Militärische Tiefflüge in der Bundesrepublik Deutschland
des Abgeordneten Winfried Nachtwei und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Mit der Ausweitung des Nachttiefflugstreckensystems wachsen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auch die Zweifel, zu welchem Zweck und in welchem Umfang Tiefflüge über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Ausland benötigt werden. Die fehlende akute Bedrohung des Gebietes der Bundesrepublik Deutschland erfordert eine plausible Begründung seitens der Bundesregierung, für welche Art von Einsätzen die Piloten der Bundeswehr im Tiefflug ausgebildet werden. Weder die Landesverteidigung noch die zeitweilig angestrebte humanitäre Hilfe der Bundeswehr können als glaubwürdige Rechtfertigung herhalten.
Im Report „Tiefflug — Von nun an weniger Lärm!" (September 1989) begründete das Bundesministerium der Verteidigung die Beibehaltung der militärischen Tiefflüge mit den geographischen und klimatischen Gegebenheiten in Europa. Für realitätsnahe Militäreinsätze gegenüber dem potentiellen Gegner müsse Tiefflug, auch der Alliierten, in der Bundesrepublik Deutschland geübt werden. „Realistisch üben heißt für die Luftstreitkräfte: bei Wetterbedingungen und über Geländeverhältnissen zu üben, die denen im Einsatzfall vergleichbar wären." (Tiefflug-Report, BMVg 1989) Der Einsatzfall war dabei identisch mit dem Verteidigungsfall.
In diesem Zusammenhang fragen wir die Bundesregierung:
I. Militärische Zielsetzungen
1. Welche sicherheitspolitischen Annahmen begründen die Aufrechterhaltung des militärischen Tieffluges der Bundeswehr?
2. Die Übungsflüge der Bundeswehr sollen ein weites Aufgabenspektrum abdecken.
- Für welche „realitätsnahen" Krisenszenarien bzw. Krisenregionen werden die Tiefflugpiloten nach dem Ende der Blockkonfrontationen ausgebildet, und welche Rolle spielt dabei der Nachttiefflug?
- Nach welchen NATO- bzw. Bundeswehrrichtlinien werden dabei die Tiefflugpiloten ausgebildet?
- Worin unterscheiden sich die Einsatz-Aufgaben der einzelnen Flugzeugtypen?
3. Laut Presseberichten (DER SPIEGEL vom 10. April 1995) trainiert die Luftwaffe im Zusammenhang mit der Bereitstellung deutscher Luftwaffeneinheiten für einen eventuellen Blauhelm-Abzug aus Bosnien-Herzegowina verstärkt für Kampfeinsätze.
- Welche Einheiten der Luftwaffe werden seit wann für einen Bosnien-Einsatz ausgebildet?
- Wo und in welchem Umfang werden die Tiefflugpiloten auf diesen Einsatz vorbereitet?
4. In den Konzeptionellen Leitlinien vom 12. Juli 1994 werden für die Krisenreaktionskräfte „der Luftwaffe sechs fliegende Staffeln für Luftangriff, Luftverteidigung, Aufklärung und nukleare Teilhabe" zur Verfügung gestellt. Drei Tornado-Geschwader, d. h. sechs Staffeln mit insgesamt ca. 120 Jagdbombern, werden konventionelle und nukleare Luftangriffsfähigkeiten haben. Im Falle eines Atomwaffeneinsatzes der NATO könnten auch diese Bundeswehr-Einheiten zum nuklearen Einsatz kommen.
- Welche der Tornado-Geschwader sind für die atomare Luftangriffsrolle vorgesehen?
- Wie und wo werden die Piloten auf Atomwaffeneinsätze vorbereitet?
- In welchem Umfang (Tiefflugstunden/Einsätze) werden von den deutschen Atombombern Tiefflugübungen (bei Tag/Nacht) in der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Ausland vorgenommen?
- Wird bei diesen Tiefflug- bzw. Luftkampfübungen auch der Abwurf von Atombomben geprobt?
5. Für welche Einsatzszenarien werden Tiefstflüge geübt, und inwiefern könnte auf die Tiefstflugausbildung vollkommen verzichtet werden?
II. Bedarf an militärischer Tiefflugausbildung
1. Von welchem jährlichen Mindestbedarf an Tiefflugeinsätzen bzw. Tiefflugstunden gehen die gegenwärtigen Planungen aus
- für den Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß,
- für den Bereich von 500 bis 1 000 Fuß,
- unter 500 Fuß?
2. Wie hoch sind die aktuellen Soll/Ist-Werte für die jährlichen Tiefflugstunden pro Luftzeugführer in den einzelnen NATO-Staaten?
3. Wie viele Flugzeugführer müssen bei der Bundeswehr ständig/teilweise für Tiefflugeinsätze in Übung gehalten werden?
4. Angesichts der vergleichsweise langen Vorwarnzeit müssen die Piloten nicht in ständiger Einsatzbereitschaft gehalten werden. In welchem Zeitraum bzw. in wie vielen Tiefflugstunden kann nach den Planungen der Bundeswehr ein Flugzeugführer die Tiefflugeinsatzfähigkeit erlernen bzw. wieder erreichen?
5. Wie hoch ist die durchschnittliche Dauer/Flugstrecke eines Ausbildungsfluges und wie hoch der entsprechende Tieffluganteil?
6. Ab welcher Flugdauer müssen Zusatztanks angebracht werden, und welche Auswirkungen haben diese Zusatztanks auf die Lärmbelastung bzw. den Treibstoffverbrauch?
III. Tiefflug-Ausnahmen, -Kontrolle, -Risiken
1. Das generelle Tiefflug-Verbot unter 1 000 Fuß erlaubt mehrere Ausnahmen.
- Um welche Ausnahmen handelt es sich bzw. womit werden diese Ausnahmen begründet?
- Auf welche Jahresstundenzahl sind die einzelnen Ausnahmen begrenzt?
- In welchem Umfang und von welchen Streitkräften (Bundeswehr/Alliierte) wurden diese Kontingente in den Jahren 1990 bis 1994 ausgeschöpft?
- Beabsichtigt die Bundesregierung, diese Kontingente zu verändern? Wenn ja, in welchem Umfang?
2. Wurde den Alliierten im Zusammenhang mit dem Golfkrieg eine Ausnahmegenehmigung für Tiefflüge unterhalb 1 000 Fuß erteilt? Wenn ja, wie viele Tiefflugstunden/Tiefflugeinsätze wurden von ihnen in diesem Zusammenhang über der Bundesrepublik Deutschland geflogen?
3. Wurde den Alliierten im Zusammenhang mit dem Konflikt in Ex-Jugoslawien eine Ausnahmegenehmigung für Tiefflüge unterhalb 1 000 Fuß erteilt? Wenn ja, wie viele Tiefflugstunden/Tiefflugeinsätze wurden bisher in diesem Zusammenhang über der Bundesrepublik Deutschland geflogen?
4. „Um die Tiefflüge über die Bundesrepublik Deutschland zukünftig gerechter zu verteilen" , (Tiefflug-Report BMVg 1989) wollte die Luftwaffe das sogenannte „Tiefflug-Management-System" (TMS) entwickeln. Die Tiefflüge der deutschen und alliierten Luftstreitkräfte sollten zentral erfaßt und ausgewertet werden.
- Wie funktioniert die Erfassung, Verteilung und Auswertung der Tiefflüge?
- Welche Umverteilungen wurden auf Grund des TMS vorgenommen?
- Wie beurteilt die Bundesregierung die bisher gemachten Erfahrungen?
5. Falls auf die Einführung des TMS verzichtet wurde:
- Was waren die Gründe?
- Wie werden die Tiefflüge und Tiefflugstrecken erfaßt?
- Wie wird verhindert, daß bei einem unkontrollierten Tiefflug bestimmte Regionen von einer überdurchschnittlichen Tiefflugbelastung betroffen werden?
6. Um eigene bzw. gegnerische Tiefflieger erkennen zu können, wurde für die Luftwaffe das mobile Radarsystem Sky Guard eingeführt.
- Wie viele dieser Radarsysteme sind in der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz?
- Wie viele Einsätze wurden von 1989 bis 1994 jährlich geflogen?
- Wie viele Flugzeuge bzw. Verstöße gegen die Tiefflugbestimmungen wurden in diesem Zusammenhang in den Jahren 1989 bis 1994 erfaßt?
- In wie vielen dieser Fälle wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, und mit welchen Strafen wurden diese Gesetzesverstöße geahndet?
7. Wie viele und welche Systeme stehen der Bundeswehr zur Abwehr gegnerischer Tiefflieger zur Verfügung, und wie bewertet die Bundesregierung die Wirksamkeit dieser Tieffliegerabwehr hinsichtlich der Überlebensfähigkeit der gegnerischen Tiefflieger?
8. Im Zusammenhang mit der Tiefflugausbildung kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Zwischenfällen, zum Teil mit Todesfolge.
- Wie viele bundesdeutsche Hubschrauber und Flugzeuge sind seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland im bzw. Ausland bei Tiefflugübungen abgestürzt?
- Wie viele ausländische Hubschrauber und Flugzeuge sind seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland über deutschem Territorium bei Tiefflugübungen abgestürzt?
- Wie viele Menschen (Militärangehörige/Zivilisten) verloren bei diesen Abstürzen ihr Leben?
IV. Umfang
1. Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber und sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) standen dem Heer, der Luftwaffe bzw. der Marine in den Jahren 1989, 1992 und 1994 zur Verfügung?
2. Was geschah mit den ausgemusterten Luftfahrzeugen?
- Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden verschrottet bzw. sind zur Verschrottung vorgesehen?
- Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden an welche Staaten abgegeben?
- Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden „vorläufig" stillgelegt.
3. Wie viele Kampfflugzeuge der Bundeswehr (Tornado, F-4F, MiG 29, Alpha Jet) sind gegenwärtig auf den jeweiligen Standorten stationiert?
4. Wie viele militärische Flugbewegungen der Bundeswehr (Heer, Luftwaffe, Marine) fanden jährlich von 1988 bis 1994 über der Bundesrepublik Deutschland statt
- Strahlflugzeuge,
- sonstige Flugzeuge,
- Hubschrauber?
5. Wie viele Tiefflugeinsätze (Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß) des Heeres, der Luftwaffe bzw. der Marine fanden von 1988 bis 1994 jährlich über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland statt
- bei Tag,
- bei Nacht,
- insgesamt?
6. Wie viele Tiefflüge wurden 1994 mit „cleanen" Maschinen, wie viele mit Zusatztanks bzw. Außenlasten geflogen?
7. Wie viele Tiefflugstunden (Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß) wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland absolviert
- bei Tag,
- bei Nacht,
- insgesamt?
8. Wie viele Tiefflugeinsätze/Tiefflugstunden im Bereich von 500 bis 1 000 Fuß wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich geflogen
- bei Tag,
- bei Nacht,
- insgesamt?
9. Wie viele Tiefstflugeinsätze/Tiefstflugstunden unterhalb von 500 Fuß wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich geflogen
- bei Tag,
- bei Nacht,
- insgesamt?
10. Wie viele Tiefstflüge wurden in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich in den einzelnen Low-Flying-Areas durchgeführt
- Bundeswehr,
- Alliierte?
11. Wie hoch ist der gegenwärtige Tieffluganteil je Flugausbildungseinsatz über der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu den Jahren 1989 und 1992?
V. Ausländische Streitkräfte
1. Wie viele Strahlflugzeuge ausländischer Streitkräfte waren in den Jahren 1989, 1992 und 1994 auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stationiert?
2. Wie viele Tornado, Harrier, F-16, F-15 bzw. A-10 Flugzeuge sind gegenwärtig in Laarbruch, Brüggen, Spangdahlem bzw. Ramstein stationiert?
3. Wie viele militärische (Über-)Flugbewegungen ausländischer Streitkräfte (aufgeschlüsselt nach jeweiligen Staaten) fanden jährlich von 1988 bis 1994 über der Bundesrepublik Deutschland statt
- Strahlflugzeuge,
- sonstige Flugzeuge,
- Hubschrauber?
4. Wie viele Tiefflugeinsätze ausländischer Streitkräfte (aufgeschlüsselt nach jeweiligen Staaten) fanden von 1988 bis 1994 jährlich über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland statt
- bei Tag,
- bei Nacht,
- insgesamt?
Fragen34
Welche sicherheitspolitischen Annahmen begründen die Aufrechterhaltung des militärischen Tieffluges der Bundeswehr?
Die Übungsflüge der Bundeswehr sollen ein weites Aufgabenspektrum abdecken.
Für welche „realitätsnahen" Krisenszenarien bzw. Krisenregionen werden die Tiefflugpiloten nach dem Ende der Blockkonfrontationen ausgebildet, und welche Rolle spielt dabei der Nachttiefflug?
Nach welchen NATO- bzw. Bundeswehrrichtlinien werden dabei die Tiefflugpiloten ausgebildet?
Worin unterscheiden sich die Einsatz-Aufgaben der einzelnen Flugzeugtypen?
Laut Presseberichten (DER SPIEGEL vom 10. April 1995) trainiert die Luftwaffe im Zusammenhang mit der Bereitstellung deutscher Luftwaffeneinheiten für einen eventuellen Blauhelm-Abzug aus Bosnien-Herzegowina verstärkt für Kampfeinsätze.
Welche Einheiten der Luftwaffe werden seit wann für einen Bosnien-Einsatz ausgebildet?
Wo und in welchem Umfang werden die Tiefflugpiloten auf diesen Einsatz vorbereitet?
In den Konzeptionellen Leitlinien vom 12. Juli 1994 werden für die Krisenreaktionskräfte „der Luftwaffe sechs fliegende Staffeln für Luftangriff, Luftverteidigung, Aufklärung und nukleare Teilhabe" zur Verfügung gestellt. Drei Tornado-Geschwader, d. h. sechs Staffeln mit insgesamt ca. 120 Jagdbombern, werden konventionelle und nukleare Luftangriffsfähigkeiten haben. Im Falle eines Atomwaffeneinsatzes der NATO könnten auch diese Bundeswehr-Einheiten zum nuklearen Einsatz kommen.
Welche der Tornado-Geschwader sind für die atomare Luftangriffsrolle vorgesehen?
Wie und wo werden die Piloten auf Atomwaffeneinsätze vorbereitet?
In welchem Umfang (Tiefflugstunden/Einsätze) werden von den deutschen Atombombern Tiefflugübungen (bei Tag/Nacht) in der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Ausland vorgenommen?
Wird bei diesen Tiefflug- bzw. Luftkampfübungen auch der Abwurf von Atombomben geprobt?
Für welche Einsatzszenarien werden Tiefstflüge geübt, und inwiefern könnte auf die Tiefstflugausbildung vollkommen verzichtet werden?
Von welchem jährlichen Mindestbedarf an Tiefflugeinsätzen bzw. Tiefflugstunden gehen die gegenwärtigen Planungen aus
für den Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß,
für den Bereich von 500 bis 1 000 Fuß,
unter 500 Fuß?
Wie hoch sind die aktuellen Soll/Ist-Werte für die jährlichen Tiefflugstunden pro Luftzeugführer in den einzelnen NATO-Staaten?
Wie viele Flugzeugführer müssen bei der Bundeswehr ständig/teilweise für Tiefflugeinsätze in Übung gehalten werden?
Angesichts der vergleichsweise langen Vorwarnzeit müssen die Piloten nicht in ständiger Einsatzbereitschaft gehalten werden. In welchem Zeitraum bzw. in wie vielen Tiefflugstunden kann nach den Planungen der Bundeswehr ein Flugzeugführer die Tiefflugeinsatzfähigkeit erlernen bzw. wieder erreichen?
Wie hoch ist die durchschnittliche Dauer/Flugstrecke eines Ausbildungsfluges und wie hoch der entsprechende Tieffluganteil?
Ab welcher Flugdauer müssen Zusatztanks angebracht werden, und welche Auswirkungen haben diese Zusatztanks auf die Lärmbelastung bzw. den Treibstoffverbrauch?
Das generelle Tiefflug-Verbot unter 1 000 Fuß erlaubt mehrere Ausnahmen.
Um welche Ausnahmen handelt es sich bzw. womit werden diese Ausnahmen begründet?
Auf welche Jahresstundenzahl sind die einzelnen Ausnahmen begrenzt?
In welchem Umfang und von welchen Streitkräften (Bundeswehr/Alliierte) wurden diese Kontingente in den Jahren 1990 bis 1994 ausgeschöpft?
Beabsichtigt die Bundesregierung, diese Kontingente zu verändern? Wenn ja, in welchem Umfang?
Wurde den Alliierten im Zusammenhang mit dem Golfkrieg eine Ausnahmegenehmigung für Tiefflüge unterhalb 1 000 Fuß erteilt? Wenn ja, wie viele Tiefflugstunden/Tiefflugeinsätze wurden von ihnen in diesem Zusammenhang über der Bundesrepublik Deutschland geflogen?
Wurde den Alliierten im Zusammenhang mit dem Konflikt in Ex-Jugoslawien eine Ausnahmegenehmigung für Tiefflüge unterhalb 1 000 Fuß erteilt? Wenn ja, wie viele Tiefflugstunden/Tiefflugeinsätze wurden bisher in diesem Zusammenhang über der Bundesrepublik Deutschland geflogen?
„Um die Tiefflüge über die Bundesrepublik Deutschland zukünftig gerechter zu verteilen" , (Tiefflug-Report BMVg 1989) wollte die Luftwaffe das sogenannte „Tiefflug-Management-System" (TMS) entwickeln. Die Tiefflüge der deutschen und alliierten Luftstreitkräfte sollten zentral erfaßt und ausgewertet werden.
Wie funktioniert die Erfassung, Verteilung und Auswertung der Tiefflüge?
Welche Umverteilungen wurden auf Grund des TMS vorgenommen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die bisher gemachten Erfahrungen?
Falls auf die Einführung des TMS verzichtet wurde:
Was waren die Gründe?
Wie werden die Tiefflüge und Tiefflugstrecken erfaßt?
Wie wird verhindert, daß bei einem unkontrollierten Tiefflug bestimmte Regionen von einer überdurchschnittlichen Tiefflugbelastung betroffen werden?
Um eigene bzw. gegnerische Tiefflieger erkennen zu können, wurde für die Luftwaffe das mobile Radarsystem Sky Guard eingeführt.
Wie viele dieser Radarsysteme sind in der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz?
Wie viele Einsätze wurden von 1989 bis 1994 jährlich geflogen?
Wie viele Flugzeuge bzw. Verstöße gegen die Tiefflugbestimmungen wurden in diesem Zusammenhang in den Jahren 1989 bis 1994 erfaßt?
In wie vielen dieser Fälle wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, und mit welchen Strafen wurden diese Gesetzesverstöße geahndet?
Wie viele und welche Systeme stehen der Bundeswehr zur Abwehr gegnerischer Tiefflieger zur Verfügung, und wie bewertet die Bundesregierung die Wirksamkeit dieser Tieffliegerabwehr hinsichtlich der Überlebensfähigkeit der gegnerischen Tiefflieger?
Im Zusammenhang mit der Tiefflugausbildung kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Zwischenfällen, zum Teil mit Todesfolge.
Wie viele bundesdeutsche Hubschrauber und Flugzeuge sind seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland im bzw. Ausland bei Tiefflugübungen abgestürzt?
Wie viele ausländische Hubschrauber und Flugzeuge sind seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland über deutschem Territorium bei Tiefflugübungen abgestürzt?
Wie viele Menschen (Militärangehörige/Zivilisten) verloren bei diesen Abstürzen ihr Leben?
Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber und sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) standen dem Heer, der Luftwaffe bzw. der Marine in den Jahren 1989, 1992 und 1994 zur Verfügung?
Was geschah mit den ausgemusterten Luftfahrzeugen?
Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden verschrottet bzw. sind zur Verschrottung vorgesehen?
Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden an welche Staaten abgegeben?
Wie viele Strahlflugzeuge, Hubschrauber bzw. sonstige Luftfahrzeuge (aufgeschlüsselt nach Typen) wurden „vorläufig" stillgelegt.
Wie viele Kampfflugzeuge der Bundeswehr (Tornado, F-4F, MiG 29, Alpha Jet) sind gegenwärtig auf den jeweiligen Standorten stationiert?
Wie viele militärische Flugbewegungen der Bundeswehr (Heer, Luftwaffe, Marine) fanden jährlich von 1988 bis 1994 über der Bundesrepublik Deutschland statt
Strahlflugzeuge,
sonstige Flugzeuge,
Hubschrauber?
Wie viele Tiefflugeinsätze (Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß) des Heeres, der Luftwaffe bzw. der Marine fanden von 1988 bis 1994 jährlich über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland statt
bei Tag,
bei Nacht,
insgesamt?
Wie viele Tiefflüge wurden 1994 mit „cleanen" Maschinen, wie viele mit Zusatztanks bzw. Außenlasten geflogen?
Wie viele Tiefflugstunden (Bereich von 1 000 bis 1 500 Fuß) wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland absolviert
bei Tag,
bei Nacht,
insgesamt?
Wie viele Tiefflugeinsätze/Tiefflugstunden im Bereich von 500 bis 1 000 Fuß wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich geflogen
bei Tag,
bei Nacht,
insgesamt?
Wie viele Tiefstflugeinsätze/Tiefstflugstunden unterhalb von 500 Fuß wurden von der Bundeswehr in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich geflogen
bei Tag,
bei Nacht,
insgesamt?
Wie viele Tiefstflüge wurden in den Jahren 1988 bis 1994 jährlich in den einzelnen Low-Flying-Areas durchgeführt
Bundeswehr,
Alliierte?
Wie hoch ist der gegenwärtige Tieffluganteil je Flugausbildungseinsatz über der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu den Jahren 1989 und 1992?
Wie viele Strahlflugzeuge ausländischer Streitkräfte waren in den Jahren 1989, 1992 und 1994 auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stationiert?
Wie viele Tornado, Harrier, F-16, F-15 bzw. A-10 Flugzeuge sind gegenwärtig in Laarbruch, Brüggen, Spangdahlem bzw. Ramstein stationiert?
Wie viele militärische (Über-)Flugbewegungen ausländischer Streitkräfte (aufgeschlüsselt nach jeweiligen Staaten) fanden jährlich von 1988 bis 1994 über der Bundesrepublik Deutschland statt
Strahlflugzeuge,
sonstige Flugzeuge,
Hubschrauber?
Wie viele Tiefflugeinsätze ausländischer Streitkräfte (aufgeschlüsselt nach jeweiligen Staaten) fanden von 1988 bis 1994 jährlich über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland statt
bei Tag,
bei Nacht,
insgesamt?