Einflussnahmen auf das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage
der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Halina Wawzyniak, Dr. Rosemarie Hein, Jens Petermann, Kathrin Senger-Schäfer, Frank Tempel und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Das umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverlage wird seit Jahren von deutschen Presseverlegern und ihren Vertreterverbänden mit Vehemenz gefordert. Darüber hinaus fordert niemand ein solches Gesetz. Dieser Umstand wirft Fragen in Hinsicht auf eine Einflussnahme auf die Einführung eines solchen Rechts auf, von dem Presseverleger profitieren, und das von der Bundesregierung in Form eines Entwurfs eines Siebenten Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes (Bundestagsdrucksache 17/11470) vorgelegt wurde.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Wann und mit welchen Aufgaben war der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Eckart von Klaeden, in den Angelegenheiten des von der Bundesregierung geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage befasst?
Wann und mit welchen Zielen wurde Dr. Dietrich von Klaeden, Leiter Regierungsbeziehungen der Axel Springer AG, in den Angelegenheiten des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage im Bundeskanzleramt vorstellig?
Welche weiteren Vertreter der Axel Springer AG, von Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger e. V. (BDZV) oder des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. (VDZ) wurden wann und mit welchen Zielen in den Angelegenheiten des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage im Bundeskanzleramt vorstellig?
Wann und mit welchen Vertretern der Axel Springer AG, von Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, des BDZV oder des VDZ führte der Staatsminister, Eckart von Klaeden, Gespräche in den Angelegenheiten des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage?
Welche Vertreter der Axel Springer AG, von Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, des BDZV oder des VDZ wurden wann und mit welchen Zielen in den Angelegenheiten des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage in den einzelnen Bundesministerien vorstellig?
Wann und mit welchen Vertretern der Axel Springer AG, von Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, des BDZV oder des VDZ führte die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, Gespräche in den Angelegenheiten des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage?