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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Außenpolitische Bilanz der Bundesregierung
(insgesamt 249 Einzelfragen)
Fraktion
CDU/CSU
Ressort
Auswärtiges Amt
Datum
14.02.2025
Aktualisiert
26.02.2025
BT20/1482330.01.2025
Außenpolitische Bilanz der Bundesregierung
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/14823
20. Wahlperiode 30.01.2025
Kleine Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU
Außenpolitische Bilanz der Bundesregierung
Die Bundesregierung ist vor drei Jahren mit einem Koalitionsvertrag zwischen
SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP unter der Überschrift „Mehr
Fortschritt wagen“ (im Folgenden: Koalitionsvertrag) gestartet. Dieser enthält im
Bereich der Außenpolitik ambitionierte Ziele wie die Stärkung der
Europäischen Union als geopolitischer Akteur, die Förderung einer sog. feministischen
Außenpolitik und den Einsatz für eine regelbasierte internationale Ordnung.
Nach dem Ampelbruch und dem vorzeitigen Ende der Koalition von SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP im November 2024 steht die Amtszeit
der Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, vor ihrem Ende.
Vor diesem Hintergrund stellt sich nach Auffassung der Fragesteller die Frage
nach einer Bilanz der politischen Arbeit der Außenministerin.
Der Koalitionsvertrag setzte hohe Erwartungen, etwa mit der Ankündigung
einer „wertegeleiteten Außenpolitik“, die sich klar zu Freiheit, Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit bekenne. Doch immer wieder gab es Kritik an der
Umsetzung von Experten aus Presse und Wissenschaft – zu unkoordiniert und zu
eindimensional in ihrer Herangehensweise sei die deutsche Außenpolitik (s. u. a.
www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aussenpolitik-experten-kritisieren-u
msetzung-der-china-strategie/100047902.html, www.spiegel.de/politik/deutschl
and/aussenpolitik-der-ampel-koalition-deutschland-ist-nur-ein-leichtgewicht-a-
9bade0f8-5456-4538-b974-8635f3dda171, www.n-tv.de/politik/politik_perso
n_der_woche/Baerbocks-Aussenpolitik-mit-dem-Zeigefinger-funktioniert-nich
t - a r t i c l e 2 4 4 6 9 3 7 5 .html), selbst die damalige Vorsitzende von BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN, Ricarda Lang, untermauerte diese Kritik (www.focu
s.de/politik/kritik-an-deutscher-aussenpolitik-gruenen-chefin-ricarda-lang-wir-
muessen-zuverlaessiger-sein_id_259681540.html), die sich nicht nur an die
Bundesaußenministerin, sondern auch an die damalige Ampelregierung als
Ganzes richtet.
Tektonische Verschiebungen in der Außen- und Sicherheitspolitik, sich neu
ordnende Kräfteverhältnisse und eine anhaltend unsichere geopolitische Lage –
allen voran durch den anhaltenden völkerrechtswidrigen russischen
Angriffskrieg gegen die Ukraine, ein immer aggressiver auftretendes China – fordern
eine starke, kohärente und anpassungsfähige deutsche Außenpolitik. Diese
Herausforderungen sowie der Umgang mit der ins Amt kommenden neuen US-
Regierung oder der Kontakt zu der steigenden Zahl autoritärer Regime werfen
Fragen zur Nachhaltigkeit und Wirksamkeit der deutschen Außenpolitik auf.
Die Außenpolitik muss sich grundsätzlich am Leitmotiv messen: Konnte sie
das Ansehen Deutschlands in der Welt steigern?
Angesichts dieser Kernfrage, der zahlreichen Herausforderungen und des
bevorstehenden Regierungswechsels ist eine Bewertung der außenpolitischen
Bilanz der Bundesaußenministerin nach Auffassung der Fragesteller unerlässlich.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche der im Koalitionsvertrag festgelegten außenpolitischen Ziele
konnte die Bundesregierung in ihrer Amtszeit ihrer Ansicht nach
erreichen?
2. Welche von der Bundesregierung angestoßenen Initiativen hatten nach
Ansicht der Bundesregierung die größte globale Wirkung?
3. Gibt es außenpolitische Vorhaben der Bundesregierung, die ihrer Ansicht
nach gescheitert sind?
4. Welche internationalen Partnerschaften wurden gestärkt oder neu
aufgebaut?
5. Welche konkreten Verbesserungen im Außenhandeln Deutschlands
konnten durch die Vorlage der Nationalen Sicherheitsstrategie erreicht
werden, wie werden die Bundesländer in die Umsetzung der Nationalen
Sicherheitsstrategie einbezogen, gibt es einen institutionalisierten
Austausch mit den Bundesländern zu dieser Frage?
6. In welche Staaten ist die Bundesministerin des Auswärtigen in ihrer
Amtszeit gereist (bitte genaue Daten und Ziele auflisten)?
7. Wie viele Flugkilometer hat die Bundesministerin des Auswärtigen auf
diesen Reisen zurückgelegt?
8. Welche Instrumente hat die deutsche Außenpolitik, das Ansehen
Deutschlands im Ausland und die Wahrnehmung des Führungsprofils
Deutschland in der Welt zu messen?
a) Wie haben sich beide in den vergangenen Jahren entwickelt?
b) Worauf führt die Bundesregierung die Entwicklungen zurück?
9. Welche Fortschritte konnte die Bundesregierung im Rahmen ihrer
Bemühungen um eine Reform des VN (Vereinte Nationen)-Sicherheitsrates
und anderer Teile der Vereinten Nationen erzielen?
10. In welchen zwischen- und innerstaatlichen Konflikten konnte
Deutschland erfolgreich vermitteln?
11. Welche Rolle spielt Deutschland in internationalen Organisationen in
den VN am Ende dieser Legislaturperiode nach Ansicht der
Bundesregierung im Vergleich zum Ende der letzten Legislaturperiode?
12. Wie erfolgreich hat die Bundesregierung ihrer Ansicht nach die
Interessen der deutschen Wirtschaft international vertreten, und mit welcher
Priorität behandelte die Bundesregierung diese?
13. Wurde von der Bundesregierung eine Initiative zur Reform des
Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen angestoßen, damit die Rolle von
Menschenrechtsverbrechern in diesem Gremium zurückgedrängt wird?
14. Wie wurde im Rahmen der werteorientierten Außenpolitik angesichts
der Blockade des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine
Weiterentwicklung des Völkerrechts zur weltweiten Durchsetzung von Freiheit
und Menschenrechten vorangetrieben?
15. Inwieweit hat sich die Bundesregierung im Rahmen der feministischen
Außenpolitik für die Freiheit und Selbstbestimmung von Frauen in der
Islamischen Republik Iran eingesetzt?
16. Welche Bemühungen gab es seitens der Bundesregierung, die
systematische Verfolgung und die Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer
Zugehörigkeit zu einem Geschlecht und weitere von der
Untersuchungskommission der Vereinten Nationen anerkannte Verbrechen gegen die
Menschlichkeit nach dem Weltrechteprinzip juristisch zu ahnden?
17. Wie schätzt die Bundesregierung die Erfolge ihrer Bemühungen ein, eine
atomare Bewaffnung der Islamischen Republik Iran zu verhindern?
18. Welche konkreten Maßnahmen (bitte detailliert auflisten) hat die
Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt ergriffen, um den deutschen Handel
mit der Islamischen Republik Iran gezielt zu reduzieren,
beziehungsweise, wie die Bundesministerin des Auswärtigen es formulierte, „kein
business as usual“ fortzusetzen (x.com/ABaerbock/status/158520652672090
9313) und so das dortige Regime zu schwächen, und welche messbaren
Erfolge kann sie in diesem Zusammenhang vorweisen?
19. Warum hat die Bundesregierung die Terrorlistung der islamischen
Revolutionsgarden auf EU-Ebene trotz Befürwortung der Bundesministerin
des Auswärtigen (www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-93
3516) noch immer nicht durchgesetzt, obwohl dies nach Ansicht der
Fragesteller politisch dringend geboten war und die rechtlichen
Voraussetzungen eindeutig vorliegen?
20. Welchen messbaren Unterschied hat die von der Bundesaußenministerin
angekündigte sog. feministische Außenpolitik in der Iranpolitik der
Bundesregierung bewirkt, wenn selbst angesichts der brutalen
Niederschlagung der von Frauen angeführten Proteste im Jahr 2022 durch das
Mullah-Regime die getroffenen Gegenmaßnahmen der Bundesregierung
und der EU nach Ansicht der Fragesteller, die zahlreiche konkrete
Sanktionsvorschläge machten, nicht über schrittweise Minimalsanktionen
hinausgingen?
21. Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg und die Effizienz ihrer
sog. feministischen Außenpolitik, und nach welchen Zielvorgaben,
Kriterien und Instrumenten bemisst sie diese?
22. Wie steht die Bundesregierung zur Bilanz führender
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die sog. feministische Außenpolitik der
Bundesregierung knapp zwei Jahre nach Veröffentlichung der
zugehörigen Leitlinien als „Schadensbegrenzungsansatz“ und
„Begleitprogramm“ (www.swp-berlin.org/10.18449/2024S07/) bezeichnen, die auf
außenpolitische Entscheidungen nur wenig Einfluss habe?
23. Welche Schutzprogramme oder Schutzmechanismen hat die
Bundesregierung speziell für Mädchen und Frauen in Konfliktregionen
entwickelt oder gefördert, und wie werden diese Maßnahmen evaluiert?
24. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung in Reaktion auf die Gewalt
gegen Frauen und Mädchen im Iran seit dem Tod von Mahsa Jina Amini
im September 2022 im Sinne ihrer sog. Feministischen Außenpolitik
ergriffen?
a) Welche Erfolge und Fortschritte hat die Bundesregierung im Alltag
für Frauen und Mädchen im Iran seitdem erreicht?
b) Zu welchen Erkenntnissen hat die von der Bundesregierung initiierte
VN-Mission zur Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen durch
das iranische Regime geführt, und welche konkreten Verbesserungen
für Frauen und Mädchen im Iran konnten dadurch erreicht werden?
c) Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Einsatz für
Frauen- und Menschenrechte im Iran in Abwägung anderer
politischer Ziele (wirtschaftlich, sicherheitspolitisch) bei?
d) Welche konkreten Veränderungen in den bilateralen Beziehungen
zum Iran hat die Bundesregierung unter Bezugnahme auf ihre sog.
feministische Außenpolitik vorgenommen?
e) Welche Rolle spielen Frauen- und Menschenrechte in Gesprächen
mit der neuen iranischen Regierung unter Präsident Massud
Peseschkian, insbesondere mit Blick auf die mögliche
Wiederaufnahme der Verhandlungen zum Joint Comprehensive Plan of Action
(JCPoA)?
f) Welche Gespräche und bzw. oder Treffen haben seit Beginn der
Proteste im Iran im Jahr 2022 zwischen der Bundesaußenministerin und
oppositionellen Bewegungen und Frauenrechtlerinnen der iranischen
Diaspora stattgefunden (bitte Gesprächspartnerinnen, Zeitpunkt und
Ort der Treffen nennen)?
g) Warum lehnte die Bundesregierung die Schließung des Islamischen
Zentrums Hamburgs während der Frauenproteste im Iran im
Herbst 2022 noch ab, während diese dann nach dem Überfall der
Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 doch verfügt wurde, und
welche Erkenntnisse bzw. Gesichtspunkte waren dafür
ausschlaggebend, welche Bedeutung spielten für die Bundesregierung dabei
Frauen- und Menschenrechte?
25. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um
die deutschen Staatsbürger, die als Geiseln vom Mullah-Regime im Iran
festgehalten werden, freizubekommen, und warum hat die
Bundesregierung hierbei bisher kaum Erfolge aufzuweisen, während andere
europäische Regierungen nach Ansicht Betroffener (www.zeit.de/gesellschaft/2
024-11/iran-politische-geisel-nahid-taghavi-bundesregierung) ihre
Staatsbürger schneller befreien konnten?
26. Hat die Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt konkrete Schritte
unternommen, um die Aktivitäten der Hisbollah in Europa, insbesondere bei
der Rekrutierung von Unterstützern und der Finanzierung ihrer
Terrorstrukturen, effektiver zu bekämpfen, und wenn ja, welche, und welche
nachweisbaren Fortschritte wurden ggf. hierbei erzielt?
27. Hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen unternommen, um den
nach wie vor großen Einfluss der iranischen Regierung im Irak
einzudämmen, und wenn ja, welche, und welche messbaren Fortschritte kann
sie dabei ggf. vorweisen?
28. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung gegenüber der
iranischen Führung unternommen, um die Freilassung der in Iran inhaftierten
Personen mit deutscher und der Staatsbürgerschaft anderer EU-Staaten
zu erreichen, welche Besuche und Gespräche vor Ort fanden dazu statt,
und wie oft sind dazu Vertreter der Bundesregierung in den Iran gereist?
29. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung gegenüber dem
Iran ergriffen, um auf die wiederholten Angriffe des Iran auf Israel zu
reagieren, und welche direkten Kontakte gab es dazu seitens der
Bundesregierung mit Vertretern des Iran?
30. Hat die Bundesregierung Initiativen und konkrete Maßnahmen
gegenüber den engsten Verbündeten initiiert, um gemeinsam eine Strategie
und konkrete politische Maßnahmen gegen den Iran und seine
wiederholten Angriffe auf Israel zu koordinieren, und wenn ja, welche, und
welche Beratungen wurden dazu ggf. von Vertretern der
Bundesregierung angestoßen und bzw. oder als Teilnehmer besucht?
31. Welche Schlüsse hat die Bundesregierung aus den wiederholten
Angriffen des Iran auf Israel für ihre Politik gegenüber dem Iran gezogen?
32. Welche konkrete Unterstützung hat die Bundesregierung Israel im Zuge
der iranischen Angriffe und danach zukommen lassen?
33. Wie bringt sich die Bundesregierung in die Verhandlungen zwischen
Israel und der Hamas ein, um eine Freilassung der Geiseln und einen
Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen?
34. Verfügt die Bundesregierung über belastbare direkte oder indirekte
Kontakte zur Hamas, und welche Kontakte nutzt die Bundesregierung, um
auf die Hamas einzuwirken, um alle Geiseln aus ihrer Haft in Gaza zu
entlassen?
35. Verfügt die Bundesregierung weiterhin über belastbare Gesprächskanäle
nach Katar, um eine Vermittlung zwischen Hamas und Israel wirksam zu
unterstützen, wurden politische Gespräche zur Unterstützung des
Verhandlungsprozesses Israel-Hamas seitens der Bundesregierung geführt,
und wenn ja, über welche konkreten Kontakte nach Katar, auf welcher
Ebene, und mit welchem Ergebnis, und wenn nein, warum nicht?
36. Verfügt die Bundesregierung weiterhin über belastbare Gesprächskanäle
nach Ägypten, um eine Vermittlung zwischen Hamas und Israel wirksam
zu unterstützen, wurden politische Gespräche zur Unterstützung des
Verhandlungsprozesses Israel-Hamas seitens der Bundesregierung geführt,
wenn ja, über welche konkreten Kontakte nach Ägypten, auf welcher
Ebene, und mit welchem Ergebnis, und wenn nein, warum nicht?
37. Hat die Bundesregierung seit dem 7. Oktober 2023 konkrete
Maßnahmen und Initiativen gegenüber der Hisbollah unternommen, um deren
Angriffe auf Israel zu verhindern, und wenn ja, welche, und haben sich
dazu Vertreter der Bundesregierung mit Vertretern der Hisbollah und
bzw. oder der libanesischen Regierung getroffen, und wenn ja, wie oft,
und wann?
38. Verfügt die Bundesregierung über belastbare direkte oder indirekte
Kontakte zur Hisbollah, und wenn ja, welche Kontakte nutzt die
Bundesregierung, um auf die Hisbollah einzuwirken, einen dauerhaften
Waffenstillstand gegenüber Israel einzuhalten und zukünftig auf jede Form von
Angriffen auf israelisches Staatsgebiet zu verzichten?
39. Welche konkreten Maßnahmen zur militärischen Verteidigung Israels
gegen die Angriffe der Hisbollah hat die Bundesregierung angeboten
und umgesetzt?
40. Welche Schritte hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode
unternommen, um eine umfassende Strategie für den Nahen und Mittleren
Osten sowie Nordafrika zu entwickeln, die deutsche Interessen wahrt
und den Weg für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bereitet?
41. Hat sich die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode in der EU für
eine Reform der südlichen Nachbarschaftspolitik und eine europäische
Strategie für den Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika
eingesetzt, und wenn ja, wie?
42. Ist die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode dem Einfluss
Russlands und Chinas im Nahen und Mittleren Osten entgegengetreten, und
wenn ja, wie, und inwiefern wurde eine koordinierte EU-Strategie mit
gemeinsamen Interessen und Angeboten vorangetrieben, um diese
Region näher an die EU zu binden?
43. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung unternommen, um
privatwirtschaftliches Engagement im Nahen und Mittleren Osten stärker zu
unterstützen und abzusichern?
44. Hat sich die Bundesregierung in der EU und bilateral für den Ausbau des
Handels mit Staaten des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas
eingesetzt und den regelbasierten Handel innerhalb der Region
gefördert, nach Vorbild der Middle East Free Trade Area (MEFTA), und wenn
ja, wie?
45. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um
die Zusammenarbeit im Bereich Bildung und duale Ausbildung mit den
Staaten des Nahen und Mittleren Ostens auszubauen, insbesondere durch
Förderung von Auslandsschulen, universitärem Austausch und
beruflicher Bildung?
46. Mit welchen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens hat die
Bundesregierung in dieser Legislaturperiode Migrations- oder
Rückführungsabkommen abgeschlossen?
47. Wie hat das Auswärtige Amt in dieser Legislaturperiode die Arbeit des
Sonderbevollmächtigten für Migrationsabkommen unterstützt?
48. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um
den Handel mit dem Irak auszuweiten und die Präsenz deutscher
Unternehmen vor Ort zu stärken, welche messbaren Fortschritte kann sie
dabei vorweisen?
49. Welche konkreten Fortschritte kann die Bundesregierung bei der
Umsetzung ihrer Energiepartnerschaft mit den Vereinigten Arabischen
Emiraten vorweisen, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien?
50. Welche Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um gegen die
Huthi-Rebellen und die Gefährdung internationaler Seewege
vorzugehen, und haben Gespräche mit Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten
dazu konkrete Ergebnisse im Sinne einer koordinierten Strategie
erbracht?
51. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um
sicherzustellen, dass deutsche humanitäre Hilfe im Jemen nicht von
Konfliktparteien, insbesondere den Huthis, missbraucht wird, und
welche Kontrollmechanismen wurden hierfür eingeführt?
52. Welche sicherheitspolitischen Initiativen hat die Bundesregierung in
dieser Legislaturperiode mit den Golfstaaten Katar, den Vereinigten
Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien gestartet, um den Einfluss Irans und
seiner Stellvertreter einzudämmen, und inwiefern wurde ein
sicherheitspolitischer Dialog mit dem Golfkooperationsrat sowie der
Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum intensiviert?
53. Welche Fortschritte wurden seit dem Memorandum vom 7. März 2024
zur Errichtung ägyptisch-deutscher Schulen erzielt, insbesondere bei der
Schulplanung, Entwicklung pädagogischer Konzepte, Einrichtung des
beratenden Ausschusses, Lehrerausbildung und Integration der
vereinbarten Werte wie Nichtdiskriminierung und kritisches Denken?
54. Welche konkreten Begegnungen und Initiativen zur Kooperation und
weiterem Ausbau der bilateralen Beziehungen hat die Bundesregierung
gegenüber dem Königreich Saudi-Arabien, Oman und den Vereinigten
Arabischen Emiraten in den vergangenen dreieinhalb Jahren ergriffen,
und welche Kontakte und Gespräche auf politischer Ebene wurden dazu
durch die Bundesregierung initiiert?
55. Welche Themen waren Gegenstand der Gespräche zwischen dem
französischen Außenminister, der deutschen Bundesaußenministerin und dem
syrischen Machthaber Ahmed al-Scharaa bei der jüngsten Syrienreise
von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, wurden auch die
Themen der Drogenproduktion und des Drogenhandels bzw.
Drogenschmuggels (Captagon) sowie das Thema Migration (Rückführung)
thematisiert, und wenn nein, warum nicht, welche Rolle spielte die
Situation von Frauen und Mädchen in Syrien bei den Gesprächen der
Bundesaußenministerin vor Ort, und wie wird die Bundesregierung ihr
Vorhaben, die Einhaltung von Frauen- und Menschenrechten zur Bedingung
für die Lockerung von Sanktionen zu machen, umsetzen (www.faz.net/a
ktuell/politik/ausland/berlin-will-lockerung-von-syrien-sanktionen-1102
18645.html)?
56. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung im Sinne ihrer sog.
feministischen Außenpolitik, um die Situation von Frauen und Mädchen in
Syrien zu verbessern?
57. Welche Schritte hat die Bundesregierung gemeinsam mit internationalen
Partnern und auf Ebene der EU ergriffen, um die beträchtlichen
Vermögenswerte, welche von Angehörigen des Assad-Regimes außer Landes
geschafft wurden, zu lokalisieren und ggf. einzufrieren und für den
Wiederaufbau Syriens zur Verfügung zu stellen?
58. Wie bewertet die Bundesregierung die aktuelle Menschenrechtssituation
für Frauen und Mädchen in Afghanistan, und welchen konkreten
Handlungsbedarf sieht sie?
59. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung im Sinne ihrer sog.
feministischen Außenpolitik seit der Machtübernahme der Taliban 2021
ergriffen, um die Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan zu
verbessern?
a) Welche Erfolge und Fortschritte hat die Bundesregierung im Alltag
für Frauen und Mädchen in Afghanistan seitdem erreicht?
b) Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Einsatz für
Frauen- und Menschenrechte in Afghanistan in Abwägung anderer
politischer Ziele (sicherheitspolitisch, migrationspolitisch) bei?
c) Welche konkreten Veränderungen in ihrer Afghanistan-Politik hat die
Bundesregierung unter Bezugnahme auf ihre sog. feministische
Außenpolitik vorgenommen?
d) Welche Gespräche und bzw. oder Treffen haben seit der
Machtübernahme der Taliban in Afghanistan 2021 zwischen der
Bundesaußenministerin und oppositionellen Bewegungen und Frauenrechtlerinnen
der afghanischen Diaspora stattgefunden (bitte
Gesprächspartnerinnen, Zeitpunkt und Ort der Treffen nennen)?
60. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung unternommen,
um Deutschlands „besondere Verantwortung in einem dienenden
Verständnis für die EU als Ganzes“ (Koalitionsvertrag) durch
Abstimmungen mit wichtigen Partnern in der EU (u. a. Frankreich, Polen, Weimarer
Dreieck) wahrzunehmen?
61. Wie bilanziert die Bundesregierung die Umsetzung des im Vertrag der
gescheiterten Ampelkoalition formulierten eigenen Anspruchs, eine
eindeutige und frühzeitige Positionierung zu Vorhaben der Europäischen
Kommission durch eine stringentere Koordinierung zu erreichen?
62. Warum gelang es der der Bundesregierung nicht, sog. German Votes
(Enthaltung im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten
(AStV) aufgrund von Nichteinigung zwischen den Ressorts) zu
verhindern?
63. Warum hat die Bundesregierung bereits vereinbarte Kompromisse nach
erfolgreichen Trilogverhandlungen aufgekündigt?
64. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um
den u. a. durch das in den Fragen 60 und 61 dargelegte Agieren
verursachten Vertrauensverlust anderer EU-Mitgliedstaaten in Deutschland als
führende Kraft und zuverlässiger Partner in Europa wiederherzustellen?
65. Wie positioniert sich die Bundesregierung zu dem Umstand, dass Polen
und die skandinavischen Länder ohne die Beteiligung Deutschlands
Initiativen zum Schutz der Ostsee gegen russische hybride Maßnahmen
ergreifen?
66. Wie bewertet die Bundesregierung die Ergebnisse des letzten Telefonats
des Bundeskanzlers Olaf Scholz mit Präsident Wladimir Putin, und
inwieweit waren die europäischen Partner informiert oder eingebunden
und im Nachgang informiert worden?
67. Welche spezifischen gemeinsamen Projekte oder Initiativen wurden mit
Frankreich in dieser Legislaturperiode umgesetzt?
68. Welche Vorschläge des von der deutsch-französischen Arbeitsgruppe
unabhängiger Sachverständiger am 19. September 2023 beim Rat für
Allgemeine Angelegenheiten präsentierten Berichts zu den institutionellen
Reformen der EU konnten bislang in konkrete Ergebnisse überführt
werden?
69. Welche Reformvorschläge hat die Bundesregierung in der EU
eingebracht, um Entscheidungsprozesse im Bereich der Außenpolitik zu
beschleunigen?
70. Wann konkret und inwiefern haben die Bundesaußenministerin bzw. ihre
Vertreter in den Ratsformationen und bei anderen Gelegenheiten in der
auslaufenden Legislaturperiode darauf gedrungen, dass die zuletzt im
Schreiben des Bundeskanzlers an Ursula von der Leyen erhobene
Forderung, „vermehrt Mehrheitsentscheidungen anzuwenden“, in der EU-
Zustimmung findet?
71. Wie bewertet das Auswärtige Amt (AA) den Stand der
Beitrittsverhandlungen mit den Ländern des westlichen Balkans heute im Vergleich zu
2021?
72. Hat die Bundesregierung konkrete Schritte unternommen, um strategisch
wichtigen Beitrittskandidaten (insbesondere die Länder des Westbalkans,
Ukraine, Moldau) angesichts der viele Jahre bzw. jahrzehntelang
dauernden Verhandlungen eine europäische Perspektive zu bieten, die nach
Ansicht der Fragesteller schnell und spürbar sein sollte, und wenn ja,
welche?
73. Welche konkreten Ergebnisse und Vereinbarungen hat der Deutsch-
Französische Sicherheitsrat in Bezug auf die Abstimmung gemeinsamer
Positionen in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)
sowie der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP)
seit 2021 erzielt (bitte einzeln aufzählen)?
74. Welche konkreten Ergebnisse und Vereinbarungen sind im Rahmen des
Weimarer Dreiecks in Bezug auf die Abstimmung gemeinsamer
Positionen in der GASP bzw. GSVP seit 2021 erzielt worden (bitte einzeln
aufzählen)?
75. Welche konkreten Fortschritte konnten im Rahmen der Verbesserung der
zivil-militärischen Führungs- und Einsatzbefähigung der EU erzielt
werden?
76. Hat sich die Bundesregierung in die Erarbeitung des angekündigten
Weißbuchs zur europäischen Verteidigung eingebracht, und wenn ja,
inwiefern, und in welchem Umfang?
77. Wie will das Auswärtige Amt die Quote deutscher Angehöriger in den
europäischen Institutionen so erhöhen, dass der interne Repräsentanz-
Richtsatz von 13,8 Prozent tatsächlich erreicht wird (bitte konkrete
Maßnahmen und Initiativen einzeln aufführen)?
78. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um
hybride und verdeckte Einflussnahme Russlands in den EU-Beitritts-
und Kandidatenländern aufzuklären und ihnen im EU-Rahmen zu
begegnen?
79. Stimmt die Bundesregierung der Ansicht der Fragesteller zu, dass sie die
Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs immer nur zögerlich
unterstützt hat, und wenn ja, aus welchen Gründen, bzw. wenn nein,
warum stimmt sie nicht zu?
80. Wird die Bundesregierung der Ukraine bis Ende der Legislaturperiode
die aktuell diskutierten zusätzlichen 3 Mrd. Euro zur Verfügung stellen,
wenn ja, wann genau, und wenn nein, warum nicht?
81. Sind aus Sicht der Bundesregierung die eingefrorenen russischen
Vermögenswerte in Europa in Gänze zur Unterstützung der Ukraine (auch im
Bereich der militärischen Ausrüstung) heranziehbar, und was hat die
Bundesregierung bisher getan, um die in der EU eingefrorenen 210
Milliarden an russischen Vermögenswerten für die Ukraine zu verwenden?
82. Wie viele eingefrorene russische Vermögenswerte befinden sich derzeit
in Deutschland, und was tut die Bundesregierung, um diese der Ukraine
zur Verfügung zu stellen?
83. Was tut die Bundesregierung, um ein Sondertribunal zur Ahndung des
russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einzurichten und die
Strafverfolgung der russischen Troika zu ermöglichen, wird es zum dritten
Jahrestag des Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar 2025
Fortschritte geben, auch bezüglich des von den 41 Staaten der
Kerngruppe für die Einrichtung des Sondertribunals für das Verbrechen der
Aggression gegen die Ukraine vorgeschlagenen bilateralen Abkommens
zwischen dem Europarat und der Regierung der Ukraine?
84. Inwieweit hat sich die Bundesregierung innerhalb der Europäischen
Union für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der politischen und
wirtschaftlichen Modernisierung der Länder der Östlichen Partnerschaft auf
der Grundlage differenzierter Kooperationsangebote und des „Mehr für
mehr“-Ansatzes eingesetzt?
85. Welche Fortschritte sieht die Bundesregierung hinsichtlich stabilerer und
nachhaltigerer Nachbarschaftsbeziehungen im politischen,
wirtschaftlichen und kulturellen Bereich?
86. Ist die Bundesregierung der Ansicht, dass das Projekt der „Östlichen
Partnerschaft“ ein Zukunftsmodell ist?
87. Hat die Bundesregierung Anstrengungen unternommen, um ähnlich
erfolgreich wie Polen eine engere Zusammenarbeit mit dem Forum
„Nordic-Baltic Eight“ zu suchen, und wenn ja, welche?
88. Welche Anstrengungen hat die Bundesregierung unternommen, um die
multilaterale Zusammenarbeit mit den Arktisanrainern außer Russland
im Arktischen Rat, in der NATO, im Rahmen der Gemeinsamen Außen-
und Sicherheitspolitik der EU, beim Arctic Security Forces Roundtable
und der Nordischen Verteidigungskooperation zu intensivieren, um den
Frieden in der Arktis durch eine vertiefte Kooperation zu erhalten und
negative Konsequenzen für rechtsbrechende Nationen zu beschließen?
89. Welche Fortschritte konnten erreicht werden, um zur Stärkung der
NATO-Nordostflanke durch militärische Präsenz auch der Deutschen
Marine in der Arktis und arktisnahen Gewässern Russland und China
von einem Bruch internationaler Abkommen in der Arktis
abzuschrecken?
90. Konnten Fortschritte erzielt werden, um das Seerechtsübereinkommen
dahin gehend zu ergänzen, dass zeitweise vereiste Gewässer innerhalb
der Exklusiven Wirtschaftszonen im eisfreien Zustand keinen
Durchfahrtsbeschränkungen unterliegen und dass etwaige
Durchfahrtsbeschränkungen oder Auflagen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
unterliegen müssen?
91. Hat die Bundesregierung die Initiative ergriffen, um die 45-tägige
Anmeldefrist Russlands für die Nordostpassage vor dem Internationalen
Seegerichtshof überprüfen zu lassen?
92. Wie hat sich die Bundesregierung innerhalb ihrer Klimaaußenpolitik
dafür eingesetzt, dass vorhandene Umweltstandards in der Arktis
eingehalten, militärische Altlasten im Arktischen Ozean erkundet und wenn
möglich entsorgt und neue Kontaminationsquellen in der Arktis
verhindert werden?
93. Wurden seitens der Bundesregierung Initiativen ergriffen, um die
borealen Feuerbrände in Kanada und Sibirien, die immer früher beginnen,
weiter nach Norden vordringen und im Jahr 2022 eine Fläche betrafen,
die etwa der Hälfte Deutschlands entspricht, zu bekämpfen?
94. Wurden im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik
der EU arktistaugliche Sensor- und Kommunikationsplattformen zur
Erstellung und Übermittlung eines Echtzeitlagebilds entwickelt und
beschafft?
95. Welche Schritte wurden von der Bundesregierung unternommen, um zu
verhindern, dass wichtige Arktisinfrastrukturen wie Häfen, Flughäfen
oder Kommunikationsinfrastrukturen unter die Kontrolle des russischen
oder chinesischen Staates kommen oder neue Abhängigkeiten von
diesen Staaten entstehen?
96. Welche Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um sich auf
multilateraler Ebene und beim Internationalen Seegerichtshof gegen die
zahlreichen Völkerrechtsverstöße der Russischen Föderation im
Schwarzen Meer einzusetzen?
97. Gab es Initiativen der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für die
schnelle Verwirklichung des „Neptun Deep“-Projektes zur Gasförderung
im Schwarzen Meer einzusetzen, um die Energieabhängigkeit von
Drittstaaten zu reduzieren?
98. Welche konkreten grenzüberschreitenden polizeilichen und justiziellen
Kooperationen hat die Bundesregierung mit den Ländern des Westlichen
Balkans und den Schwarzmeeranrainern zur Bekämpfung illegaler
Migration, organisierter Kriminalität sowie Menschen-, Drogen- und
Waffenhandel initiiert?
99. Hat die Bundesregierung gemeinsam mit unseren europäischen Partnern
Pläne zur politischen und wirtschaftlichen Unterstützung von Belarus im
Falle demokratischer Umwälzungen vorangetrieben und transparente
Bedingungen für deren Umsetzung entwickelt?
100. Welche Initiativen hat die Bundesregierung ergriffen, um sich gemäß
dem Beschluss des Deutschen Bundestages auf Bundestagsdrucksache
20/9146 „Für ein demokratisches Belarus in der europäischen Familie“
unnachgiebig für die Freilassung aller politischer Gefangener, für freie
und faire Neuwahlen unter Beobachtung der Organisation für Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und für ein unverzügliches
Ende von Folter und Gewalt einzusetzen?
101. Wie oft gab es in der 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
Treffen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, ihren
Staatsministerinnen und Staatsministern oder anderen hochrangigen Vertretern
des Auswärtigen Amts mit Regierungsvertretern Spaniens, und über
welche Themen wurde jeweils gesprochen (bitte nach Jahren und jeweils
für Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Teilnehmer
auflisten)?
102. Wie oft sind Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihre
Staatsministerinnen und Staatsminister in der 20. Legislaturperiode des
Deutschen Bundestages jeweils amtsbezogen nach Spanien gereist (bitte nach
Jahren auflisten)?
103. Wie oft wurden in der 20. Legislaturperiode spanische
Regierungsvertreter in Deutschland durch das Auswärtige Amt empfangen (bitte nach
Jahren und empfangenen Regierungsvertretern auflisten)?
104. Was ist nach Kenntnis der Bundesregierung der aktuelle Stand der
Planungen sowie der geplante Zeitpunkt der Fertigstellung der
Wasserstoffpipeline H2Med von Portugal über Spanien und Frankreich nach
Deutschland, deren Verlängerung nach Deutschland im Januar 2023 mit
Frankreich vereinbart wurde (siehe www.tagesschau.de/wirtschaft/wasse
rstoffleitung-deutschland-frankreich-101.html) und die von der
Bundesregierung in ihrer Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie
vom 27. Juli 2023 (Bundestagsdrucksache 20/7910) als
„Schwerpunktkorridor“ im Rahmen eines europäischen Wasserstoff-Kernnetzes
benannt wird, dessen Planungen zeitnah und mit Nachdruck umgesetzt
werden sollen (siehe Bundestagsdrucksache 20/7910)?
105. Wie oft war das Projekt der Wasserstoffpipeline H2Med Thema bei
bilateralen Treffen oder Gesprächen von Bundesaußenministerin Annalena
Baerbock bzw. ihrer Staatsministerinnen und Staatsminister mit ihren
Amtskollegen aus Spanien und Portugal (bitte nach einzelnen Staaten
auflisten)?
106. Mit welchen Personen besetzte die Bundesregierung die „hochrangige
Arbeitsgruppe“ zum Thema Wasserstoff, die Deutschland und
Frankreich auf Ministeriumsebene einsetzen wollten, um gemeinsame
Strategien im Bereich Wasserstoff zu entwickeln (siehe www.tagesschau.de/wi
rtschaft/wasserstoffleitung-deutschland-frankreich-101.html), wie oft hat
sich die Arbeitsgruppe seit ihrer Einsetzung im Frühjahr 2023 physisch
sowie virtuell getroffen?
107. Hat die Bundesregierung Spanien bei der Flutkatastrophe in der Region
Valencia im Herbst 2024 (bilateral) unterstützt, wie von Bundeskanzler
Olaf Scholz Ende Oktober 2024 angeboten (siehe www.t-online.de/nach
richten/deutschland/aussenpolitik/id_100520532/unwetter-in-spanien-de
utschland-bietet-hilfe-nach-ueberschwemmungen-an.html), wie sah
diese Unterstützung konkret aus, und welche Organisationen waren
daran beteiligt (bitte Maßnahmen und jeweilige Kosten dafür auflisten), im
Falle von finanziellen Hilfen, wie hoch waren diese insgesamt?
108. Hat sich die Bundesregierung zu dem im Mai 2024 endgültig
verabschiedeten Amnestiegesetz der Regierung Sánchez III zur Begnadigung
katalanischer Separatisten, welches derzeit vom spanischen
Verfassungsgericht geprüft wird, eine Positionierung erarbeitet, und wenn ja, wie
lautet diese (siehe www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_100455606/a
mnestie-gesetz-kommt-in-spanien-vors-verfassungsgericht.html)?
109. Wie oft gab es in der 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
Treffen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, ihren
Staatsministerinnen und Staatsministern oder anderen hochrangigen Vertretern
des Auswärtigen Amts mit Regierungsvertretern Portugals, und über
welche Themen wurde jeweils gesprochen (bitte nach Jahren und jeweils
für Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Teilnehmer
auflisten), wie viele Treffen davon waren mit Vertretern der neuen
portugiesischen Minderheitsregierung, die seit April 2024 im Amt ist (bitte nach
Datum und Teilnehmern auflisten)?
110. Wie oft sind Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihre
Staatsministerinnen und Staatsminister in der 20. Legislaturperiode des
Deutschen Bundestages jeweils amtsbezogen nach Portugal gereist (bitte
nach Jahren auflisten), wie viele Reisen davon dienten dem Austausch
mit der neuen portugiesischen Minderheitsregierung, die seit April 2024
im Amt ist?
111. Wie oft wurden in der 20. Legislaturperiode portugiesische
Regierungsvertreter in Deutschland im Auswärtigen Amt empfangen (bitte nach
Jahren und empfangenen Regierungsvertretern auflisten), wurden bereits
Vertreter der neuen portugiesischen Minderheitsregierung, die seit April
2024 im Amt ist, in Deutschland empfangen, und wenn ja, wer (bitte
nach Datum und empfangenen Regierungsvertretern auflisten)?
112. Welche konkreten Vorschläge enthielt die sog. Kooperationsagenda 2023
zur Vertiefung der deutsch-portugiesischen Zusammenarbeit im Bereich
Digitalisierung, Klima- und Meeresschutz sowie Europa- und
Außenpolitik, die Bundesaußenministern Annalena Baerbock vor ihrem
Antrittsbesuch in Portugal im Januar 2023 ankündigte (siehe www.auswaertige
s-amt.de/de/service/laender/portugal-node/baerbock-portugal-2571688),
und welche der enthaltenen Vorschläge wurden ganz oder teilweise
umgesetzt (bitte nach aktuellem Stand der Umsetzung gliedern)?
113. Welche Mitglieder der Bundesregierung, Staatssekretäre und Mitarbeiter
aus Ministerien nahmen seit 2021 am Deutsch-Portugiesischen Forum
teil, das hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft zusammenführt (www.auswaertiges-amt.de/de/service/l
aender/portugal-node/bilateral-210200)?
114. Hat die Bundesregierung Portugal bei den dortigen Waldbränden im
Sommer 2024 zusätzlich zu den Hilfen aus dem EU-Kohäsionsfonds
bilateral unterstützt, und wenn ja, wie sah diese Unterstützung konkret aus
(bitte Maßnahmen und jeweilige Kosten dafür auflisten)?
115. Welche Rolle spielen die Rohstoffpartnerschaften mit Kasachstan und
der Mongolei, um einseitige Abhängigkeiten der deutschen Wirtschaft
von China zu reduzieren?
116. Welche konkreten Initiativen hat die Bundesregierung gemeinsam mit
der indischen Regierung angestoßen, um die strategische Kooperation in
internationalen Fragen der Handels-, Menschenrechts-, Umwelt-,
Klima-, Biodiversitäts-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik
auszubauen?
117. Sieht die Bundesregierung angesichts der selbst ernannten Rolle Indiens
als Führungsmacht des sog. Globalen Südens Möglichkeiten, gemeinsam
mit Indien eine Allianz der regelbasierten, multilateralen Weltordnung
auf- und auszubauen und faire und auf Ausgleich basierte Institutionen
zu stärken, und wenn ja, wie?
118. Welche dauerhaften Gesprächsformate von Indien und Deutschland
gemeinsam mit Drittstaaten, insbesondere mit Wertepartnern im
asiatischpazifischen Raum wurden in der Amtszeit der Bundesregierung
entwickelt?
119. Welche nennenswerten Projekte wurden von der Bundesregierung
etabliert, um eine verstärkte Zusammenarbeit bei der politischen,
technischen und wirtschaftlichen Modernisierung Indiens auf der Grundlage
der gemeinsamen Werte voranzutreiben?
120. Ist die in der „Gemeinsamen Erklärung“ des 5+1-Treffens mit
Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgistan postulierte
strategische Partnerschaft Deutschlands mit den zentralasiatischen
Ländern lebendige Wirklichkeit, und welche konkreten Projekte wurden
nach dem Gipfel im September 2023 bereits umgesetzt?
121. Welche konkreten Fortschritte der Kooperation resultieren aus Sicht der
Bundesregung aus den „Fünf plus Eins“-Gesprächen mit den Ländern
Zentralasiens im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und
Sicherheitspolitik der Europäischen Union?
122. Wie hat sich die Verfolgung einer sog. feministischen Außenpolitik auf
die Chinapolitik des Auswärtigen Amts in der 20. Legislaturperiode
ausgewirkt?
123. Hatte die Bundesregierung Kontakt mit Mitgliedern der ins Amt
kommenden Trump-Regierung zu chinapolitischen Fragestellungen (wenn ja,
bitte die einzelnen Gespräche und die Teilnehmenden nennen)?
124. Hat die Bundesregierung sich auf EU-Ebene, u. a. in den Gremien des
Rats der Europäischen Union, hinsichtlich der Fragestellung, ob und
inwiefern eine Notwendigkeit besteht, die Chinapolitik der EU im Rahmen
der Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident anzupassen, aktiv
eingebracht (bitte die konkreten Vorschläge und Maßnahmen, die
Deutschland in diesem Kontext eingebracht bzw. ergriffen hat, nennen)?
125. Welche konkreten Maßnahmen hat das Auswärtige Amt in der gesamten
20. Legislaturperiode ergriffen, um im Rahmen der deutsch-chinesischen
diplomatischen Beziehungen sowie im multilateralen Kontext und somit
im Rahmen von Deutschlands Mitgliedschaften in den entsprechenden
Gremien (u. a. G7, G20, Vereinte Nationen und ihrer
Unterorganisationen, OECD, EU-Institutionen und ihre Gremien) Chinas
Menschenrechtsverletzungen, insbesondere auch in Xinjiang, zu thematisieren, und
hat sie sich dabei auch dafür eingesetzt, aktive Weichen dafür zu setzen,
dass Menschenrechtsverletzungen in China langfristig Einhalt geboten
wird, und wenn ja, wie?
126. Welche konkreten Maßnahmen hat Bundesministerin Annalena
Baerbock im Zusammenhang ihrer laut medialer Berichterstattung Ende
2024 am Rande eines EU-Treffens in Brüssel gefallenen Bemerkung von
„chinesischer Drohnenhilfe“ für Russland samt Forderung nach
Konsequenzen („Das muss und wird Konsequenzen haben“, s. www.tagesscha
u.de/ausland/baerbock-drohnen-china-100.html; www.zeit.de/politik/aus
land/2024-11/ukraine-krieg-russland-china-drohnen-lieferung) als
Konsequenz auf den Weg gebracht?
127. In welchem Kontext schätzt und ordnet die Bundesregierung das
sicherheitspolitische Verhalten Chinas im asiatisch-pazifischen Raum,
einschließlich der chinesischen Militärübungen im Südchinesischen Meer,
in den vergangenen drei Jahren ein?
128. Sehen die Bundesregierung und das Auswärtige Amt den Verbau von
chinesischen Fahrzeugkomponenten, die zur Datenübertragung oder zur
Steuerung autonomen Fahrens in deutschen Autos verwendet werden,
als potenzielles Sicherheitsrisiko an?
a) Gibt es hierzu eine Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI)?
b) Hat die Bundesregierung sich auf europäischer Ebene für eine
Einfuhrbeschränkung dieser Komponenten eingesetzt?
129. Bewerten die Bundesregierung und das Auswärtige Amt die von den
chinesischen Unternehmen Tencent, CATL und Integrity Technology
Group produzierten und eingeführten Produkte als Dual-Use-Güter?
a) Sieht das Auswärtige Amt die Aktivitäten der chinesischen
Unternehmen Tencent, CATL und der Integrity Technology Group in
Deutschland als potenziell cybersicherheitsrelevant an, und wenn ja,
inwiefern?
b) Sieht das Auswärtige Amt die Aktivitäten der chinesischen
Unternehmen Tencent, CATL und der Integrity Technology Group in
Deutschland als potenziell militärisch relevant an, und wenn ja,
inwiefern?
130. Ist mit Blick auf das Ergreifen von Maßnahmen in Deutschland die
Schaffung einer Verteidigungsagentur nach Vorbild der schwedischen
„Psychological Defense Agency“, welche gegen Desinformation und
psychologische Kriegsführung vorgeht, im Hinblick auf Chinas hybride
außenpolitische Aktivitäten sinnvoll?
131. Liegen der Bundesregierung angesichts des Inkrafttretens der
Verordnung über die Sicherheit von Netzdaten (Network Data Security
Regulation) in China am 1. Januar 2025, nach der deutsche Unternehmen,
welche chinesische Daten verarbeiten wollen,
Datenverarbeitungszentren in China eröffnen müssen, Informationen vor, wie viele deutsche
Unternehmen hiervon betroffen sind und inwiefern dies negative
Auswirkungen auf Deutschlands Datensouveränität und die wirtschaftlichen
Entwicklungspotenziale deutscher Unternehmen hat, und wenn ja,
welche?
132. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesaußenministerin
unternommen, um in Einklang mit der China-Strategie der Bundesregierung
sicherzustellen, dass die chinesische Regierung mithilfe chinesischer
Komponenten der Hersteller Huawei und ZTE keinen Einfluss auf das
deutsche 5G-Netz nehmen kann?
133. Bewertet die Bundesregierung ihre Zustimmung zum 5G-Ausbau, der
vorsieht, dass auch über 2029 hinaus chinesische Hardware- und
Softwarekomponenten im deutschen 5G-Zugangsnetz verbaut werden können,
und in dem nur das 5G-Netzwerkmanagementsystem reguliert wurde, als
die sicherheitspolitischen Belange Deutschlands ausreichend
berücksichtigend?
134. Auf welche Art und Weise und in welchen Punkten hat das Auswärtige
Amt die unter der Federführung des Bundesministeriums für Digitales
und Verkehr (BMDV) entwickelte Strategie für eine Internationale
Digitalpolitik ergänzt (bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/presse/pm0
04-internationale-digitalpolitik-de.pdf?__blob=publicationFile), welche
Teile der Strategie für eine Internationale Digitalpolitik fallen in die
Zuständigkeit des Auswärtigen Amts, welche Ziele ergeben sich daraus,
und welche Maßnahmen sind bereits daraus erfolgt?
135. Welche strategischen Ziele ergeben sich aus Sicht des Auswärtigen Amts
im Bereich der Internationalen Digitalpolitik?
136. Wo liegt in der Internationalen Digitalpolitik ein Schwerpunkt der Arbeit
des Auswärtigen Amts im Austausch mit folgenden Staaten: USA,
Russland, China, Indien, Brasilien, Türkei, Südafrika, Kenia, Großbritannien
und Australien (bitte inklusive Themen auflisten)?
137. Strebt das Auswärtige Amt im Kampf gegen Desinformation aktiv
internationale Kooperationen in diesem Bereich an, und wenn ja, mit
welchen Partnern, und welche Maßnahmen wurden bereits getroffen?
138. Inwiefern strebt das Auswärtige Amt die Zusammenarbeit mit anderen
Ländern bei der Bekämpfung von Desinformation an?
139. Inwiefern unterstützt das Auswärtige Amt das Ziel, die digitale
Souveränität Europas zu stärken, und sind hierzu Spannungsfelder mit anderen
Ländern bekannt (bitte erläutern)?
140. Inwiefern strebt das Auswärtige Amt eine Zusammenarbeit mit Ländern
des sog. Globalen Südens im Bereich der Digitalpolitik an und versucht,
diese zu intensivieren?
141. Inwiefern bringt sich das Auswärtige Amt bei der Normierung oder
Standardisierung von digitalen Technologien in internationalen Gremien
ein?
142. Wie bewertet das Auswärtige Amt aktuell die Umsetzung der
Vereinbarungen des Global Digital Compacts, für welche es federführend
zuständig ist, welche Maßnahmen wurden konkret beschlossen, und in welchen
Bereichen konnten erste Ergebnisse vorgelegt werden?
143. Mit welchen Stakeholdern gab es im Kontext des Global Digital
Compacts Treffen und Austausche mit dem Auswärtigen Amt (bitte
auflisten)?
144. Wie viele Mitarbeiter umfasst aktuell der Koordinierungsstab für Cyber-
Außenpolitik?
145. Welche inhaltlichen Schwerpunkte und Aufgaben liegen beim
Koordinierungsstab für Cyber-Außenpolitik und welche Zusammenarbeit gibt
es hier mit anderen Bundesministerien und Bundesbehörden?
146. Wie oft gab es in der 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
Treffen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, ihren
Staatsministerinnen und Staatsministern oder anderen hochrangigen Vertretern
des Auswärtigen Amts mit Regierungsvertretern Brasiliens, und über
welche Themen wurde jeweils gesprochen (bitte nach Jahren jeweils für
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Teilnehmer auflisten)?
147. Wie oft sind Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihre
Staatsministerinnen und Staatsminister in der 20. Legislaturperiode des
Deutschen Bundestages jeweils amtsbezogen nach Brasilien gereist (bitte
nach Jahren auflisten)?
148. Wie oft wurden in der 20. Legislaturperiode brasilianische
Regierungsvertreter in Deutschland durch das Auswärtige Amt empfangen (bitte
nach Jahren und empfangenen Regierungsvertretern auflisten)?
149. Wie erklärt die Bundesregierung die Schließung des Goethe-Institut-
Standorts in Curitiba (Brasilien) vor dem Hintergrund ihrer im
Koalitionsvertrag dargelegten Vorhaben, man wolle die Wertegemeinschaft
mit den Demokratien Lateinamerikas stärken und das deutsche
Engagement in der Region, aufbauend auf der Lateinamerika- und Karibik-
Initiative, ausweiten (siehe www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalition
svertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf)?
150. Worin bestand die angekündigte Fortsetzung der im Jahr 2019 unter der
damaligen Großen Koalition gestarteten Lateinamerika- und Karibik-
Initiative des Auswärtigen Amts in der 20. Legislaturperiode konkret
(www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-904446), welche
konkreten Ziele wurden in der 20. Legislaturperiode dazu erreicht und welche
konkreten Projekte im genannten Zeitraum abgeschlossen (bitte
auflisten)?
151. Welche Schlüsse zieht die Bundesregierung aus den Absagen des
brasilianischen Präsidenten sowie des brasilianischen Außenministers für ein
Treffen mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf deren
dreitägigem Antrittsbesuch in Brasilien im Juni 2023 (siehe www.zeit.de/politi
k/ausland/2023-06/annalena-baerbock-brasilien-luis-inacio-lula-da-s
ilva)?
152. Was ist der Inhalt der „gut ein Dutzend Absichtserklärungen“, die im
Rahmen der zweiten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen
im Dezember 2023 unterschrieben wurden (siehe www.bundesregierun
g.de/breg-de/aktuelles/regierungskonsultationen-deutschland-brasilien-2
246888), und wie ist jeweils der aktuelle Stand der darin enthaltenen
Vorhaben, welche davon wurden bereits vollständig umgesetzt, welche
wurden noch gar nicht begonnen?
153. Welche bilateralen Projekte zur Lieferung von grünem Wasserstoff von
Brasilien nach Deutschland wurden vor dem Hintergrund der im
Rahmen der zweiten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen
durch Bundeskanzler Olaf Scholz erfolgten Ankündigung einer
vertieften Zusammenarbeit in diesem Bereich (siehe www.bundesregierung.de/
breg-de/aktuelles/regierungskonsultationen-deutschland-brasilien-224
6888) in der 20. Legislaturperiode gestartet (bitte auch jeweiligen
finanziellen Umfang sowie aktuellen Stand der Projekte angeben), wann
erwartet die Bundesregierung die erste Lieferung von grünem Wasserstoff
von Brasilien nach Deutschland?
154. Hat die Bundesregierung während der 20. Legislaturperiode zusätzliche
Rohstoffabkommen mit Brasilien geschlossen, und wenn ja, wann,
welche, und in welchem Umfang (bitte nach Art des Rohstoffs,
Lieferungsumfang, Kosten aufschlüsseln)?
155. Welche Fortschritte wurden aus Sicht der Bundesregierung im Bereich
Klimaschutz unter dem brasilianischen G20-Vorsitz erzielt, und wie
bewertet die Bundesregierung diese vor dem Hintergrund der Erwartungen
von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, Brasilien solle den
Klimaschutz in den Mittelpunkt seines G20-Vorsitzes stellen (siehe www.ta
gesschau.de/ausland/amerika/g20-aussenministertreffen-rio-100.html)?
156. Welchen Stellenwert hatten Lateinamerika und die Karibik für die
Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung in der 20.
Wahlperiode, und welchem strategischen Ansatz ist sie in der
Zusammenarbeit mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik gefolgt?
157. Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg und die Effizienz ihrer
Afrikapolitik, und welche Schritte hat sie unternommen, um den
veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen und dem wachsenden Einfluss
Russlands und Chinas vor Ort Rechnung zu tragen?
158. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung seit den Militärputschen in
Mali, Niger und Burkina Faso ergriffen, um ihre Sahel-Politik neu
auszurichten?
159. Welche Maßnahmen und Initiativen hat die Bundesregierung ergriffen,
um der wachsenden Instabilität am Horn von Afrika entgegenzuwirken?
160. Sieht die Bundesregierung wie die Fragesteller, dass ein außenpolitischer
Schaden dadurch entstanden ist, dass die Bundesministerin des
Auswärtigen ihre für Januar 2024 geplante Reise nach Dschibuti kurzfristig
abgesagt und bis heute nicht nachgeholt hat, und wenn ja, welchen, bzw.
wenn nein, warum nicht?
161. Wer hat die Entscheidung getroffen, den Flug nach Dschibuti anzutreten,
ohne dass eine Überfluggenehmigung für Eritrea vorlag (www.spiege
l.de/politik/deutschland/annalena-baerbock-neue-panne-bei-baerbock-flu
g-a-d86e55c9-5407-4818-b2ab-b8aded51b810)?
162. Welche Kosten sind durch die kurzfristige Absage des Besuchs der
Bundesaußenministerin in Dschibuti im Januar 2024 verursacht worden, die
nicht ersetzt werden konnten (Hotelbuchung, Essensbestellung,
Verlegung von Personal von anderen Standorten nach Dschibuti etc.)?
163. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um ein
Ausdehnen terroristischer Strukturen aus dem Sahel auf die
Küstenanrainerstaaten am Golf von Guinea und am Atlantischen Ozean in Westafrika zu
verhindern, und inwiefern hat sie sich hierzu mit anderen Partnern
abgestimmt?
164. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung unternommen,
um nach den richtungsändernden Wahlen in den geostrategisch
relevanten Ländern Sri Lanka und der Republik Malediven trotz einer
deutlichen Zuwendung der neuen Präsidenten zu China sowie erneuter
finanzieller Abhängigkeit von China (www.dailynews.lk/2025/01/16/admin-c
atagories/breaking-news/705754/sri-lanka-secures-3-7-billion-fdi-durin
g-presidents-visit-to-china/) die traditionell guten Beziehungen zu
Deutschland zu untermauern?
165. Inwieweit hat die Bundesregierung in den vergangenen drei Jahren
deutsche Interessen im Hinblick auf die Indo-Pazifik-Leitlinien gegenüber
Sri Lanka vertreten?
166. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung bezüglich
dschihadistischen Einflusses auf die Gesellschaft der Republik Malediven (www.lo
wyinstitute.org/the-interpreter/maldives-legacy-islamic-state & www.orf
online.org/research/poverty-criminality-extremism-the-interrelated-sourc
es-of-insecurity-in-maldives), und welche sicherheitspolitischen
Gefahren für die Region lassen sich daraus ableiten?
167. Wie hat sich die Stellensituation im Leitungsbereich des Auswärtigen
Amts seit Beginn dieser Legislaturperiode verändert (bitte nach
Laufbahnen, externen Mitarbeitern, neuen in dieser Legislaturperiode
geschaffenen Stellen, Geschlecht auflisten)?
168. Wie hat sich die Stellensituation im Referat 013-9 des Auswärtigen
Amts seit Beginn dieser Legislaturperiode verändert (bitte nach
Laufbahnen, externen Mitarbeitern, neuen in dieser Legislaturperiode
geschaffenen Stellen auflisten)?
169. Wie hat sich die Menge an Ministervorlagen im Auswärtigen Amt seit
Beginn dieser Legislaturperiode im Vergleich zur Legislaturperiode
davor verändert?
170. Wie viele Kosten fielen für Fotografen im Auswärtigen Amt in dieser
Legislaturperiode an?
171. Wie oft traf die Bundesministerin des Auswärtigen in dieser
Legislaturperiode Mitglieder des Personalrats des Auswärtigen Amts zu einem
persönlichen Gespräch?
a) Wie oft in dieser Legislaturperiode führte die Bundesministerin des
Auswärtigen Gespräche mit dem Personalrat als Gremium (ohne
Personalversammlungen)?
b) Wie oft in dieser Legislaturperiode führte die Bundesaußenministerin
Gespräche mit dem Vorsitzenden des Personalrats?
c) Ist es richtig, dass die Bundesministerin des Auswärtigen Gespräche
mit dem Vorsitzenden des Personalrats auf Auslandsreisen im
Flugzeug führte, weil im Auswärtigen Amt in Berlin die Zeit für solche
Gespräche fehlte?
d) Wie oft nahm die Bundesministerin des Auswärtigen an
(Teil-)Personalversammlungen am Dienstsitz Bonn teil?
e) Wie oft traf sich die Bundesministerin des Auswärtigen auf
Auslandsdienstreisen mit dem örtlichen Personalrat?
172. Wie viele Mitarbeiter sind durchschnittlich im Einsatz, um einen
externen Termin der Bundesministerin des Auswärtigen innerhalb
Deutschlands vorzubereiten und zu begleiten?
173. Welche Referate und Strichreferate bzw. Arbeitseinheiten wurden im
Auswärtigen Amt in dieser Legislaturperiode neu geschaffen?
174. Wie viele pensionierte oder aus dem Auswärtigen Dienst ausgeschiedene
Mitarbeiter (bekannt als „graue“ und „grüne Bären“) waren in dieser
Legislaturperiode für das Auswärtige Amt aktiv im Dienst?
175. Wie entwickelten sich die Einstellungszahlen in den drei
Ausbildungslehrgängen des Auswärtigen Dienstes in dieser Legislaturperiode (bitte
nach Laufbahnen und Geschlecht aufschlüsseln), und wie viele
Anwärterinnen und Anwärter wurden in dieser Legislaturperiode in den
Auswärtigen Dienst übernommen?
176. Wie entwickelten sich die Zahlen für Beförderungen nach A16, A13
(gD) und A9+Z in dieser Legislaturperiode (bitte nach Geschlecht und
Dienstalter aufschlüsseln)?
177. Wie entwickelten sich die durchschnittlichen Wartezeiten auf
Notenvergaben in Beurteilungsverfahren im Auswärtigen Dienst in dieser
Legislaturperiode?
178. Wie lange verbleiben Beamte des Auswärtigen Dienstes durchschnittlich
in ihren Besoldungsgruppen, bis sie befördert werden (bitte nach
Geschlecht und Dienstalter aufschlüsseln)?
179. Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen im Ausland und im Inland
eingesetzten Mitarbeitern des Auswärtigen Dienstes in dieser
Legislaturperiode?
180. Wie beurteilt die Bundesregierung den Erfolg der Einrichtung des
Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA)?
a) Wie viele Neueinstellungen wurden in dieser Legislaturperiode im
BfAA vorgenommen?
b) Wie viele der fürs BfAA vorgesehenen Stellen sind nach aktuellem
Stand besetzt?
c) Welche Prozesse konnten durch Auslagerung ins BfAA nachweislich
beschleunigt werden (bitte mit Indikatoren auflisten)?
d) Welche Zuständigkeiten sollen aus Sicht der Bundesregierung wann
noch ins BfAA übertragen werden?
e) Welche Zuständigkeiten in der Visabearbeitung hat das BfAA mit
welchem Erfolg übernommen?
f) Wie haben sich die Bearbeitungszeiten in der Antragsbearbeitung der
Projektförderung in dieser Legislaturperiode entwickelt?
181. Wie haben sich die durchschnittlichen Visabearbeitungszeiten (bitte nach
Visa-Art und Auslandsvertretung aufschlüsseln) in dieser
Legislaturperiode entwickelt?
182. Wie haben sich die durchschnittlichen Wartezeiten auf einen Termin zur
Visumbeantragung (bitte nach Visa-Art und Auslandsvertretung
aufschlüsseln) in dieser Legislaturperiode entwickelt?
183. Um wie viele Tage hat sich die durchschnittliche Bearbeitungszeit bei
Visaanträgen seit der im Dezember 2022 begonnenen Pilotphase für die
digitale Visumbeantragung an den teilnehmenden Auslandsvertretungen
verändert (bitte nach Art des Visums und Auslandsvertretung
aufschlüsseln)?
184. Wurde das mit dem Aktionsplan Visabeschleunigung ausgegebene Ziel,
bis Anfang 2025 die vollständige Digitalisierung des Visumverfahrens
abzuschließen (siehe Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/7754), erreicht, wenn nein, warum
nicht, und wie ist der Umsetzungsstand des Aktionsplans
Visabeschleunigung (bitte nach erreichten und nicht erreichten Zielen aufschlüsseln)?
185. Bei wie vielen aller gestellten Visaanträge zur Fachkräfteeinwanderung
konnte durch das neu geschaffene Instrument des beschleunigten
Fachkräfteverfahrens nach § 81a des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) das
Visumverfahren die anvisierte Bearbeitungsdauer von maximal vier
Monaten eingehalten werden?
186. Wie viele zusätzliche Stellen wurden im Bereich der Visumbearbeitung
seit 2021 geschaffen, und wie viele davon wurden besetzt?
a) Wie viele davon sind ausschließlich mit der Bearbeitung von Visa
zur Fachkräfteeinwanderung beschäftigt (bitte nach Behörden bzw.
Referaten bzw. Auslandsvertretung aufschlüsseln)?
b) Wie viele davon wurden dauerhaft besetzt und wie viele mit
Beamten des Auswärtigen Dienstes?
187. Gibt es einen Fachkräfteeinwanderungsdialog zwischen
Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, und wenn nein, warum nicht?
188. In welchen Gremien sucht die Bundesregierung den Austausch mit der
deutschen Wirtschaft zu Fragen der Fachkräfteeinwanderung?
189. Wie hoch war der Anteil nicht zugunsten der Bundesregierung
entschiedener verwaltungsgerichtlicher Klageverfahren in dieser
Legislaturperiode (bitte nach Entscheidung zugunsten des Klägers, Einstellung des
Verfahrens und Vergleich aufschlüsseln)?
190. Welche Fortschritte konnte das Auswärtige Amt in dieser
Legislaturperiode in der Digitalisierung des Rechts- und Konsularbereichs
verzeichnen, wie haben sich die Bearbeitungszeiten für Passanträge in
dieser Legislaturperiode entwickelt (bitte nach Auslandsvertretung
aufschlüsseln)?
191. Wie hat sich aus Sicht der Bundesregierung die Bedeutung der deutschen
Sprache im Ausland in dieser Legislaturperiode entwickelt?
192. Wie hat sich die Anzahl der vom deutschen Auslandsschulwesen
betreuten Schulen entwickelt?
193. Wie viele Sicherheitsvorfälle gab es in dieser Legislaturperiode an
deutschen Auslandsvertretungen (bitte nach Schwere aufschlüsseln)?
194. Wie viele deutsche Entsandte wurden im Ausland getötet oder verletzt
(bitte nach Dienstort aufschlüsseln)?
195. Welche Instrumente des digitalen Wissensmanagements gibt es im
Auswärtigen Amt (bitte samt Angabe, wer darauf Zugriff hat und wer
Informationen einspeist, auflisten)?
196. Welche Großprojekte konnten im Bereich 1-IT-CIO des Auswärtigen
Amts abgeschlossen werden, und welche befinden sich in der
Umsetzung?
197. Wie hoch war der Anteil der von Referat S06 im Auswärtigen Amt
negativ oder mit schwerwiegenden Defiziten evaluierten Projekte?
198. Welche grundsätzlichen Änderungen in der Projektförderung konnten
durch Empfehlungen von Referat S06 im Auswärtigen Amt in dieser
Legislaturperiode erreicht werden?
199. Wie beurteilt die Bundesregierung die Entwicklung des VN-Standorts
Bonn in dieser Legislaturperiode?
200. Welche Instrumente bietet Referat S05 im Auswärtigen Amt (PRE-
VIEW, Krisenfrüherkennung, Analyse, Informationsmanagement) an
(bitte samt Angabe, wer darauf Zugriff hat und wer Informationen
einspeist, auflisten)?
201. Wie veränderte sich in dieser Legislaturperiode der Anteil Deutscher an
der Belegschaft von EU-Behörden und in internationalen Organisationen
(bitte nach Organisation aufschlüsseln)?
202. Wie beurteilt die Bundesregierung die Rolle von künstlicher Intelligenz
und digitalen Technologien in der Außenpolitik, und welche Neuerungen
führte sie in dieser Legislaturperiode in diesem Themenbereich ein?
203. Wie definiert die Bundesregierung das Feld der digitalen Diplomatie,
welche Aktivitäten fallen nach Ansicht der Bundesregierung in diesen
Bereich?
204. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung durch digitale Diplomatie,
und werden diese Ergebnisse bemessen?
205. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung unternommen, um das im
Koalitionsvertrag vorgesehene Ziel zu erreichen, „unseren Einsatz in
internationalen Gremien, Normen- und Standardisierungsprozessen
sowie Multi-Stakeholder-Foren“ zu stärken, und wie bewertet sie die
Effektivität dieser Maßnahmen?
206. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um das im
Koalitionsvertrag verankerte Ziel zu erreichen, „in der
Entwicklungszusammenarbeit mit unseren Partnern am Aufbau ihrer unabhängigen
digitalen Infrastruktur zur Stärkung ihrer digitalen Souveränität, auch auf
EU-Ebene“, mitzuwirken, und wie bewertet sie die Effektivität dieser
Maßnahmen?
207. Welche Initiativen im Bereich Public und Digital Diplomacy, die über
das Angebot der Deutschen Welle hinausgehen, hat die Bundesregierung
bereits umgesetzt oder plant sie in Afrika umzusetzen, um die
Bekämpfung antiwestlicher Desinformationskampagnen (insbesondere seitens
Russlands) voranzutreiben sowie den Aufbau eigener Narrative zu
verstärken und ein positives Deutschlandbild zu fördern?
208. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung zur Stärkung
der digitalen Diplomatie der EU vor dem Hintergrund der EU-
Ratsschlussfolgerungen vom 26. Juni 2023 (siehe www.consilium.europ
a.eu/de/press/press-releases/2023/06/26/digital-diplomacy-council-sets-o
ut-priority-actions-for-stronger-eu-action-in-global-digital-affairs/)
beschlossen und umgesetzt?
209. In welchen sozialen Netzwerken sind Auslandsvertretungen der
Bundesrepublik Deutschland vertreten?
a) Wie viele Auslandsvertretungen sind auf Facebook (facebook.com)
vertreten, wie entwickelte sich die Anzahl der Accounts von 2021
bis heute (bitte nach Jahr aufschlüsseln)?
b) Wie viele Auslandsvertretungen sind auf X (x.com) vertreten, wie
entwickelte sich die Anzahl der Accounts von 2021 bis heute (bitte
nach Jahr aufschlüsseln)?
c) Wie viele Auslandsvertretungen sind auf Instagram (instagram.com)
vertreten, wie entwickelte sich die Anzahl der Accounts von 2021
bis heute (bitte nach Jahr aufschlüsseln)?
d) Wie viele Auslandsvertretungen sind auf TikTok (tiktok.com)
vertreten, wie entwickelte sich die Anzahl der Accounts von 2021 bis
heute (bitte nach Jahr aufschlüsseln)?
210. Wie viele Mitarbeiterstellen in der Zentrale des Auswärtigen Amts sind
durchschnittlich mit der Arbeit im Bereich der Digital Diplomacy
betraut, wie hat sich diese Zahl von 2021 bis heute entwickelt (bitte nach
Jahr aufschlüsseln)?
211. Wie viele Mitarbeiterstellen pro Auslandsvertretung sind
durchschnittlich mit der Arbeit im Bereich der Digital Diplomacy betraut, wie hat
sich diese Zahl von 2021 bis heute entwickelt (bitte nach Jahr
aufschlüsseln)?
212. Gab es Auslandsvertretungen, die ihre Präsenz in einem oder mehreren
sozialen Netzwerken im Laufe der 20. Legislaturperiode des Deutschen
Bundestages eingestellt haben, und wenn ja, warum (bitte nach
jeweiliger Auslandsvertretung, sozialem Netzwerk, Datum und Grund der
Einstellung aufschlüsseln)?
213. Welche Folgen hat das Auswärtige Amt aus der Reaktion des
ehemaligen US-amerikanischen Botschafters in Deutschland, Richard Grenell,
auf den Tweet des Auswärtigen Amts (@GermanyDiplo) vom 11.
September 2024 gezogen, in welchem der Account schreibt „[…] PS: We
also don’t eat cats and dogs. #Debate2024“ (x.com/GermanyDiplo/statu
s/1833808396618764327?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweete
mbed%7Ctwterm%5E1833808396618764327%7Ctwgr%5Eeaad3e45b2
020e07b06653cee9237b5cf82a3ef5%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=http
s%3A%2F%2Fwww.t-online.de%2Fnachrichten%2Fausland%2Fusa%2
Fus-wahl%2Fid_100487822%2Fdonald-trump-auswaertiges-amt-spotte
t-ueber-ex-praesidenten.html), und inwiefern gab es hierüber Gespräche
mit Vertretern der aktuellen US-Administration, den neu ins Amt
kommenden Administration und Mitgliedern sowie Mitarbeitern des US-
Kongresses?
214. Von wem werden Tweets von offiziellen Kanälen des Auswärtigen Amts
in den sozialen Medien vor Veröffentlichung geprüft, und wer ist für die
Formulierungen verantwortlich?
215. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung seit Beginn des russischen
Angriffskrieges in der Ukraine im Sinne ihrer sog. feministischen
Außenpolitik zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe sowie
bei deren Aufarbeitung, Dokumentation und Verfolgung in den russisch
besetzten Gebieten ergriffen?
a) Welche Rolle spielt die Situation von Frauen, Mädchen und Kindern
in der Ukraine und den von Russland besetzten Gebieten in
Gesprächen und Verhandlungen der Bundesregierung, welche konkreten
Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation hat die
Bundesregierung bisher unternommen?
b) Welche Rolle spielt die Situation von Frauen, Mädchen und Kindern
in den Gesprächen und Verhandlungen zum Wiederaufbau der
Ukraine, wie und in welchem Umfang werden Frauen bei den Maßnahmen
zum Wiederaufbau berücksichtigt?
216. Um wie viel Prozent hat sich der Frauenanteil in Führungspositionen des
Auswärtigen Dienstes seit Inkrafttreten der „Leitlinien für feministische
Außenpolitik“ erhöht (bitte nach Positionen aufschlüsseln: Leitung AV,
AL, Beauftragte, RL, Kanzler, Leiter Rk, Leiter Visastelle)?
217. Um wie viel Prozent hat sich der Frauenanteil in der Attaché-Ausbildung
des höheren Auswärtigen Dienstes, im KSA-Studium des gehobenen
Auswärtigen Dienstes und in der RSA-Ausbildung des mittleren
Auswärtigen Dienstes seit Inkrafttreten der „Leitlinien für feministische
Außenpolitik“ erhöht?
218. Wurde das in den „Leitlinien für feministische Außenpolitik“
ausgegebene Ziel, „auf allen Hierarchieebenen Parität zu erreichen“, erreicht, und
wenn nein, warum nicht?
219. Wurde das in den „Leitlinien zur feministischen Außenpolitik“
ausgegebene Ziel, 85 Prozent der Projektmittel bis 2025 an „gendersensible“
Projekte zu vergeben, erreicht und wenn nein, warum nicht, wie definiert
das Auswärtige Amt „gendersensibel“ in diesem Zusammenhang?
220. Wurde das in den „Leitlinien zur feministischen Außenpolitik“
ausgegebene Ziel, 8 Prozent der Projektmittel bis 2025 an
„gendertransformative“ Projekte zu vergeben, erreicht, und wenn nein, warum nicht, wie
definiert das Auswärtige Amt „gendertransformativ“ in diesem
Zusammenhang, wie viele der als „gendertransformativ“ eingestuften Projekte
sind ausschließlich Frauen und Mädchen zugute gekommen?
221. Inwiefern wurde die im Koalitionsvertrag vorgesehene „Reduktion
kritischer Importprodukte“, die auch als Ziel in strategischen Dokumenten
wie der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie
verankert ist, erreicht, wo sieht die Bundesregierung weiterhin
Handlungsbedarf?
222. Welche neuen Maßnahmen wurden im Rahmen von
Rohstoffkooperationen und dem Konzept des „Friendshoring“ angestoßen, sowohl bilateral
als auch im Rahmen der EU, um die Abhängigkeit von kritischen
Importprodukten zu reduzieren und um die Diversifizierung und Resilienz
von Lieferketten zu stärken?
223. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um den – z. B.
in der China-Strategie geforderten – Sicherstellung von Freiheit von
Wissenschaft, Lehre und Forschung an deutschen Hochschulen zu
gewährleisten, die durch Einfluss der Konfuzius-Institute beeinträchtigt
sein könnten, und wie bewertet sie deren Effektivität?
224. Wie bewertet die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag
festgeschriebene Verbesserung der Zusammenarbeit in Grenzräumen, und wie steht
es um die Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigte
Maßnahmen zur Stärkung der Grenzräume durch Maßnahmen wie Grenzscouts,
Regionalräte und Experimentierklauseln?
225. In welchen Fällen ist nach Kenntnis der Bundesregierung in der
ausgehenden Legislaturperiode die Globale Sanktionsregelung der EU im
Bereich der Menschenrechte (EUGHRSR) konkret zum Einsatz gekommen
(bitte einzeln auflisten), und was hat die Bundesregierung unternommen,
um dieses Instrumentarium noch gezielter und umfassender zu nutzen,
wie stellt die Bundesregierung sicher, dass die nationale Umsetzung der
Sanktionen im Rahmen des EUGHRSR effektiv und konsequent erfolgt?
226. Wie bewertet die Bundesregierung die Höhe der im bisherigen Entwurf
des Bundeshaushaltes 2025 vorgesehenen Mittel für humanitäre Hilfe
für die Umsetzung der im September 2024 veröffentlichten neuen
„Strategie des Auswärtigen Amts zur humanitären Hilfe im Ausland“, in der
sie u. a. die Bedeutung lokalisierter und vorausschauender humanitärer
Hilfe hervorhebt?
a) Welche Anteile dieser Mittel sind konkret für lokalisierte humanitäre
Hilfe vorgesehen?
b) Welche Anteile dieser Mittel sind konkret für vorausschauende
humanitäre Hilfe vorgesehen?
227. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung angesichts global stark
wachsender humanitärer Bedarfe ergriffen, um Finanzierungs- und
Personallücken in der Umsetzung der humanitären Strategie zu schließen?
228. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um
das mit der neuen Strategie gesetzte Ziel, lokale Akteure stärker
einzubinden, zu erreichen, und welche konkreten Maßnahmen plant sie dafür
(bitte einzeln auflisten)?
229. Welche Erfolge und welche Defizite weist die Implementierung
vorausschauender humanitärer Hilfe mit Blick auf die neue Strategie bislang
auf (bitte einzeln auflisten)?
230. Welche Indikatoren liegen der Bewertung der Erreichung der Ziele der
neuen Strategie zugrunde?
231. Welche Mechanismen zur Rechenschaftspflicht und Transparenz sind für
die durch deutsche humanitäre Hilfe geförderten Projekte etabliert?
232. Wie wird sichergestellt, dass Mittel zweckentsprechend und effizient
eingesetzt werden?
233. Wie bewertet die Bundesregierung die Rolle Deutschlands als
zweitgrößter humanitärer Geber im Rahmen internationaler humanitärer
Programme hinsichtlich der in der neuen Strategie betonten Bedeutung
lokalisierter und vorausschauender humanitärer Hilfe?
234. Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass auch benachteiligte,
marginalisierte und schwer erreichbare Gruppen humanitäre Hilfe erhalten?
235. Welche Maßnahmen wurden im Bereich humanitärer Diplomatie in der
20. Wahlperiode durchgeführt (bitte einzeln unter Einbezug von
Erfolgen und Misserfolgen der jeweiligen Maßnahmen auflisten)?
236. Welche thematischen und geografischen Schwerpunkte setzt die
Bundesregierung im Jahr 2025 im Bereich der humanitären Diplomatie, und
welche Ziele werden hierbei konkret verfolgt (bitte nach Regionen,
Themen und Zielsetzungen auflisten)?
237. Inwieweit stellt die Bundesregierung eine effiziente Koordinierung ihrer
Aktivitäten im Bereich der humanitären Hilfe mit denjenigen der EU
und Partnerländern sicher, und welche Möglichkeiten zur Verbesserung
der entsprechenden Abstimmung sieht sie (bitte konkret ausführen)?
238. Welche Initiativen gingen von der Bundesregierung zum Schutz und
Förderung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit, die sie als
zentrale Bestandteile ihrer Menschenrechtspolitik bezeichnet, in den
zurückliegenden drei Jahren im Rahmen der VN-Generalversammlung sowie
im VN-Menschenrechtsrat aus (bitte einzeln auflisten), und wenn nicht,
warum nicht?
239. Wie wurden die Beauftragten der Bundesregierung für
Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe und der Beauftragte für weltweite
Religions- und Weltanschauungsfreiheit in das menschenrechtspolitische
Handeln der Bundesregierung insgesamt eingebunden und in welchen
Strukturen und Prozessen (bitte einzeln auflisten), und wenn nicht,
warum nicht?
240. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit der Beauftragten der
Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe und des
Beauftragten für weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit,
standen beide Beauftragten im regelmäßigen Austausch, und, wenn ja, in
welchen Formaten und Strukturen fand die gegenseitige Einbindung und
Abstimmung statt, und wenn nicht, warum nicht?
241. Nutzte die Bundesaußenministerin des Auswärtigen Informationen des
Beauftragten für weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit bei
Gesprächen auf ihren Auslandsreisen auf Regierungsebene mit Blick auf
bedrohte religiöse Minderheiten oder für ihren Einsatz für in ihren
Menschenrechten aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder
Weltanschauung bedrohte Personen (bitte einzeln auflisten), und wenn nein, warum
nicht?
242. Wie und mittels welcher konkreten Maßnahmen unterstützte das
Auswärtige Amt die Erstellung des verspätet vorgelegten dritten Berichts der
Bundesregierung über die weltweite Lage der Religions- und
Weltanschauungsfreiheit, der den Berichtszeitraum 2020 bis 2022 abbildet?
243. In welchem Erarbeitungsstand befindet sich der Entwurf des vierten
Berichts der Bundesregierung über die weltweite Lage der Religions- und
Weltanschauungsfreiheit und wann beabsichtigt die Bundesregierung,
diesen zu vorzulegen?
244. Welche Kompetenz und Ressourcen hält das Auswärtige Amt mit Blick
auf Religionsgemeinschaften vor, und wie pflegt es Verbindungen zu
diesen?
245. Welche bilateralen oder multilateralen Partnerschaften hat die
Bundesregierung in den letzten drei Jahren geschlossen oder verstärkt, um den
Schutz der Religions- und Weltanschauungsfreiheit international zu
fördern?
246. Wie schafft das Auswärtige Amt nach der Abschaffung des Referats 612
„Religion und Außenpolitik“ intern Sensibilität für sog. „religious
literacy“?
247. Hat das Auswärtige Amt in der ausgehenden Legislaturperiode
Maßnahmen ergriffen, um das Amt des EU-Sonderbeauftragten für Religions-
und Weltanschauungsfreiheit außerhalb der EU dauerhaft personell und
finanziell angemessen auszustatten, und wenn ja, welche?
248. Welche konkreten Schritte hat die Bundesaußenministerin auf
internationaler Ebene unternommen, um den Beschluss des Deutschen
Bundestages auf Bundestagsdrucksache 20/5228 „Anerkennung und Gedenken
an den Völkermord an den Êzîdinnen und Êzîden 2014“ zur Prüfung der
Möglichkeit einer internationalen politischen Konferenz zur Sicherheit
und zum Wiederaufbau in der Region Sinjar umzusetzen, um einer
Rückkehr religiöser Minderheiten in ihre Heimat den Weg zu ebnen
(bitte einzeln auflisten), und wenn nein, warum nicht?
249. Welche der in den Fragen 6 und 7 aufgeführten Reisen hat die
Bundesministerin des Auswärtigen mit dem Zug zurückgelegt?
Berlin, den 21. Januar 2025
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion
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ISSN 0722-8333