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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Waldschäden und Waldbrände

(insgesamt 18 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Datum

17.10.2019

Aktualisiert

26.07.2022

BT19/1367730.09.2019

Waldschäden und Waldbrände

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Kleine Anfrage der Abgeordneten Harald Ebner, Steffi Lemke, Dr. Bettina Hoffmann, Lisa Badum, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Gerhard Zickenheiner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Waldschäden und Waldbrände Die Folgen der Klimakrise wie Hitzewellen, lange Dürreperioden, Waldbrände und heftige Stürme gefährden Wälder in Deutschland in ihrer Existenz. Bisher waren die Schäden nur von Fachleuten zu erkennen, durch den Dürresommer 2018 und die Hitzeperioden dieses Jahres ist die dramatische Lage offensichtlich geworden. 40 Millionen Bäume sind bundesweit bereits abgestorben. Mehr als 110.000 Hektar Wald sind geschädigt. Allein von 400 Bränden in Brandenburg in diesem Jahr wurde berichtet (www.forstpraxis.de/bmel-diskussionspa pier-waldgipfel/). Wir fragen die Bundesregierung:  1. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung über das Ausmaß der Waldschäden in den Jahren 2018 und 2019 (bitte nach Bundesländern auflisten)?  2. Welche Schäden in welcher Höhe und auf welcher entsprechenden Waldfläche sind der Kronenverlichtung, den Sturmschäden, Waldbränden, Dürreschäden bzw. Schäden durch Bodentrockenheit, dem Pilzbefall und Schädlingsbefall bzw. den Käfern pro Bundesland für die letzten 5 Jahre zuzuordnen (bitte nach Schadensart und Bundesland auflisten)?  3. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung über die Größe der geschädigten Gesamtwaldfläche (bitte nach Bundesländern und nach Baumartenfläche aufschlüsseln)?  4. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung zum Schadensausmaß, differenziert nach Baumarten sowie Waldbestandstypen bzw. Waldstandorten (bitte nach Bundesländern, Baumarten und Waldstandorten aufschlüsseln)?  5. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung zur Schadenssituation, aufgeschlüsselt nach Waldaltersklassen und Festmetermengen an Schad- und Sturmholz in den Jahren 2018 und 2019 (bitte auch nach Bundesländern aufschlüsseln)?  6. Wie sind die Schäden auf Waldbesitzarten (Kleinprivatwald, große Privatwälder, Kommunal- und Körperschaftswald, Bundes- und Landeswald) verteilt?  7. Wie oft wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten fünf Jahren die jeweiligen „Waldbrandgefahrenindizes“ des Waldbrandgefahrenindexes des Deutschen Wetterdienstes ausgerufen (bitte nach Bundesländern auflisten)? Deutscher Bundestag Drucksache 19/13677 19. Wahlperiode 30.09.2019  8. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung darüber, welche Baumarten in welcher Anzahl in den letzten zehn Jahren bei der Erstaufforstung im Rahmen des Förderbereichs Forsten Ziffer D der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) gepflanzt wurden (bitte nach Bundesländern auflisten)?  9. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung darüber, welche Baumarten in welcher Anzahl in den letzten zehn Jahren bei der im Rahmen des Förderbereichs Forsten Ziffer F „Förderung von Maßnahmen zu Bewältigung von Extremwetterereignissen verursachten Folgen im Wald“ der GAK gepflanzt wurden (bitte nach Bundesländern auflisten)? 10. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung darüber, welche Baumarten in welchen Anteilen in den letzten zehn Jahren in den Bundesforsten gepflanzt wurden? 11. Welchen Anteil des Staats- und Kommunalwaldes hält die Bundesregierung für gewappnet für die Folgen der Klimakrise wie lange Trockenperioden, Borkenkäferkalamitäten oder gegenüber großflächigem Sturmfall von Bäumen (bitte nach Bundesländern auflisten)? 12. Welchen Anteil der Staats- und Kommunalwälder stuft die Bundesregierung als resilienten, naturnahen Mischwald ein (bitte nach Bundesländern auflisten)? 13. Auf welche wissenschaftlichen Studien bezieht sich die Bundesregierung, wenn ein Abräumen der Schadensflächen in Bundesforsten als ökologischer eingestuft wird, als das Totholz stehen zu lassen? 14. Bringt der Prozess des Abräumens nach Einschätzung der Bundesregierung ökologische Vorteile für die Regenerierung des geschädigten Waldökosystems und die Resilienz von Jungbäumen (bitte begründen)? 15. Bringt der Prozess von maschineller Vorbereitung zur Aufforstung nach Einschätzung der Bundesregierung Vorteile für die Regenerierung des geschädigten Waldökosystems und die Resilienz von Jungbäumen (bitte begründen)? 16. Was sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Vorteile einer Naturverjüngung auf Schadensflächen (Bodengesundheit, Wasserhaushalt des Bodens, Mikroklima bzw. Bodentemperatur)? 17. Was wären nach Einschätzung der Bundesregierung die ökonomischen Kosten einer geförderten Naturverjüngung auf Schadensflächen im Vergleich zu der Förderung von Abraumarbeiten, Transport und Neupflanzungen? 18. Mit welchen Erwartungen schaut die Bundesregierung auf die Schadensentwicklung in deutschen Wäldern in den kommenden Jahren, vor dem Hintergrund, dass das Ökosystem Wald 2018 und 2019 bereits extrem geschwächt wurde und es so zukünftigen Belastungen gegenüber weniger resilient ist (bitte nach Bundesländern auflisten)? Berlin, den 9. September 2019 Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de ISSN 0722-8333]

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