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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Potentiale einer lokalen Nahrungsmittelproduktion

(insgesamt 4 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Datum

09.06.2021

Antwortdauer

5 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/3031504.06.2021

Potentiale einer lokalen Nahrungsmittelproduktion

der Abgeordneten Stephan Protschka, Peter Felser, Franziska Gminder, Wilhelm von Gottberg, Jens Kestner, Thomas Ehrhorn, Johannes Huber, Enrico Komning und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Zukünftig soll in einem periurbanen Standort in Brandenburg ein High-Tech-Gewächshaus entstehen, das die Supermärkte in Berlin und Hamburg mit Millionen Salatköpfen beliefern soll. Die Pflanzen werden auf geplanten zwölf Metern Höhe in einem geschlossenen Kultursystem und mit LED-Licht produziert werden. Somit wird sowohl in der Bewässerung an Wasser als auch in der Belichtung der Pflanzen an Energie gespart (https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/brandenburg-bekommt-die-naechste-giga-factory-fuer-salat).

In der Corona-Pandemie ist die Frage der Ernährungssicherung wieder in den Fokus gerückt (https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/wegen-corona-drohen-lieferengpaesse-bei-lebensmitteln,SN6O2Ow). Besonders frisches Obst und Gemüse sind durch Lieferschwierigkeiten von Preiserhöhung betroffen (https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/lebensmittelpreise-explorieren-wegen-corona-pandemie-100.html). Aufgrund der aktuellen Krisensituation, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes wird in der urbanen Nahrungsmittelproduktion eine Möglichkeit zur Verbesserung der Stabilität der Ernährungssicherung gesehen. Mit einer lokalen Nahrungsmittelproduktion können damit Lieferketten verkürzt und die Ernährungs- und Umweltbildung für städtische Bewohner verbessert werden (https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/staedte-essbar-machen/urbane-lebensmittelerzeugung/).

Die Bundesregierung hat für Unternehmen, die sich mit Innovativen im urbanen Gartenbau beschäftigen, eine Ausschreibung veröffentlicht, bei der sie sich für eine Projektförderung bewerben können (https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Projektfoerderung/Innovationen/BMEL/201214_Urbaner_Gartenbau.pdf?__blob=publicationFile&v=2).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Hat die Bundesregierung Kenntnisse, wie viele potenzielle Flächen im urbanen und periurbanen Bereich für eine lokale Nahrungsmittelproduktion derzeit existieren?

Wenn ja, um welche Art von Fläche handelt es sich hierbei, und wie groß sind diese Flächen?

2

Welches Potential sieht die Bundesregierung in modernen Gartenbautechnologien (Beispiel: rote und blaue LED-Beleuchtung, geschlossene Kultursysteme, vertikale Kulturen, vgl. Vorbemerkung der Fragesteller), um die lokale Nahrungsmittelproduktion mittels urbanem und periurbanem Gartenbau auszuweiten?

3

Inwieweit hilft die Finanzierung der Forschungsstrategie Hortinnova bei der Schaffung von urbanen Gartenbauflächen, und welche Erfolge konnte die Strategie damit erzielen (https://www.thuenen.de/de/bw/projekte/hortinnova-forschungsstrategie-gartenbau/)?

4

Hat die Bundesregierung konkrete Ziele für eine lokale Nahrungsmittelproduktion mittels urbanem und periurbanem Gartenbau?

a) Wenn ja, wie sehen diese aus?

b) Plant die Bundesregierung ein Aktionsplan mit festen Zielvorgaben zu erstellen, und wenn ja, wann wird der Aktionsplan erarbeitet, und wann wird er veröffentlicht?

c) Hat die Bundesregierung Erkenntnisse dazu, wie eine lokale Nahrungsmittelproduktion auf Bundesebene erweitert werden kann, und wenn ja, welche?

Berlin, den 20. Mai 2021

Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion

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