Ausbildungsmodule für barrierefreien Tourismus
der Abgeordneten Dr. Ilja Seifert, Katrin Kunert, Dr, Gesine Lötzsch, Dr. Dietmar Bartsch, Heidrun Bluhm, Eva Bulling-Schröter, Roland Claus, Lutz Heilmann, Hans-Kurt Hill, Michael Leutert, Dorothee Menzner, Dr. Kirsten Tackmann und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Die Bundesregierung förderte in den vergangenen Wahlperioden mehrere Projekte zur Verbesserung barrierefreien Reisens. So unterstützte die Regierung 2004 und 2005 auch die Seminarreihe „Gastfreundschaft für Alle!“. In 30 bundesweiten Schulungsveranstaltungen sensibilisierten Mitarbeiter der Nationalen Koordinierungsstelle „Tourismus für Alle“ (NatKo) zusammen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Tourismusfachkräfte für die Bedürfnisse behinderter und mobilitätseingeschränkter Menschen beim Reisen.
Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts „EU.FOR.ME. – Ausbildung für eine breitere Zielgruppe“ fand im Juni dieses Jahres eine Tagung in Assisi statt, bei der international entwickelte Ausbildungsmodule für barrierefreien Tourismus vorgestellt wurden. Ein erklärtes Ziel der beteiligten Vertreter von Bildungsinstituten und Behindertenverbänden ist, Universitäten und Fachschulen für die Aufnahme dieser Ausbildungsmodule in ihr Lehrprogramm zu interessieren.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Wie bewertet die Bundesregierung die von NatKo und der DEHOGA durchgeführten Seminare und Schulungen „Gastfreundschaft für Alle!“ in den Jahren 2004 und 2005?
Welche Ergebnisse und Erfahrungen gibt es?
Inwieweit fördert die Bundesregierung die Fortsetzung solcher Aktivitäten in den Jahren 2006 und 2007 (bitte auch die einzelnen Maßnahmen und die jeweiligen Partner nennen)?
Welche Rolle spielt die Bundesregierung auf internationaler Ebene in Bezug auf die Förderung des barrierefreien Tourismus?
Wie will die Bundesregierung unterstützend tätig werden, um mit Blick auf die Ergebnisse des „EU.FOR.ME“-Projekts zu erreichen, dass Universitäten und Fachschulen in Deutschland (die international entwickelten) Ausbildungsmodule für barrierefreien Tourismus in ihr Lehrprogramm aufnehmen?