Provenienzrecherche und -forschung insbesondere zu NS-Raubkunst und Umsetzung der Washingtoner Prinzipien
der Abgeordneten Hartmut Ebbing, Katja Suding, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Jens Beeck, Olaf in der Beek, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Thomas Hacker, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Manuel Höferlin, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Alexander Graf Lambsdorff, Michael Georg Link, Roman Müller-Böhm, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Michael Theurer, Stephan Thomae, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Mit Mitteln des Haushaltstitels „Provenienzrecherche und -forschung insbesondere zu NS-Raubkunst und Umsetzung der Washingtoner Prinzipien“ (Kapitel 04 52, Titelgruppe 01, 685 14-187) werden Provenienzerforschungen von Kunstgegenständen gefördert. Antragsberechtigt sind neben staatlichen Einrichtungen auch Privatpersonen, sofern sie sich den Zielen der Washingtoner Prinzipien verschrieben haben. Die ursprünglich insbesondere für die Auffindung und Ermittlung von NS-Raubkunst vorgesehenen Mittel können seit 2017 auch für die Erforschung von Kulturgutentziehungen in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie seit Anfang des Jahres 2019 zudem für die Erforschung von Sammlungsgütern aus kolonialen Kontexten gewährt werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen15
Wie viele Fördermittel wurden im Rahmen des in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten Haushaltstitels jährlich zwischen 2015 und 2019 für die Provenienzrecherche und -forschung zu NS-Raubkunst gewährt?
Wie hoch ist der Anteil an der jährlichen Gesamthöhe des Haushaltstitels?
Wie viele einzelne Projekte im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu NS-Raubkunst konnten nach Kenntnis der Bundesregierung zwischen 2015 und 2019 jährlich gefördert werden?
Wie hoch ist dabei jeweils der Anteil geförderter Projekte in staatlicher und privater Trägerschaft?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil staatlicher und privater Träger, die einen Antrag auf Förderung im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu NS-Raubkunst gestellt haben?
Wie viele Fördermittel wurden im Rahmen des oben genannten Haushaltstitels im Haushaltsjahr 2019 für die Provenienzrecherche und -forschung zu Sammlungsgütern aus kolonialen Kontexten gewährt?
Wie hoch ist der Anteil an der jährlichen Gesamthöhe des Haushaltstitels?
Wie viele einzelne Projekte im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu Sammlungsgütern aus kolonialen Kontexten konnten nach Kenntnis der Bundesregierung 2019 gefördert werden?
Wie hoch ist dabei jeweils der Anteil geförderter Projekte in staatlicher und privater Trägerschaft?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil staatlicher und privater Träger, die einen Antrag auf Förderung im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu Sammlungsgütern aus kolonialen Kontexten gestellt haben?
Wie viele Fördermittel wurden im Rahmen des in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten Haushaltstitels zwischen 2017 und 2019 für die Provenienzrecherche und -forschung zu Kulturgutentziehungen in der damaligen SBZ und DDR gewährt?
Wie hoch ist der Anteil an der jährlichen Gesamthöhe des Haushaltstitels?
Wie viele einzelne Projekte im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu Kulturgutentziehungen in der damaligen SBZ und DDR konnten nach Kenntnis der Bundesregierung jährlich zwischen 2017 und 2019 gefördert werden?
Wie hoch ist dabei jeweils der Anteil geförderter Projekte in staatlicher und privater Trägerschaft?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil staatlicher und privater Träger, die einen Antrag auf Förderung im Bereich der Provenienzrecherche und -forschung zu Kulturgutentziehungen in der damaligen SBZ und DDR gestellt haben?