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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Exportaussichten des Transrapid (G-SIG: 13010939)

Entwicklung von alternativen Hochgeschwindigkeitssystemen in anderen Ländern, Chancen des Transrapid im internationalen Wettbewerb

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

26.10.1995

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/254405. 10. 95

Exportaussichten des Transrapid

der Abgeordneten Rainder Steenblock, Albert Schmidt (Hitzhofen) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In der Ausgabe 10/1995 der Zeitschrift GEO wird berichtet: „Amerikaner wollen japanischen und deutschen Magnetschwebebahnen mit einer Billiglösung Konkurrenz machen ... Barry Marder ... und sein Team haben einen Superzug entwickelt, der nur ein Viertel der Kosten erfordert. Überdies wäre die Billigvariante laut Marder rasch in die Praxis umzusetzen. Denn sie macht den teuren Teil der Magnetbahntechnik überflüssig: den Trassenbau. Vielmehr könnte diese Bahn auf einem bereits existierenden Gleiskörper fahren ... Im Modell hat das neue System, das die Forscher Seraphim (segmented rail phased induction motor) benannt haben, bereits seine Tauglichkeit bewiesen. In Kürze soll die Bahn mit dem Raketenantrieb ,nun auch in der Praxis zeigen, was in ihr steckt. In Colorado will Britto Rajkumar von der Association of American Railroads das Seraphim-System zunächst mit einem Triebwagen testen."

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen3

1

Wie beurteilt die Bundesregierung die in der Zeitschrift GEO geschilderte Technik für eine Magnetschwebebahn?

2

Welche weiteren Hochgeschwindigkeitssysteme werden in anderen Ländern entwickelt, welche Länder kommen als Nachfrager des Transrapid in Frage, und wie beurteilt die Bundesregierung die Chancen des Transrapid im internationalen Wettbewerb?

3

Auf welche Grundlage stützt die Bundesregierung die Hoffnung, daß der Transrapid ein „Exportschlager" werden könne? Wurden dabei die in anderen Ländern entwickelten Alternativen berücksichtigt?

Bonn, den 2. Oktober 19,95

Rainder Steenblock Albert Schmidt (Hitzhofen) Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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