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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Inanspruchnahme von Studienkrediten der KfW-Förderbank (G-SIG: 16011474)

Statistische Informationen zur Vergabe und Inanspruchnahme von KfW-Studienkrediten, Kooperation der KfW mit Vertriebspartnern aus unterschiedlichen Branchen, Höhe der Kurzzahlungssumme, Bewertung der Schuldenlast vor dem Hintergrund Familiengründung bzw. Existenzgründung, Gewinnerwartung der KfW, Art der Datenerfassung, möglicher Bericht der KfW zur Inanspruchnahme eines Studienkredits, geplante Weiterentwicklung des KfW-Studienkredits, Angebote für nichtakademische Bildungswege <p> </p>

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Datum

29.12.2006

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/373501. 12. 2006

Inanspruchnahme von Studienkrediten der KfW-Förderbank

der Abgeordneten Kai Gehring, Grietje Bettin, Ekin Deligöz, Katrin Göring-Eckardt, Britta Haßelmann, Priska Hinz (Herborn), Krista Sager und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die KfW-Förderbank stellt mit dem KfW-Studienkredit seit April 2006 ein bundesweites Kreditangebot für Studierende zur Verfügung. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 18. Juli 2006 zogen Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan und KfW-Vorstandsprecher Hans W. Reich eine „erste positive Bilanz“. Mehr als ein halbes Jahr nach der Einführung der KfW-Studienkredite ist mittlerweile eine vorläufige und differenziertere Bilanzierung dieses staatlichen Angebots von Studienkrediten möglich.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen25

1

Wie viele Studentinnen und wie viele Studenten haben bislang einen KfW-Studienkredit beantragt?

2

Wie viele KfW-Studienkredite wurden bisher vermittelt?

3

Wie viele Anträge auf einen KfW-Studienkredit wurden bislang abgelehnt und aus welchen Gründen?

4

Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller für einen KfW-Studienkredit auf die Studiensemester (absolute Zahlen, prozentualer Anteil)? Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller für einen KfW-Studienkredit auf alle Hochschulsemester (absolute Zahlen, prozentualer Anteil)?

5

Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller für einen KfW-Studienkredit auf die einzelnen Bundesländern (absolute Zahlen, prozentualer Anteil)?

6

Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller für einen KfW-Studienkredit auf die verschiedenen Hochschularten (Universität, Fachhochschule, Kunst- oder Musikhochschule, Berufsakademie) (absolute Zahlen, prozentualer Anteil)?

7

Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller für einen KfW-Studienkredit auf die verschiedenen Studienfächer (absolute Zahlen, prozentualer Anteil)?

8

Wie viele BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger haben in Ergänzung zum Bezug von BAföG einen KfW-Studienkredit beantragt?

9

Wie hoch ist der durchschnittliche beantragte KfW-Studienkreditbetrag pro Monat?

10

Wie hoch ist der durchschnittliche bewilligte KfW-Studienkreditbetrag pro Monat?

11

Wie hoch ist der Anteil derjenigen Studierenden, die den Höchstsatz des KfW-Studienkredits beantragen bzw. bewilligt bekommen?

12

Wie hoch ist der Anteil derjenigen Studienanfängerinnen und Studienanfänger, die den Höchstsatz des KfW-Studienkredits beantragen bzw. bewilligt bekommen?

13

Mit wie vielen Vertriebspartnern aus welchen Branchen kooperiert die KfW bei der Vergabe der KfW-Studienkredite?

14

Wie verteilen sich die Vertriebspartner auf die Bundesländer?

15

Wie verteilen sich die bewilligten Anträge auf einen KfW-Studienkredit auf die Branchen der Vertriebspartner?

16

Wie verteilt sich die Höhe der bewilligten Monatsraten des KfW-Studienkredits auf die verschiedenen Vertriebspartner-Branchen? Welche Vertriebspartner-Branchen haben die durchschnittlich höchsten Kreditsummen vergeben?

17

Wie verteilt sich die Vergabe von KfW-Studienkrediten nach Anzahl der Fachsemester auf die verschiedenen Vertriebspartner-Branchen?

18

Welche Rückzahlungssumme ergibt sich, wenn ein Studierender den KfW-Studienkredit in durchschnittlicher Höhe über einen Förderzeitraum von 14 Fachsemestern in Anspruch nimmt und diesen nach einer Karenzzeit von 23 Monaten innerhalb von 25 Jahren zurückzahlt?

19

Welche Rückzahlungssumme ergibt sich, wenn ein Studierender den monatlichen Höchstbetrag von 650 Euro über einen Förderzeitraum von 14 Fachsemestern in Anspruch nimmt und diesen nach einer Karenzzeit von 23 Monaten innerhalb von 25 Jahren zurückzahlt?

20

Wie bewertet die Bundesregierung diese Schuldenlast insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sie teilweise zeitlich zusammenfällt mit anderen Belastungen in der „Rushhour des Lebens“ wie ein problematischer Übergang von der Hochschule in den Beruf (Stichwort „Generation Praktikum“), die Familiengründung und ggf. eine Existenzgründung?

21

Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass es derzeit mindestens ein Angebot für Studienkredite gibt, das für die Kreditnehmerin/den Kreditnehmer günstiger ist als das der KfW?

22

Wie hoch ist die Gewinnerwartung, die die KfW mittelfristig an das Angebot der Studienkredite hat?

23

Welche Art der Datenerfassung unternimmt bzw. beabsichtigt die KfW-Förderbank, um ein Monitoring der Inanspruchnahme des KfW-Studienkredits zu gewährleisten?

24

Beabsichtigt die KfW-Förderbank ein Berichtssystem für Politik und Öffentlichkeit mit den oben abgefragten Daten einzuführen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wann wird der erste Bericht vorgelegt?

25

Ist eine Weiterentwicklung des KfW-Studienkredits geplant? Gibt es Pläne zu entsprechenden Angeboten für nichtakademische Bildungswege? Wenn ja, welche?

Berlin, den 1. Dezember 2006

Renate Künast, Fritz Kuhn und Fraktion

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