Entwicklung von Ozonsensoren
der Abgeordneten Dr. Jürgen Rochlitz, Dr. Manuel Kiper und der Fraktion BÜNDNIS 9O/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Jürgen Rochlitz, Dr. Manuel Kiper und der Fraktion BÜNDNIS 9O/DIE GRÜNEN
Entwicklung von Ozonsensoren
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Inwieweit teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die existierenden Ozonmeßgeräte — wie sie in den Ländermeßstationen eingesetzt werden — wegen ihrer Wartungshäufigkeit und ihrer komplexen Meßprinzipien nicht geeignet sind für eine flächendeckende, möglichst störungsfreie Erfassung des im Sommer auftretenden bodennahen Ozons?
Inwieweit hält es die Bundesregierung für notwendig, eine über die meist durch Verkehrsimmissionen in ihrer Ozonmeßgenauigkeit beeinträchtigten existierenden Meßstationen hinausgehende kontinuierliche Erfassung der Ozonkonzentration zu ermöglichen — was übrigens ganz im Sinne der Ozonrichtlinie der EU (Anhang II) wäre?
Wäre diese Verfahrensweise nicht sogar dringend geboten, nachdem sich Ozon als krebserregend und gentoxisch erwiesen hat?
Inwieweit teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß gerade in Anbetracht der neuen toxikologischen Erkenntnisse zum Ozon eine preiswerte und einfache Meßlösung für die flächendeckende Erfassung entwickelt und gefunden werden muß?
Welche Entwicklungsvorhaben in dieser Richtung gibt es derzeit im Bereich der Universitäten, Fachhochschulen bzw. Großforschungseinrichtungen?
Welche derartigen Entwicklungsvorhaben werden von der Bundesregierung gefördert? Bei welchen wurde ein Antrag auf Förderung gestellt, und mit welchen weiteren Förderungen in welcher finanziellen Höhe ist zu rechnen?