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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Schnelle Bahnverbindungen zwischen der Hauptstadt Berlin und nord- und osteuropäischen Großstädten (G-SIG: 13010969)

Erhalt der Direktverbindung Berlin - Kopenhagen, Ausweitung der Verbindung Berlin - Szczecin, Gründe für einen Bahntunnel und einen neuen Lehrter Zentralbahnhof in Berlin

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

06.11.1995

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/265411.10.95

Schnelle Bahnverbindungen zwischen der Hauptstadt Berlin und nord- und osteuropäischen Großstädten

der Abgeordneten Franziska Eichstädt-Bohlig, Gila Altmann (Aurich), Albert Schmidt (Hitzhofen), Rainder Steenblock und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die Deutsche Bahn AG beabsichtigt ab Herbst 1995, die direkte Verbindung zwischen der deutschen Hauptstadt Berlin und der dänischen Hauptstadt Kopenhagen aufzugeben und durch die Umwegverbindung Berlin—Hamburg—Kopenhagen zu ersetzen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Welche Gründe gibt es nach Ansicht der Bundesregierung, die Direktverbindung aufzugeben?

2

Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, daß die Direktverbindung gestrichen wird, insbesondere vor dem Hintergrund, daß allein die Verbindung Berlin—Hamburg in 1996 wegen Bauarbeiten von dreieinviertel Stunden auf vier Stunden verlängert wird?

Welche Maßnahmen sind von seiten der Bundesregierung geplant, um den Beschluß der Deutschen Bahn AG dahin gehend zu beeinflussen, daß die Direktverbindung bestehen bleibt?

3

Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, daß es die bestehende Direktverbindung zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der polnischen Hafenstadt Szcezcin, die bislang nur früh um 6.40 Uhr und abends um 22.35 Uhr besteht, auszuweiten, um zeitraubendes Umsteigen in Bummelzüge in Angermünde oder Pasewalk zu verhindern?

Welche Maßnahmen sind von seiten der Bundesregierung geplant, um die Deutsche Bahn AG dahin gehend zu beeinflussen, die Direktverbindungen auszuweiten?

4

Ist die Bundesregierung der Ansicht, daß solche dürftigen Bahnverbindungen von der Bundeshauptstadt in nord- und osteuropäische Nachbarländer und Großstädte ausreichend und angemessen sind?

5

Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, leistungsfähige und schnelle Bahnverbindungen zwischen der deutschen Hauptstadt und osteuropäischen Großstädten bereitzustellen?

6

Aus welchen Gründen benötigt Berlin einen aufwendigen und in der Finanzierung noch gar nicht gesicherten Bahntunneldurchstich und neuen Lehrter Zentralbahnhof, wenn die für diese Strecken vorgesehenen anschließenden Zugverbindungen schon vor dem ersten Tunnel-Spatenstich aufs Abstellgleis geraten?

Bonn, den 10. Oktober 1995

Franziska Eichstädt-Bohlig Gila Altmann (Aurich) Albert Schmidt (Hitzhofen) Rainder Steenblock Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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