Bodenverkehrsdienste Flughafen München II
der Abgeordneten Eva Bulling-Schröter, Kornelia Möller, Dr. Kirsten Tackmann, Lutz Heilmann, Dorothee Menzner, Dr. Gesine Lötzsch, Dr. Dietmar Bartsch, Heidrun Bluhm, Roland Claus, Hans-Kurt Hill, Katrin Kunert, Michael Leutert, Dr. Ilja Seifert und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
In den vergangenen Monaten berichtete die regionale Presse in Bayern wiederholt über wirtschaftliche Probleme beim Bodenverkehrsdienst am Flughafen München II.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Kreisverband Flughafen, thematisierte die Problematik von Niedriglöhnen bei Tochterfirmen der Flughafen München GmbH.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Entspricht es den Tatsachen, dass der Bodenverkehrsdienst der Flughafen München GmbH (FMG), deren Mitanteilseigner die Bundesrepublik Deutschland ist, den Flugverkehr am Flughafen München II nicht kostendeckend abfertigt?
Bestätigt die Bundesregierung, dass die FMG im Geschäftsjahr 2005 ein Betriebsergebnis von plus 11 Mio. Euro auswies, hingegen für den Bereich Bodenverkehrsdienste ein Defizit von 45 Mio. Euro?
Besteht ein Zusammenhang zwischen der Unter-Kosten-Abfertigung und der Strategie der FMG, München II zum „Drehkreuz des Südens“ auszubauen, das heißt, durch günstige Konditionen weitere Fluglinien für den Standort München II anzuwerben?
Trifft es zu, dass eine Vereinbarung zwischen der Geschäftsführung und dem Betriebsrat der FMG besteht, die Kosten im Bereich Bodenverkehrsdienste im Jahr 2006 um 10 Mio. Euro zu senken?
Betrachtet die Bundesregierung Bruttostundenlöhne der Firma mucground Services GmbH – einer 100-prozentigen Tochter der FMG – in Höhe von 7,11 Euro für Lager- und Transportarbeiter als angemessen?
Wie bewertet sie die Stundenlöhne von 6,84 Euro bei CAP Flughafen München Sicherheits-GmbH, ebenfalls Tochter der FMG?