Bundeswehrmanöver „Red Storm Bravo“
der Abgeordneten Cansu Özdemir, Desiree Becker, Gökay Akbulut, Janina Böttger, Maik Brückner, Mirze Edis, Katrin Fey, Vinzenz Glaser, Ates Gürpinar, Maren Kaminski, Jan Köstering, Stella Merendino, Charlotte Antonia Neuhäuser, Lea Reisner, Zada Salihović, Ulrich Thoden, Donata Vogtschmidt, Christin Willnat und der Fraktion Die Linke
Vorbemerkung
Für Ende September 2025 plant die Bundeswehr das groß angelegte Manöver „Red Storm Bravo“ in Hamburg. Bei dieser Übung soll im Hamburger Hafen und in Teilen der Innenstadt die Verlegung von NATO-Truppen und Material Richtung Osteuropa simuliert werden. Laut Presse basiert das Szenario auf einem möglichen NATO-Bündnisfall im Zusammenhang mit einem russischen Angriff; Hamburg übernähme dabei die Rolle eines zentralen Drehkreuzes für Truppenbewegungen an die Ostflanke des Bündnisses. Ziel der Übung sei es, die Zusammenarbeit und Abläufe zwischen Bundeswehr, zivilen Einsatzkräften und Behörden im Kriegsfall zu testen sowie auf Herausforderungen wie Truppenmärsche durch das Stadtgebiet, medizinische Notfallversorgung und den Einsatz von Hubschraubern vorzubereiten. Es soll die bisher umfassendste Verteidigungsübung dieser Art in Hamburg werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
An welchen Orten in Hamburg wird das für September geplante Bundeswehr-Manöver „Red Storm Bravo“ stattfinden (bitte straßengenau auflisten, zu welchen Zeiten welche Übungselemente an welchen Orten stattfinden werden)?
Wie viel und welches Gerät und Personal der Bundeswehr wird dabei eingesetzt (bitte detailliert auflisten)?
In welcher Weise, mit wie viel Personal und mit welchem Gerät sind ggf. NATO-Partner beteiligt (bitte auflisten)?
Welche Unterstützungsleistungen hat die Bundeswehr beim Hamburger Senat beantragt (bitte einzeln auflisten und benennen, ob und in welcher Höhe hierfür Kostenerstattungen durch die Bundeswehr geleistet werden)?
Welche Organisationen sind an der Durchführung der Übung beteiligt (bitte auflisten unter Nennung der Organisation, mit wie viel Personal und welchen Geräten die Organisation sich beteiligt, welche Kostenerstattung ggf. durch die Bundeswehr stattfindet sowie in welche Übungsteile die Organisation auf welche Weise eingebunden ist)?
Welche Kosten entstehen durch die Übung insgesamt, und wie werden diese auf die beteiligten Akteure verteilt?
Welches Szenario liegt der Übung zugrunde, und welche Rolle spielt in dem Szenario der Umgang mit zivilen Protesten?
Beteiligt sich die Agentur für Arbeit an der Übung, und wenn ja, an welchen Übungsteilen, und was sind dabei ihre Aufgaben?
Welche Rolle spielt ggf. die Durchsetzung des „Gesetzes zur Sicherstellung von Arbeitsleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung“ bei der Übung?