PCB-Verseuchung von Dienstgebäuden der Telekom
der Abgeordneten Christine Scheel und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Ein langjähriger Mitarbeiter der Telekom ist an Krebs erkrankt und führt dies ursächlich auf die Belastungen mit polychlorierten Biphenylen (PCB) an seinem Arbeitsplatz zurück. Um den möglichen Zusammenhang zwischen der Verseuchung des Arbeitsplatzes und dem Ausbruch der Krankheit durch einen Arzt bestätigen zu lassen, und damit die Anerkennung einer Berufskrankheit erlangen zu können, ist der Erkrankte auf die Meßwerte der Telekom bezüglich PCB-Werten angewiesen.
Da bereits vorliegende Messungen an benachbarten Standorten der Telekom PCB-Werte von bis zu 8 220 ng/cbm Raumluft ergaben, scheint eine Überprüfung weiterer Standorte im Interesse der Gesundheit der Mitarbeiter dringend erforderlich. Laut Angaben der Telekom (Drucksache 13/1146) liegen die höchsten gemessenen Werte für PCB bei 26 300 ng/cbm Raumluft.
Derselben Drucksache ist zu entnehmen, daß die Telekom ein vorbildliches Sanierungskonzept erarbeitet hat.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wurden PCB-Messungen in den Niederlassungen der Telekom in Wöllstein, Ebernburg, Kirn und Sobernheim durchgeführt?
Wenn ja, welche PCB -Werte wurden in den einzelnen Niederlassungen gemessen?
Welche Begründung liegt der Tatsache zugrunde, daß, laut Liste der Telekom, PCB-Messungen lediglich in Niederlassungen der Telekom in Großstädten durchgeführt wurden anstatt flächendeckende Messungen vorzunehmen?
Wie weit ist der Stand der konkreten Sanierungsmaßnahmen durch die Telekom?
Wann wird mit der Herausgabe bundeseinheitlicher, verbindlicher Grenzwerte für PCB in Innenräumen seitens der Bundesregierung zu rechnen sein?