BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Restrukturierung der Krankenhauslandschaft

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Gesundheit

Datum

09.10.2019

Aktualisiert

26.07.2022

BT19/1348124.09.2019

Restrukturierung der Krankenhauslandschaft

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Axel Gehrke, Dr. Robby Schlund, Detlev Spangenberg, Jörg Schneider, Paul Viktor Podolay, Jürgen Braun, Udo Theodor Hemmelgarn, Ulrich Oehme, Dr. Heiko Wildberg, Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD Restrukturierung der Krankenhauslandschaft Die Bertelsmann Stiftung hat im Juli dieses Jahres eine von ihr in Auftrag gegebene und vom Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) erstellte Studie vorgestellt (www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/ aktuellemeldungen/2019/juli/eine-bessere-versorgung-ist-nur-mit-halb-so- vielenkliniken-moeglich/). Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es in Deutschland zu viele Krankenhäuser gibt und eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell knapp 1.400 auf deutlich unter 600 Häuser die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern würde. Dabei sei nicht primär die schnelle Erreichbarkeit, also prinzipiell viele Krankenhäuser, wichtig, sondern deren Ausstattung, also deren Qualität, da eine schnelle Erreichbarkeit von Krankenhäusern zwar an sich gut, aber wenig hilfreich sei, wenn eine dringend benötigte Behandlung dort aufgrund mangelnder Ausstattung bzw. Qualifikation, wie z. B. eine bestimmte Spezialisierung des Personals, nicht erfolgen kann. Aufgrund dessen lässt sich, der Studie zufolge, eine verbesserte Krankenhausversorgung mit nur halb so vielen Krankenhäusern erreichen, wie derzeit betrieben werden, wenn sich in den verbleibenden Krankenhäusern gute Ausstattung, Spezialisierung sowie eine bessere Betreuung konzentriert (www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikatio nen/GrauePublikationen/VV_Bericht_KH-Landschaft_final.pdf). Ebenfalls im Juli dieses Jahres hat der derzeitige Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel, einen Vorschlag zur neuen Krankenhausplanung gemacht ( h t t p s : / / e r w i n - r u e d d e l . d e / l o kal_1_1_1886_Erwin-Rueddel-Wir-brauchen-die-Krankenhaeuser-auf-dem- Land-aber-wir-brauchen-fuer-eine-gute-Zukunft-der-stationaeren-Versorgung- auch-eine-neue-Kranke.html). Wir fragen die Bundesregierung: 1. Wie beurteilt die Bundesregierung die Ergebnisse der Studie, die von der Bertelsmann Stiftung vorgestellt wurde? 2. Welche eigenen Erkenntnisse bzw. welche Erkenntnisse anderer Untersuchungen liegen der Bundesregierung zum entsprechenden Thema vor? 3. Plant die Bundesregierung, die Ergebnisse der von der Bertelsmann Stiftung vorgestellten Studie durch eigene bzw. unabhängige Untersuchungen zu überprüfen? Deutscher Bundestag Drucksache 19/13481 19. Wahlperiode 24.09.2019 4. Welche entsprechenden politischen Maßnahmen plant die Bundesregierung für den Fall, dass sie Konsequenzen aus der von der Bertelsmann Stiftung vorgestellten Studie ziehen möchte? 5. Welche Möglichkeiten sieht die Bundessregierung, unabhängig von der Studie, die von der Bertelsmann Stiftung vorgestellt wurde, die Versorgung der Patienten mit Leistungen der Krankenhäuser zu verbessern? 6. Wird die Bundesregierung den Vorschlag des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zur Gründung eines eigenen Planungsinstituts zur Neuordnung der Krankenhausfinanzierung in ihrer Arbeit berücksichtigen, und wenn ja, inwieweit? Berlin, den 4. September 2019 Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de ISSN 0722-8333]

Ähnliche Kleine Anfragen