b) Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um etwaige
Verfahrensausschlüsse aufgrund Formfehler zu vermeiden bzw. zu reduzieren?
21. Wie viele Unternehmen bzw. Freiberufler sind nach Kenntnis der
Bundesregierung bei der Elektronischen Auftragsvergabe (e-Vergabe-Plattform des
Bundes) aktuell registriert (bitte nach Unternehmen bzw. Freiberufler mit
Sitz im Inland sowie Unternehmen bzw. Freiberufler mit Sitz im Ausland
getrennt ausweisen)?
22. Wie viele Unternehmen bzw. Freiberufler haben sich nach Kenntnis der
Bundesregierung in den Jahren 2016 bis 2018 einer sog. Präqualifizierung
unterzogen (bitte nach Unternehmen bzw. Freiberufler mit Sitz im Inland sowie
Unternehmen bzw. Freiberufler mit Sitz im Ausland getrennt ausweisen)?
23. Wie viele Unternehmen bzw. Freiberufler werden nach Kenntnis der
Bundesregierung aktuell in der Präqualifizierungsdatenbank für den Liefer- und
Dienstleistungsbereich geführt (bitte nach Unternehmen bzw. Freiberufler
mit Sitz im Inland sowie Unternehmen bzw. Freiberufler mit Sitz im Ausland
getrennt ausweisen)?
24. Wie viele Unternehmen bzw. Freiberufler werden nach Kenntnis der
Bundesregierung aktuell in der Präqualifizierungsdatenbank für den Baubereich
(Bauhaupt- und Baunebengewerbes) geführt (bitte nach Unternehmen bzw.
Freiberufler mit Sitz im Inland sowie Unternehmen bzw. Freiberufler mit
Sitz im Ausland getrennt ausweisen)?
Berlin, den 3. Juli 2019
Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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