Exportaussichten des Transrapid
der Abgeordneten Rainder Steenblock, Albert Schmidt (Hitzhofen) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
In der Ausgabe 10/1995 der Zeitschrift GEO wird berichtet: „Amerikaner wollen japanischen und deutschen Magnetschwebebahnen mit einer Billiglösung Konkurrenz machen ... Barry Marder ... und sein Team haben einen Superzug entwickelt, der nur ein Viertel der Kosten erfordert. Überdies wäre die Billigvariante laut Marder rasch in die Praxis umzusetzen. Denn sie macht den teuren Teil der Magnetbahntechnik überflüssig: den Trassenbau. Vielmehr könnte diese Bahn auf einem bereits existierenden Gleiskörper fahren ... Im Modell hat das neue System, das die Forscher Seraphim (segmented rail phased induction motor) benannt haben, bereits seine Tauglichkeit bewiesen. In Kürze soll die Bahn mit dem Raketenantrieb ,nun auch in der Praxis zeigen, was in ihr steckt. In Colorado will Britto Rajkumar von der Association of American Railroads das Seraphim-System zunächst mit einem Triebwagen testen."
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen3
Wie beurteilt die Bundesregierung die in der Zeitschrift GEO geschilderte Technik für eine Magnetschwebebahn?
Welche weiteren Hochgeschwindigkeitssysteme werden in anderen Ländern entwickelt, welche Länder kommen als Nachfrager des Transrapid in Frage, und wie beurteilt die Bundesregierung die Chancen des Transrapid im internationalen Wettbewerb?
Auf welche Grundlage stützt die Bundesregierung die Hoffnung, daß der Transrapid ein „Exportschlager" werden könne? Wurden dabei die in anderen Ländern entwickelten Alternativen berücksichtigt?