Corona-Bilanz – Insolvenzen im Jahr 2020
der Abgeordneten Fabio De Masi, Jörg Cezanne, Klaus Ernst, Jan Korte, Stefan Liebich, Thomas Lutze, Pascal Meiser, Cornelia Möhring, Żaklin Nastić, Petra Pau, Bernd Riexinger, Dr. Kirsten Tackmann, Alexander Ulrich, Dr. Sahra Wagenknecht und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Betriebsschließungen gefährden die Existenz vieler Unternehmen. Damit geht üblicherweise auch der Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen einher. Daraus ergeben sich Fragen mit Hinblick auf die Entwicklung im Pandemiejahr 2020.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wie viele Insolvenzanmeldungen gab es nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2020 im Vergleich zu den vorherigen drei Jahren (bitte monatsweise aufführen)?
Wie verteilen sich die Insolvenzanmeldungen im Jahr 2020 nach Kenntnis der Bundesregierung in Bezug auf die folgenden Merkmale:
a) Branche,
b) Unternehmensgröße (Umsatz),
c) Unternehmensgröße (Anzahl der Beschäftigten),
d) Unternehmensalter,
e) Rechtsform und
f) Bundesland?
Welcher Anteil der Insolvenzanmeldungen geht nach Kenntnis der Bundesregierung auf die Anordnung von pandemiebedingten Betriebsschließungen zurück?
Welcher Anteil der Insolvenzanmeldungen geht nach Kenntnis der Bundesregierung auf die konjunkturellen Auswirkungen der Pandemie zurück?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den mit den Insolvenzfällen verbundenen Beschäftigungsverlust ein?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den mit den Insolvenzanmeldungen verbundenen Verlust an Steuereinnahmen ein?
Wie hoch war die gesamte und die durchschnittliche Schadenssumme der Insolvenzfälle im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei vorherigen Jahren (bitte gesamte Schadenssumme monatsweise auflisten)?