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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Äußerungen des Bundesministers des Auswärtigen, Dr. Klaus Kinkel, in einer Rede zur Auswärtigen Kulturpolitik (G-SIG: 13011308)

Ungewohnte Perspektiven und neue Kooperationen in der Auswärtigen Kulturpolitik: Einrichtung einer Stiftung, eines Beirates und eines "Operativen Gesprächskreises", Erweiterung der Definitionsmerkmale der Auswärtigen Kulturpolitik

Ressort

Auswärtiges Amt

Datum

12.03.1996

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/381712. 02. 96

Äußerungen des Bundesministers des Auswärtigen, Dr. Klaus Kinkel, in einer Rede zur Auswärtigen Kulturpolitik

der Abgeordneten Freimut Duve, Dr. Elke Leonhard, Siegfried Vergin, Gert Weisskirchen (Wiesloch), Hermann Bachmaier, Doris Barnett, Ingrid Becker-Inglau, Rudolf Bindig, Tilo Braune, Marion Caspers-Merk, Peter Conradi, Peter Dreßen, Petra Ernstberger, Arne Fuhrmann, Günter Gloser, Christel Hanewinckel, Monika Heubaum, Ingrid Holzhüter, Ilse Janz, Sabine Kaspereit, Volker Kröning, Horst Kubatschka, Konrad Kunick, Werner Labsch, Gerhard Neumann (Gotha), Dr. Edith Niehuis, Leyla Onur, Bernd Reuter, Reinhold Robbe, Dagmar Schmidt (Meschede), Dr. Emil Schnell, Walter Schöler, Gisela Schröter, Dr. Mathias Schubert, Volkmar Schultz (Köln), Dr. Angelica Schwall-Düren, Horst Sielaff, Johannes Singer, Wieland Sorge, Joachim Tappe, Ute Vogt (Pforzheim), Karsten D. Voigt (Frankfurt), Dr. Konstanze Wegner, Matthias Weisheit, Hanna Wolf (München)

Vorbemerkung

Kleine Anfrage

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen15

1

Wann ist mit der Einrichtung einer „Stiftung für Auswärtige Kulturpolitik" zu rechnen, deren Gründung der Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Klaus Kinkel, in seiner Rede „Kultur, Kommerz und Außenpolitik - Ungewohnte Perspektiven, neue Kooperationen" am 15. Januar 1996 in Frankfurt angeregt hat?

2

Wie soll diese Stiftung finanziell ausgestattet werden, wie soll ihre Rechtsform aussehen?

3

Welche Aufgaben soll diese Stiftung übernehmen, in welcher Weise soll das Parlament beteiligt werden?

4

Wann wird die Bundesregierung den „Beirat für Auswärtige Kulturpolitk" ins Leben rufen, dessen Gründung der Bundesminister des Auswärtigen in seiner Rede am 15. Januar 1996 angekündigt hat, und welche Aufgaben soll dieses Gremium übernehmen?

5

Wer wird die Mitglieder berufen, und nach welchen Kriterien werden sie vorgeschlagen?

6

In welcher Weise ist eine Beteiligung des Parlaments vorgesehen?

7

Wie sind die Aufgaben des „Operativen Gesprächskreises" für Auswärtige Kulturpolitik gegenüber denen des zu gründenden Beirats abgegrenzt?

8

Auf welcher empirischen Grundlage beruht die Aussage des Bundesministers des Auswärtigen in seiner Rede am 15. Januar 1996, daß das Bildungsangebot eines „klassischen Bildungslandes wie Deutschland ... international immer weniger angenommen wird"?

9

Worin sieht die Bundesregierung die Gründe dafür, daß die in Frage 8 erwähnte angebliche Entwicklung eingetreten ist?

10

Liegen der Bundesregierung gesicherte Daten über die „permanente Abwerbung qualifizierter Deutschlehrer durch die Wirtschaft" , die der Bundesminister des Auswärtigen in seiner Rede am 15. Januar 1996 als Tatsache dargestellt hat, vor?

11

Wann wird die Bundesregierung ein Konzept vorlegen über „intelligente Systeme zur Bündelung staatlicher und wirtschaftlicher Kräfte", das der Bundesminister des Auswärtigen in seiner Rede vom 15. Januar 1996 als von besonderer Bedeutung für die Auswärtige Kulturpolitik angemahnt hat?

12

In welchem Verhältnis steht nach Ansicht der Bundesregierung die Aussage des Bundesministers des Auswärtigen in seiner Rede vom 15. Januar 1996, in der Auswärtigen Kulturpolitik gehe es um „Information und Werbung für Deutschland" zu den 1970 verabschiedeten und seither immer wieder bestätigten „Leitsätzen für die auswärtige Kulturpolitik"?

13

Hält die Bundesregierung die Definitionsmerkmale der Auswärtigen Kulturpolitik für abschließend, wonach diese — „zum wechselseitigen Verständnis der inneren Entwicklung der einzelnen Nationen beitragen" , — „den gesellschaftlichen Wandel, die stürmische Entwicklung von Wissenschaft und Technik sowie die politischen Veränderungen in der Welt berücksichtigen" , und — „vor allem auch helfen (muß), Bande zwischen den Menschen verschiedener Nationalität zu knüpfen" ?

14

Ist es nach Ansicht der Bundesregierung erforderlich, die in Frage 13 genannten Definitionsmerkmale zu erweitern, und wenn ja, um welche Elemente?

15

Liegen der Bundesregierung empirisch abgesicherte Aussagen vor, mit denen hinreichend belegt werden kann, daß wirtschaftliche Erfolge von anderen Staaten - z. B. der Wachstumsstaaten Südostasiens - auf besonderen Anstrengungen dieser Länder in der kulturellen Darstellung nach außen beruhen?

Bonn, den 12. Februar 1996

Freimut Duve Dr. Elke Leonhard Siegfried Vergin Gert Weisskirchen (Wiesloch) Hermann Bachmaier Doris Barnett Ingrid Becker-Inglau Rudolf Bindig Tilo Braune Marion Caspers-Merk Peter Conradi Peter Dreßen Petra Ernstberger Arne Fuhrmann Günter Gloser Christel Hanewinckel Monika Heubaum Ingrid Holzhüter Ilse Janz Sabine Kaspereit Volker Kröning Horst Kubatschka Konrad Kunick Werner Labsch Gerhard Neumann (Gotha) Dr. Edith Niehuis Leyla Onur Bernd Reuter Reinhold Robbe Dagmar Schmidt (Meschede) Dr. Emil Schnell Walter Schöler Gisela Schröter Dr. Mathias Schubert Volkmar Schultz (Köln) Dr. Angelica Schwall-Düren Horst Sielaff Johannes Singer Wieland Sorge Joachim Tappe Ute Vogt (Pforzheim) Karsten D. Voigt (Frankfurt) Dr. Konstanze Wegner Matthias Weisheit Hanna Wolf (München)

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