Zur Arbeit des Senior Experten Service (SES)
der Abgeordneten Erika Reinhardt, Marlies Pretzlaff, Michael Wonneberger, Dr. Manfred Lischewski, Dr. Winfried Pinger und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Roland Kohn, Dr. Irmgard Schwaetzer, Dr. Helmut Haussmann und der Fraktion der F.D.P.
Vorbemerkung
Der Senior Experten Service (SES) ist Anfang 1983 mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung gegründet worden und wird seit 1986 als gemeinnütziger und ehrenamtlicher Dienst von Spitzenverbänden der deutschen. Wirtschaft getragen. Bisher haben die ehrenamtlichen Senior Experten mehr als 4 600 Einsätze in 127 Ländern geleistet, hauptsächlich in den Entwicklungsländern. In Kurzzeiteinsätzen bis zu sechs Monaten konzentrieren sie sich vor allem auf die praktische Anleitung von Fach- und Führungskräften in kleinen und mittleren Betrieben. Zur finanziellen Unterstützung dieser Zusammenarbeit erhält der SES projektgebundene Zuschüsse aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Wie bewertet die Bundesregierung den Beitrag von SES-Einsätzen zur Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern?
Hat sich die Ausrichtung des SES auf die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben bewährt , und haben die SES-Einsätze zu einer Stärkung ihrer Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit beigetragen?
Sind damit auch positive Auswirkungen im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung verbunden?
Wie ist unter entwicklungspolitischen Gesichtspunkten zu bewerten, daß sich die Zusammenarbeit des SES mit seinen Partnern in den jeweiligen Gastländern weitgehend auf der Basis privater Initiativen vollzieht, die Partner sich selbst an den entstehenden Kosten beteiligen und ihnen die Unterstützung durch die Senior Experten schnell und direkt zugute kommt?
Wie wirken sich der Status der Ehrenamtlichkeit und die lebenslange Berufserfahrung der Senior Experten auf das Ergebnis ihrer Arbeit aus?
Welche Verbindungen bestehen zwischen dem SES und den Seniorendiensten anderer Geberländer, und wie vollzieht sich die Zusammenarbeit zwischen ihnen?
Welche Aussichten werden der weiteren Entwicklung des SES unter Berücksichtigung des Bedarfs der Entwicklungsländer und der demografischen Entwicklung in Deutschland eingeräumt?