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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Große Schleusenkammern in Brunsbüttel für große Schiffe gesperrt (Nord-Ostsee-Kanal)

(insgesamt 6 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Datum

04.11.2019

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1435423.10.2019

Große Schleusenkammern in Brunsbüttel für große Schiffe gesperrt (Nord-Ostsee-Kanal)

der Abgeordneten Andreas Mrosek, Dr. Dirk Spaniel, Matthias Büttner, Leif-Erik Holm, Wolfgang Wiehle, Frank Magnitz und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Den „Kieler Nachrichten“ vom 21. September 2019 war zu entnehmen: „Der Nord-Ostsee-Kanal ist für große Schiffe gesperrt. Grund ist der Ausfall der beiden großen Schleusenkammern in Brunsbüttel. Erstmals seit 2013 geht für große Schiffe in der meistbefahrenen künstlichen Seewasserstraße nichts mehr. Für die Fehlersuche fehlen Taucher.“ (www.kn-online.de/Lokales/Nord-Ostsee-Kanal/Nord-Ostsee-Kanal-nach-Schaden-fuer-Schiffe-gesperrt).

Der NDR meldet am 22. September 2019: „Nord-Ostsee-Kanal gesperrt: Schlick blockiert Schleuse“ (www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schleuse-defekt-NOK-fuer-grosse-Schiffe-dicht,brunsbuettel554.html).

Die „BILD“ vom 22. September 2019 meldet: „Weil ein Hindernis ein Schleusentor blockiert, ist die Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen für große Schiffe gesperrt worden.“ (www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/brunsbuettel-nord-ostsee-kanal-fuer-grosse-schiffe-gesperrt-64861628.bild.html).

Die Situation für die im Kanal beschäftigten Menschen (Lotsen, Kanalsteurer, Makler) ist nach Kenntnis der Fragesteller unbefriedigend. Ihre monatliche Vergütung ist abhängig von der Anzahl der bedienten Schiffe (Lotsung, Steuerung, Abfertigung). Fallen Schleusen aus, bleiben die Schiffe weg. Diese nehmen dann entweder den Seeweg über das Skagerrak oder müssen ankern und warten. Auch hierbei entstehen für die Seewirtschaft erhebliche Verluste. Der Regelbetrieb des Nord-Ostsee-Kanals begann am 1. Juli 1895, zuvor wurde er am 20. Juni 1895 nach achtjähriger Bauzeit eröffnet.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wie viele Schiffe waren nach Kenntnis der Bundesregierung für die Schleusung in den Nord-Ostsee-Kanal gemeldet und nahmen dann wegen der Sperrung der beiden großen Kammern (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) den Seeweg über das Skagerrak?

2

Wie viele Schiffe entschieden sich, vor Anker zu gehen? Wie lang waren die durchschnittlichen Wartezeiten?

3

Wie lang waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Wartezeiten der bereits in Kiel in den Kanal geschleusten westwärts fahrenden Schiffe vor den Schleusen in Brunsbüttel?

4

Wann kamen nach der Sperrung der großen Kammern zur Fehlersuche erstmals Taucher zum Einsatz?

5

Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Schleusenbetrieb baldigst wieder zu gewährleisten?

6

Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Gefahr weiterer Verschlickungen ein, und welche Maßnahmen sollen diese vorbeugend verhindern?

Berlin, den 9. Oktober 2019

Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion

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