Entwicklung von Niedriglöhnen in den Regionen
der Abgeordneten Jutta Krellmann, Sabine Zimmermann, Diana Golze, Matthias W. Birkwald, Heidrun Dittrich, Werner Dreibus, Klaus Ernst, Katja Kipping, Kornelia Möller, Yvonne Ploetz, Ingrid Remmers, Jörn Wunderlich und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Bereits heute arbeiten in Deutschland 6,8 Millionen Menschen zu niedrigen Löhnen. Das sind 21,5 Prozent der Beschäftigten in Deutschland. Es besteht die Gefahr, dass ab dem 1. Mai 2011 mit Inkrafttreten der Arbeitnehmerfreizügigkeit der Druck auf die Löhne noch weiter zunehmen wird. Denn einen gesetzlichen Mindestlohn als Schutzmechanismus für die Beschäftigten gibt es nicht. Eine Ausweitung des Niedriglohnsektors wäre die Folge. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, einen Überblick über die derzeitige Niedriglohnbeschäftigung zu erhalten. Eine Differenzierung nach Regionen, Alter, Geschlecht und Arbeitszeit ist angebracht.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wie viele Beschäftigte arbeiten in absoluten und relativen Zahlen im Niedriglohnbereich (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren, bitte jeweils im Zeitverlauf für die Jahre 1995, 2000, 2005 sowie die aktuellsten verfügbaren Zahlen darstellen)?
Wie viele Beschäftigte arbeiten differenziert nach Geschlecht im Niedriglohnbereich, und wie hoch ist der jeweilige Niedriglohnanteil (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren)?
Wie viele Beschäftigte arbeiten differenziert nach Alter im Niedriglohnbereich, und wie hoch ist der jeweilige Niedriglohnanteil (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren)?
Wie viele Beschäftigte arbeiten differenziert nach Vollzeit/sozialversicherungspflichtige Teilzeit/geringfügige Beschäftigung im Niedriglohnbereich, und wie unterscheiden sich die Angaben hinsichtlich Geschlecht und Alter (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren, bitte absolute und relative Werte angeben)?
Wie viele Beschäftigte erhalten derzeit zusätzlich zu ihrem Erwerbseinkommen Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), und wie hoch sind die finanziellen Mittel, die für diese aufstockenden Leistungen monatlich aufgewendet werden (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen sowie Vollzeit und Teilzeit differenzieren, bitte absolute und relative Werte angeben)?
Wie hoch sind insgesamt die Ausgaben für Leistungen nach dem SGB II, die seit Einführung dieses Gesetzes an beschäftigte Leistungsbeziehende gezahlt wurden (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren)?
Wie viele Beschäftigte arbeiten im Bereich Arbeitnehmerüberlassung, wie hoch ist der Niedriglohnanteil in dieser Branche, und wie unterscheiden sich die Angaben differenziert nach Alter und Geschlecht (bitte nach Bund, Ländern und Kreisen differenzieren)?