Sanierung der Schachtanlage Konrad
der Abgeordneten Hubertus Zdebel, Caren Lay, Herbert Behrens, Eva Bulling-Schröter, Jutta Krellmann, Ralph Lenkert, Birgit Menz, Dr. Kirsten Tackmann, Pia Zimmermann und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Seit 2008 wird Schacht Konrad zu einem Atommüllendlager umgebaut. Dabei hat sich herausgestellt, dass das alte Eisenerzbergwerk erheblich sanierungsbedürftiger ist als erwartet (vgl. Bundestagsdrucksache 18/1277). So musste der südliche Turm des Schachtes Konrad 1 erst aufwändig saniert werden, bevor die notwendigen Spurlattenrohrkonsolen zum Lastabtrag in das Mauerwerk angebracht werden durften. Im Nördlichen Turm des Schachtes 1 will der Betreiber eine ähnlich aufwändige Sanierung vermeiden und hat eine technische Alternative beantragt.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Welche konkrete technische Alternative hat der Betreiber von Schacht Konrad für die Sanierung des nördlichen Turms der Schachtanlage Konrad 1 beantragt?
Wie ist der Stand des Genehmigungsverfahrens, wird die Sanierung des nördlichen Turms bereits durchgeführt, bzw. wann ist mit einer Genehmigung zu rechnen?
Mit welcher höheren Belastung der Seilförderanlage ist zu rechnen, wenn die Kräfte nicht über die Spurlatten in die Schachtwände abgeführt werden?
Wie oft und wann wurde die Seilförderanlage von Schacht Konrad 1 seit 2007 ausgetauscht, und in welchen Zeiträumen muss mit weiteren Auswechslungen gerechnet werden?
Welches Sanierungskonzept ist für den Einlagerungsschacht 2 geplant?
Wie hoch sind die durch die zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen entstandenen und prognostizierten Kosten?