Unbedenklichkeit von Schutzmasken im täglichen Leben während der Corona-Krise
der Abgeordneten Uwe Witt, Detlev Spangenberg, Dr. Robby Schlund, Jörg Schneider, Paul Viktor Podolay, Dr. Axel Gehrke, Jürgen Braun, Ulrich Oehme, Dr. Heiko Wildberg, Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Die Corona-Krise hat im öffentlichen Leben das Stadtbild zunehmend stark verändert. In Deutschland gilt die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit durch eine Schutzmaske in öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse, Bahnen und U-Bahnen) und in Geschäften, Einkaufszentren sowie in anderen öffentlichen Bereichen des täglichen Lebens.
Hinzu kommt, dass mittlerweile auch in einigen Bundesländern Bußgelder verhängt werden, sofern man sich nicht an die Maskenpflicht hält (https://www.bussgeldkatalog.org/verstoss-maskenpflicht/). Dennoch ist nach Ansicht der Fragesteller das Tragen einer Maske nicht unbedenklich. Kaum jemand hat nach Ansicht der Fragesteller Erfahrung mit der richtigen Verwendung oder mit möglichen Einschränkungen, die durch das Tragen einer Schutzmaske entstehen könnten (vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112344/Nicht-fuer-jeden-ist-das-Tragen-einer-Maske-unbedenklich). Bei starker körperlicher Anstrengung besteht nach Ansicht der Fragesteller z. B. die Gefahr einer Hyperkapnie (ebd.). Kann nämlich das Kohlendioxid (CO2) aufgrund des erhöhten Luftwiderstands in der Maske nicht richtig abgeatmet werden, könnte es sich im Blut anreichern und den pH-Wert im Blut senken (ebd.). Der erhöhte CO2-Partikeldruck würde dann zu einer respiratorischen Azidose führen (vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112344/Nicht-fuer-jeden-ist-das-Tragen-einer-Maske-unbedenklich).
Eine Doktorarbeit an der TU München aus dem Jahr 2004 stellte eine Erhöhung von Kohlendioxid im Blut der Versuchspersonen fest (vgl. Doktorarbeit „Rückatmung von Kohlendioxid bei Verwendung von Operationsmasken an medizinischem Fachpersonal als hygienischer Mundschutz“, https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/602557.pdf). „Das ausgeatmete CO2 konnte nur teilweise durch die OP-Masken entweichen, dadurch kam es unter den Masken zu einer Akkumulation von CO2“, heißt es in der Arbeit (ebd., S. 35). „Dieser Effekt führte zu dem Ergebnis, dass die Probanden Luft einatmeten, deren CO2-Gehalt höher war als derjenige, der umgebenden Raumluft“ (ebd., S. 35).
Eine Studie der Universitätsklinik Leipzig quantifizierte eine verminderte Leistungsfähigkeit beim Tragen von Masken (vgl. https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_7089.aspx).
Es gibt Berufszweige, wo ein dauerhaftes Tragen vonnöten ist bzw. durch Verordnungen der Länder vorgeschrieben wird, z. B. im Bereich der Kosmetik, beim Friseur, beim Kassierer im Supermarkt oder im Ladengeschäft von täglich bis zu acht Stunden (vgl. https://www.merkur.de/leben/karriere/friseur-maskenpflicht-mindestabstand-regeln-corona-zr-13698333.html, https://www.tagesspiegel.de/berlin/corona-regeln-in-berlin-das-sind-die-wichtigsten-punkte-aus-demneuen-bussgeldkatalog/25947916.html, https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Corona-Maskenpflicht-fuer-Verkaeufer-im-Einzelhandel).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse vor, ob durch das Tragen von Masken gerade in der Altersstufe von 50 bis 80 Jahren zu einer oder zu mehreren gesundheitlichen Problemen führte und gar mit Todesfolge endete?
Wenn ja, welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung vor?
Inwiefern wird nach Kenntnis der Bundesregierung die Maskenpflicht mit Blick auf die Wirksamkeit zur Eindämmung der Virusverbreitung wissenschaftlich begleitet?
Inwiefern wird nach Kenntnis der Bundesregierung die Maskenpflicht mit Blick auf eine Veränderung des Verhaltens der Bevölkerung hin zu einem leichtfertigeren Umgang mit anderen Maßnahmen (nicht ins Gesicht fassen, Abstandsregeln etc.) wissenschaftlich begleitet?
Hat die Bundesregierung Maßnahmen unternommen, um die Bevölkerung hinsichtlich möglicher Gefahren von potenziellen Materialien für privat gefertigte Masken aufzuklären?
Wenn ja, welche Maßnahmen sind dies, und für wie schützend hält die Bundesregierung in dem Zusammenhang die selbst genähten Masken?
Wie viele mangelhafte Schutzmasken sind im Rahmen des Beschaffungsverfahrens durch das Bundesministerium für Gesundheit an Gesundheitseinrichtungen geliefert worden?
Hält die Bunderegierung es für notwendig, dass arbeitsorganisierte und bauliche Maßnahmen in Senioreneinrichtungen die Ansteckungsgefahr reduzieren, um weitreichend ohne Schutzmasken die Betreuung und Pflege alter Menschen zu gewährleisten, und wenn ja,
welche zugrunde liegenden Kenntnisse liegen der Bundesregierung zu diesem Thema vor,
plant die Bundesregierung für diesen Bereich Gesetzesinitiativen?
Welche weiteren Maßnahmen plant die Bundesregierung, sollten die Positivbefunde durch die erhöhten Testungen auf Corona weiter ansteigen?