Schäden durch den Maiszünsler
der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann, Dr. Gesine Lötzsch, Dr. Dietmar Bartsch, Heidrun Bluhm, Eva Bulling-Schröter, Roland Claus, Lutz Heilmann, Hans-Kurt Hill, Katrin Kunert, Michael Leutert, Dorothee Menzner, Dr. Ilja Seifert und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Nach einer Pressemitteilung vom 11. September 2006 von InnoPlanta e. V. verursachte der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) in Deutschland Ertragsausfälle in Millionenhöhe. Er sei auf einem Viertel der Maisanbaufläche vorhanden. Eine wirksame Methode, gegen den Schädling vorzugehen, sei der Anbau von so genanntem Bt-Mais.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Welche Informationen liegen der Bundesregierung zum jährlichen Befall der Maiskulturen in den einzelnen Bundesländern durch Ostrinia nubilalis vor (bitte für die vergangenen zehn Jahre einzeln aufführen)?
Welche Maßnahmen wurden bisher in den Vorkommensgebieten von Ostrinia nubilalis von betroffenen Landwirtinnen und Landwirten ergriffen?
Auf wie viel Hektar wurde der Ostrinia nubilalis mechanisch, chemisch, biologisch bzw. durch den Einsatz von Bt-Mais bekämpft, und mit welchen jeweils belegbaren Folgen?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung die durch Ostrinia nubilalis entstandenen direkten und indirekten finanziellen Schäden ein?
Wie hoch sind die durch die regional extreme Dürre im Jahr 2006 beim Mais verursachten Schäden, und lassen sich ursächliche Zusammenhänge mit dem Vorkommen von Ostrinia nubilalis herstellen?
Welche Position vertritt die Bundesregierung bezüglich positiver finanzieller Erwartungen beim Anbau von Bt-Mais im Vergleich zu konventionellem Mais, der mit chemischen, mechanischen oder biologischen Bekämpfungsmethoden gegen einen eventuellen Befall durch Ostrinia nubilalis behandelt wurde?
Wie erklärt sich die Bundesregierung das verhältnismäßig hohe Vorkommen von Ostrinia nubilalis in Süddeutschland einhergehend mit dem freiwilligen Verzicht von Landwirten auf die Nutzung von Bt-Mais, zum Beispiel durch die Schaffung gentechnikfreier Zonen?