Das Verhältnis direkter zu indirekten Steuern im europäischen Vergleich
der Abgeordneten Christine Scheel, Michaele Hustedt und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Laut der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hansgeorg Hauser vom 23. August 1996 auf die schriftliche Frage des Abgeordneten Jörg-Otto Spiller beträgt das Verhältnis von direkten zu indirekten Steuern am Gesamtsteueraufkommen in 1996 52,7 % an direkten und 47,3 % an indirekten Steuern. Die Bundesregierung hält dieses Verhältnis für nicht ausgewogen und das Gewicht der direkten Steuern zu hoch (Drucksache 13/5476).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Wie ist der Anteil von a) direkten Steuern und Abgaben, b) indirekten Steuern und Abgaben am gesamten Aufkommen an Steuern und Abgaben inkl. Sozialversicherungsbeiträgen in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union?
Wie sind die jeweiligen Anteile am Bruttoinlandsprodukt in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union?
Wie hoch ist der Anteil der Energiesteuern inkl. Mineralölsteuern an a) den indirekten Steuern, b) dem gesamten Aufkommen an Steuern und Abgaben inkl. Sozialversicherungsbeiträgen in denjenigen Staaten, die Energiesteuern erheben?
Durch welche Maßnahmen gedenkt die Bundesregierung das Verhältnis von direkten zu indirekten Steuern in der Bundesrepublik Deutschland zu korrigieren?
Wie hoch ist in der Bundesrepublik Deutschland die durchschnittliche Belastung durch Abzüge vom Bruttoeinkommen durch a) Besteuerung des Einkommens, b) Sozialversicherungsbeiträge in der — Rentenversicherung, — Krankenversicherung, — Pflegeversicherung und — Arbeitslosenversicherung?
Wie hoch ist die jeweilige Belastung in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, aufgeschlüsselt nach Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung?