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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Regenerative Modellregion Harz

Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt Regenerative Modellregion Harz zur IKT-basierten Koordination von Stromerzeugung, -speicherung und -verteilung, Verbraucherverhalten, wünschenswerte Weiterführung des Projekts<br /> (insgesamt 14 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

07.10.2011

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 17/704820. 09. 2011

Regenerative Modellregion Harz

der Abgeordneten Ralph Lenkert, Eva Bulling-Schröter, Roland Claus, Dr. Rosemarie Hein, Harald Koch, Jan Korte, Dorothee Menzner, Dr. Petra Sitte, Sabine Stüber und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Im Rahmen der Initiative „E-Energy – IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft“ fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Regenerative Modellregion Harz (vgl. www.regmodharz.de). Durch die Koordination von Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch sollen im Projekt Wege erprobt werden, die eine stabile, zuverlässige und verbrauchernahe Versorgung mit elektrischer Energie mit einem maximalen Anteil erneuerbarer Energieträger ermöglichen.

Die Projektförderung durch das BMU läuft im September 2012 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt kann jedoch gerade die Frage des Verbraucherverhaltens nicht abschließend bewertet werden, weil die notwendigen Voraussetzungen wie intelligente Zähler und Informationsvernetzung erst im Sommer 2011 geschaffen wurden. Eine Verlängerung des Projektes wäre deshalb angebracht, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Nach dem bisherigen Projektverlauf sind die Ergebnisse des Projektes potenziell geeignet, die Umstellung der Energiewirtschaft auf erneuerbare Energien zu erleichtern und den für erneuerbare Energien veranschlagten Netzausbau drastisch zu verringern.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen14

1

Wie ist die Meinung der Bundesregierung zu einer Verlängerung des Projektes Regenerative Modellregion Harz bis zum Ende des Jahres 2013, und wie begründet sie ihre Meinung?

2

Ist eine Veröffentlichung der Ergebnisse des Modellprojektes geplant, und wie soll diese erfolgen?

3

Gibt es Ergebnisse des Modellprojektes, welche nicht veröffentlicht werden sollen, und wenn ja, welche Bereiche umfassen diese, und warum werden diese nicht veröffentlicht?

4

Welche Erkenntnisse konnten zur Auslastung des Stromverteilnetzes in der Modellregion gewonnen werden?

5

Wie entwickelte sich der Stromaustausch aus der Modellregion mit dem Übertragungsnetz?

6

Welche Erkenntnisse konnten für eine eventuelle Verbesserung der Verteilnetze (Strom) gewonnen werden?

7

Welche Erkenntnisse konnten für die Belastung der Übertragungsnetze gewonnen werden?

8

Welche Erkenntnisse konnten zum Verbraucherverhalten beim Stromverbrauch gewonnen werden?

9

Wie entwickelte sich die Arbeitsmarktsituation in der Modellregion im Vergleich mit anderen, vor Projektbeginn vergleichbaren Regionen in Sachsen-Anhalt?

10

Wie hoch war der Anteil regionaler Anbieter am Projekt (Radius 100 km)?

11

Welche Erkenntnisse gewann bzw. erwartet das BMU aus dem Projekt?

12

Welche Erwartungen an das Projekt wurden nicht erfüllt, und warum?

13

Welche Risiken für den Datenschutz sieht die Bundesregierung bei einer flächendeckenden Erfassung des privaten Stromverbrauchsprofils?

14

Plant die Bundesregierung Regelungen, welche beim flächendeckenden Einsatz von intelligenten Verknüpfungen von Stromerzeugung und Stromverbrauch den Datenschutz gewährleisten, und wenn nein, warum nicht?

Berlin, den 20. September 2011

Dr. Gregor Gysi und Fraktion

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