Umgang der DDR-Behörden mit den Rentenunterlagen von Menschen, die durch Ausreise oder Flucht das Land verlassen haben
der Abgeordneten Dr. Martina Bunge, Petra Pau, Volker Schneider (Saarbrücken), Dr. Gesine Lötzsch, Roland Claus, Katja Kipping, Elke Reinke, Jörn Wunderlich und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
Einer politischen Talkrunde (ARD, 30. September, 21.45 Uhr) zu dem Fernsehfilm „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ war zu entnehmen, dass Menschen, die die DDR durch Ausreise oder Flucht verlassen haben, große Schwierigkeiten mit der Beibringung der Nachweise für die Rentenversicherung haben.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Was ist der Bundesregierung über den Umgang von DDR-Institutionen mit den Rentenunterlagen jener Personen, die das Land durch Ausreise oder Flucht verlassen haben, bekannt?
Ist der Bundesregierung bekannt, ob es Probleme bei der Beibringung der Rentenunterlagen (zum Beispiel durch eine systematische Vernichtung dieser Unterlagen) für diese Menschen gibt?
Wenn ja, wie viele Menschen sind davon betroffen?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, den betroffenen Menschen (unabhängig davon, ob es viele oder wenige sind) zum Beispiel durch eine großzügige Anwendung der Glaubhaftmachung zu helfen?